Juliet Ashton

Der Sunday Lunch Club

Liebe zum Dessert
Immer wieder sonntags trifft sich Anna mit Familie und Freunden zum Essen. Meistens sind ihre drei Geschwister dabei, die geliebte Oma und sogar ihr Exmann. Es wird geredet, gelacht, gegessen. Manchmal wird Wichtiges verschwiegen, manchmal fallen die falschen Worte, aber am Ende freuen sich alle auf den Nachtisch.
An einem dieser Sonntage lässt Dauersingle Anna jedoch die Bombe platzen: Sie ist schwanger. Der Vater: ein One-Night-Stand. Auch wenn die Familie hinter ihr steht - mit einem eigenen Kind hat Anna nicht mehr gerechnet. Und erst recht nicht damit, sich schon beim nächsten Sunday Lunch neu zu verlieben …
Der neue Roman von Spiegel-Bestsellerautorin Juliet Ashton - charmant, berührend, sehr unterhaltsam.


Autorenbild Foto von Juliet Ashton

Der  Autor

Juliet Ashton stammt aus Irland und lebt heute mit ihrer Familie in London. Sie hat bereits zahlreiche Romane unter ihrem Klarnamen veröffentlicht.


BibliografieAnsehen

PressestimmenAnsehen


Rezensionen

engi

Beiträge 45
03.06.2020

Es geht um Anna. Anna, geschieden von Sam, vierzig Jahre, hätte nun wirklich mit allem nur nicht damit gerechnet. Schwanger und dann auch noch von einem kleinen aber feinen Fehltritt mit einem Mann, der fast ihr Sohn sein könnte. Kein Wunder, dass Dylan, so heißt der junge Adonis, damit auch restlos überfordert ist. Doch ihre Familie steht hinter hier. In dieser eklektischen Großfamilie hilft man sich nämlich gegenseitig. Immer gut gemeint, wenn es auch manchmal nicht so rüber kommt …
Ah, ich sehe, ihr hegt die gleichen Gedanken … hier steckt Stoff für eine Miniserie im Fernsehen drin. Ich muss gestehen, ich hatte beim Hören oft das Gefühl mitten in „Friends“ oder „Modern Family“ zu stecken. Dafür eignet sich der Sunday Lunch Club nämlich hervorragend. Um es als ganzes Buch am Stück zu genießen, wurde mir einfach zu viele Klischees auf einmal bedient. Da war von der ledigen Mutter über das schwule Pärchen, das adoptierte Baby, den Transgender und die betagte weise Oma wirklich alles vertreten. Grundsätzlich nicht schlecht aber für mich von allem ein wenig zu viel. Man sollte vielleicht wirklich mal über eine Verfilmung nachdenken. Sehr gut gefallen haben mir übrigens die jeweiligen Menüpläne der Sonntagstreffen. Da wäre ich gerne das ein oder andere Mal dabei gewesen. Die machten Lust auf mehr!

Caillean

Beiträge 16
28.01.2020

Eine schrecklich nette Familie

Man sagt ja, es gebe in jeder Familie ein schwarzes Schaf und es gebe auch in jeder Familie Geheimnisse, die unter der Oberfläche verborgen bleiben. Das mag stimmen und das ist auch der Ansatz dieses Familienromans, bei dem Juliet Ashton sämtliche nur denkbaren Spannungsfelder einbezieht – und den Roman meiner Ansicht nach damit ein wenig überfrachtet.

Erzählt wird der Roman aus der Sicht von Anna. Anna, die drei Geschwister hat (davon zwei deutlich jünger), die mit 40 schwanger ist von einem 21-jährigen One-Night-Stand und die mit der neuen Freundin ihres Ex-Mannes hadert, während der scheinbar immer noch zur Familie gehört und – zu allem Überfluss – auch ihr Businesspartner ist. Und Anna hat ein Geheimnis, von dem nicht einmal ihre Geschwister wissen.

Ihre Geschwister…. Da ist zuerst Neil. Er hat mit seinem Mann Santiago, einem Spanier, gerade ein Baby adoptiert und verstrickt sich in der plötzlichen Vaterrolle, während er mit seinem Mann Kämpfe darum ausficht, welche „Rolle“ jedem der beiden Männer in Erziehungsfragen zukommt.

Maeve, Annas jüngere Schwester, hat bereits einen pubertie-renden Sohn (Storm). Wobei… mitunter fragt man sich, wer von den beiden mit dem Kopf in den Wolken herumläuft. Die Tatsache, dass Vegetarierin Maeve bisher eher kurze und heftige Beziehungen hatte, an deren Ende sie regelmäßig als Häufchen Elend zurückblieb, lässt einige Schlüsse zu.

Und schließlich ist da noch das „Nesthäkchen“ Josh, der sehr introvertiert, aber aufmerksam seinen Geschwistern gegen-über ist und plötzlich seinen Bekannten Luca, einen italienischstämmigen Psychotherapeuten, mit zu den Familientreffen bringt. Luca bringt Anna komplett durcheinander – aber die ganze Familie fragt sich, woher Josh und Luca sich eigentlich kennen…? Und warum bringt Josh Luca mit, obwohl er doch eine neue Freundin namens Thea hat?

