Julie Peters

Im Land des Feuerfalken

Zwei Schwestern am Ende der Welt.
Neuseeland, 1907: Ein tiefer Riss geht durch die irische Auswandererfamilie O’Brien, die mit einer Schafzucht ihr Glück gemacht hat. Josie lebt bei ihrer Mutter Siobhan im Wald, Sarah auf dem Stammsitz der Familie. Unterschiedlicher können Schwestern nicht sein: Josie ist ein neugieriges, wildes Mädchen mit ausgeprägtem Talent zum Malen. Die pflichtbewusste Sarah beneidet die Jüngere, nicht nur um ihr Aussehen, sondern auch darum, dass sie bei der Mutter aufwachsen darf. Während Josie ihr unkonventionelles Leben auch als Erwachsene fortführt, flüchtet sich Sarah in eine unglückliche Ehe. Doch dann bricht in Europa der Erste Weltkrieg aus, seine Erschütterungen reichen bis ans andere Ende der Welt, und die beiden Frauen müssen um ein Leben kämpfen, das es wert ist, gelebt zu werden.


Autorenbild Foto von Julie Peters

Die  Autorin

Julie Peters, Jahrgang 1979, war Buchhändlerin und studierte Geschichte, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Heute arbeitet sie als Schriftstellerin und Übersetzerin.


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Rezensionen

tigerbea

Beiträge 86
07.03.2017

"Im Land des Feuerfalken" beschreibt die Geschichte der Familie O`Brian im Jahre 1902. Die beiden Schwestern Sarah und Josie führen ein sehr unterschiedliches Leben. Während Sarah auf der Schaffarm Kilkenny Hall bei ihrer Großmutter Helen aufwächst, lebt die jüngere Josie mit ihrer Mutter im Wald.
Sarah und ihren Onkel Jamie verloben sich, doch das Glück währt nicht lange, da noch am selben Tag in Europa der erste Weltkrieg ausbricht. Jamie zieht mit seinem Freund Rob in den Krieg. Das unerbittliche Schicksal nimmt seinen Lauf.
Dieser Roman hat großen Spaß gemacht. Wenn man einmal begonnen hat, findet man kein Ende, man MUß einfach weiterlesen. Die Autorin hat einen so wunderbaren Schreibstil, man taucht in die Geschicht ein, als ob man es selbst erlebt!

nicole_pichler

Beiträge 18
24.01.2017

    Ich möchte heute das Buch Im Land des Feuerfalken von Julie Peters vorstellen. Im Roman geht es um die irische Familie O'Brien, die vor Jahren nach Neuseeland ausgewandert ist und dort eine Schafzucht betreibt. Hier im zweiten Teil der Serie geht es um die O'Brien Töchter Sarah und Josie. Josie wächst bei ihrer Mutter Siobhan im Wald auf und Sarah auf dem Stammsitz der O'Briens. Sie sehen einander kaum und wenn, dann beineiden sie sich gegenseitig um das was sie vermissen. Sarah will eigentlich Jamie heiraten, doch dann kommt ihr der erste Weltkrieg dazwischen und ihr Jamie und andere aus ihrem Ort ziehen in den Krieg. Nach dem Krieg ist dann alles anders und jeder der O'Briens hat sein Päckchen zu tragen. Wie wird es wohl Sarah und Josie ergehen?

    Julie Peters hat einen fesselnden Schreibstil, der mich auch gleich in den Bann des Buches gezogen hat. Die Geschichte hat mich, nachdem ich mich in die etwas verwirrenden Familienverhältnisse eingelesen hatte, sehr gefesselt. Es geht um Liebe, Tod und ums Überleben in einer Welt die vom Krieg gebeutelt wurde. Julie Peters hat ihre Geschichte so geschrieben, dass einem alles sehr nahe ging und dass man auch die depressive Stimmung, die in der Familie herrschte, gespürt hat. Das war oft gar nicht so leicht zu lesen, denn es schlug einem ganz schön aufs Gemüt. Trotzdem habe die die Familie O'Brien lieben gelernt und konnte das Buch kaum auf die Seite legen. Ich habe immer gedacht, dass da ja wieder bessere Zeiten für die Familie kommen müssen.
    Meine Lieblingsprotagonisten waren Sarah, Jamie und Josie. Sarah ist ein sehr pflichtbewusstes Mädchen, das sich bis zum Schluss um ihre Großmuter gekümmert hat und den Haushalt geführt hat. Sie war immer schon in Jamie verliebt und wollte ihn heiraten.
    Jamie ist vor dem Krieg ein lustiger junger Mann. Nach dem Krieg aber sehr depressiv und in sich gekehrt. Wegen seiner Kriegsverletzung will er Sarah nicht mehr heiraten und gibt sie frei. Das macht aber Jamie nicht glücklicher und ich habe mit ihm gelitten.
    Josie dagegen ist ein Wildfang. Sie will Künstlerin werden und hängt sich an einen reichen Mann, der ihr alles finanziert. Ob sie damit glücklich wird kann man schön im Buch lesen.
    Die drei Personen waren mir also im Roman am wichtigsten und mit ihnen habe ich auch am meisten mitgelitten und mitgefiebert.
    Das einzige Manko das ich im Buch sah, war dass man über die Schafzucht und die Vorgänge rund um die Farm zu wenig erfahren hat. Manchmal hatte ich das Gefühl die Farm verwaltet sich selbst. Mich persönlich hätte eben auch interessiert wie so eine Farm gerührt wird und wer für was zuständig ist. Vermutlich ist es für die meisten unwichtig, aber ich mag auch gerne über solche Details lesen.

    Das Buch bekommt von mir 4 Sterne