Ab und zu ist auch Dinkie bei den Familientreffen dabei, die Großmutter der vier Geschwister. Sie hat kürzlich ihr Haus verkauft, um vernünftigerweise ihren Lebensabend in einer Seniorenresidenz zu verbringen. Doch alle Geschwister haben den Eindruck, dass sie sich dort absolut nicht wohlfühlt. Doch wer von ihnen hätte Platz und Zeit, um Dinkie bei sich aufzunehmen und sich um die alte Dame zu kümmern? Da werden die Verantwortungen wie Platzsets über den Esstisch geschoben…

Man sieht also schon – es sind verwirrend viele Themen, die in diesem Roman aufgegriffen werden und ich kann hier noch nicht mal über alle schreiben, da das zuviel über die Entwicklung der Geschichte verraten würde. Mit diesem Roman ist es für mich tatsächlich so wie mit einer „schrecklich netten Familie“ – man kann herzlich über sie lachen, ist aber heilfroh, diese Probleme und diesen ständigen Trubel nicht im eigenen Haus zu haben.

Wer turbulente Familienkomödien mit Augenzwinkern mag, der ist hier genau richtig (und tatsächlich könnte ich mir dieses Buch sehr gut als Film vorstellen). Mir persönlich war es jedoch ein wenig zu trubelig und hektisch, ich bin der Meinung, es wäre auch eine schöne Geschichte gewesen, wenn man nicht versucht hätte, jede nur mögliche Lebenssituation darin einzufangen. Für mich also etwas zuviel des Guten – vielleicht aber für viele Leser genau richtig.

Babylu

Beiträge 16
09.01.2020

Ein wundervolles Cover,das mir persönlich auch schon total Lust auf den Frühling und einen guten Kaffee macht!Juliet Ashton hat eine tolle Art zu schreiben und schafft es die Figuren sehr realistisch darzustellen.Die Geschichte ist auf der einen Seite sehr leicht,man befindet sich bei Kaffee und Tee mit der Familie. Andererseits zeigt sie uns auch die Themen des Lebens, mit den wir alle einmal kämpfen und hardern. Ein tolles Buch das einfach Spaß macht!

honeyblossom

Beiträge 24
05.07.2020

    „Der Sunday Lunch Club“ von Juliet Ashton ist ein bunter Familienroman, in dem es um Anna Piper und ihre drei Geschwister geht. Mit ihnen, ihrer Großmutter Dinkie und mal dem einen oder anderen Lebensabschnittspartner trifft sich Anna immer sonntags zum Lunch. Es ist eine bunte Runde an Persönlichkeiten, die da aufeinandertrifft, was natürlich auch den einen oder anderen Konflikt nach sich zieht. Aber jeder hat auch ein Geheimnis, das im Laufe der Handlung offenbart wird. Anna zum Beispiel unterbreitet ihrer Familie bei einem dieser Mittagessen, dass sie von einem One Night Stand schwanger ist. Sie ist aber nicht die Einzige, deren Leben sich in den wenigen Monaten bis zur Geburt ändert. Ihre Schwester Maeve zum Beispiel hat eine Beziehung zu einem Mann, die zum Scheitern verurteilt ist, ihr Bruder Neil, der in einer homosexuellen Ehe ist und gerade ein Kind adoptiert hat, stellt seine Rolle als Vater in Frage und ihr anderer Bruder Josh verbirgt ebenfalls ein Geheimnis vor seiner Familie, das ihm schwer auf dem Herzen liegt.

    Der Roman beleuchtet eine Vielfalt von Problemen, die den familiären Zusammenhalt auch zum Teil schwer auf die Probe stellen. Ich fand es aber gut, dass eben jede Figur so ihre ganz eigene Geschichte bekam und man fiebert als Leser auch mit allen mit. Ich würde daher aber nicht unbedingt sagen, dass es sich um eine leichte Lektüre für Zwischendurch handelt, vielmehr verlangt die Geschichte dem Leser zu manchen Themen doch einiges an Verständnis ab.

    Sparkling

    Beiträge 19
    30.06.2020

      Eigentlich hat der Klappentext mich gar nicht angesprochen, doch ich habe dem Buch trotzdem eine Chance gegeben.
      Am Anfang wurde ich mit den Charakteren überhaupt nicht warm. Eigentlich hat mir die gesamte erste Hälfte des Buches überhaupt nicht gefallen. Es war einfach chaotisch und unsympathisch.
      Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, doch dann wurde es besser. Viel besser!
      Es gab ein paar vorraussehbare aber doch gut umgesetzte Überraschungen und auch ein paar, die nicht so vorraussehbar waren.
      Die Geschichte war teils etwas schräg, teils verrückt, teils lustig, teils unfassbar romantisch, teils rührte sie einen fast zu Tränen.
      Es ist unglaublich, wie viele Aspekte der Autor hier unter gebracht hat. Manche begnügen sich mit Homosexualität, doch hier war irgendwie alles dabei!
      Die Geschichte hat eine wirklich schöne Botschaft.
      Die zweite Häfte hat wirklich alles wieder raus gerissen und selbst das Ende.. es war einfach schön. Super schön geschrieben und berührend. Man kann nicht anders als begeistert zu sein.

      Ingemoni

      Beiträge 8
      16.06.2020

        Das war ja mal eine ziemlich verrückte Familien-/ Freunde- lass - uns - mal - jeden - Monat - essen - gehen - Geschichte. So viele Personen mit unterschiedlichen Vorlieben und Geschichten, teilweise Familienmitglieder mit vielen Geheimnissen voreinander, teilweise Freunde die bleiben oder auch wieder gehen. Das war sehr interessant zu lesen du hat mir einen netten Nachmittag beschert.

        Liz

        Beiträge 12
        04.05.2020

          „Vielleicht war Dylan nicht alltagstauglich - er konnte das Gartentor nicht ohne ihre Hilfe öffnen - , aber er hatte Herz. Und Herz schlägt Hirn, jedes Mal.“
          Seite 57

          Inhalt:

          In vierzehn Tagen kann viel passieren. Zum Beispiel kann man sich beinahe-aber-nicht-ganz verlieben. Seite 93
          Der Sunday Lunch Club ist eine Tradition von Annas Familie. Ihre Geschwister, die jeweiligen Partner, die geliebte Oma und sogar ihr Exmann. Es wird viel gelacht und viel gegessen, manchmal wird auch über Wichtiges geschwiegen und manchmal wird gestritten und geweint. Aber am Ende, gibt es immer den Nachtisch. Doch alles wird anders, als Anna nach einem One-Night-Stand schwanger zurückbleibt. Und sich dann auch noch beim nächsten Sunday Lunch erneut verliebt …

          Meinung:
          Annas Familie ist groß und bunt und laut. Da ist ihr Bruder Neill mit seinem Mann und dem frisch adoptierten Baby, ihre Schwester Maeve mit ihrem Sohn Storm, die mehr Hippie ist, als alles andere. Josh, der Stille, den alle behandeln, als wäre er aus Glas, Sam, Annas Ex-Ehemann, bester Freund und Geschäftspartner und die Großmutter, die ihre Küken alle heiß und innig liebt. Sie alle sind eng verbunden und geraten gerade deshalb auch mal anneinander.
          Als Anna bemerkt, dass sie schwanger ist, will sie es erstmal Sam sagen, sie ist sich sicher, dass er sie unterstützen wird. Doch dann bringt Sam plötzlich eine neue Freundin mit zum Lunch und Anna ist verwirrt von ihren Gefühlen. Und dann bringt Josh einen Freund mit, Luca … und Anna verliebt sich innerhalb eines Lunches.
          „Hast du ihr eine Nachricht geschrieben?“
          „Möglicherweise. (…) Nichts allzu Schwerwiegendes. Habe ihr nur gesagt, dass sie die Liebe meines Lebens ist.“ Seite 201

          Die Geschichte startet mit einem bunten Wirbel aus sehr vielen Leuten. Aber ich habe schnell in die Geschichte hineingefunden und konnte jede Person gut zuordnen. Bei jedem Lunch Club erfährt man ein Stückchen mehr über die Gegenwart und die Vergangenheit der Figuren und was sie miteinander verbindet. Im Laufe der Geschichte kommen einige Geheimnisse ans Licht. Es gibt viele Problemthemen, teilweise sehr aktuell und teilweise schon viel besprochen. Aber sie alle fügen sich zu einer guten Geschichte zusammen und ich mochte, wie die Familie zusammensteht und die Dinge angeht.

          Mit Anna hatte ich so meine Probleme. Sie stand mir teilweise zu wenig für sich selbst ein, ließ sich zu viel mitreißen und konnte nicht Nein sagen. Auf der anderen Seite, ist sie die gute Seele und hat ein schweres Schicksal.

          Lass uns unsere eigene Geschichte schreiben. Lass uns ein glückliches Ende dranheften. Seite 383

          Der Schreibstill ist teilweise sehr verschlungen und wechselt ab und an zu abrupt. Das macht die Geschichte schneller, aber auch etwas wirr. Eine Weile hat mir das Herz gefehlt, aber in der zweiten Hälfte des Buches habe ich mich wirklich rund um wohl gefühlt und das Buch innerhalb eines Tages verschlungen.

          PS: Es gibt sehr viel Essen, lest es nicht hungrig =D

          Urteil: Ein buntes Buch, über eine noch viel buntere Familie, die mir sehr sympathisch war und in deren Geschichten ich mich sehr wohl gefühlt habe ♥

          AntjeDomenic

          Beiträge 39
          24.04.2020

            Das Cover des Buches hat mich direkt angesprochen und als ich dann den Klappentext las erwartete ich eine lustige aber auch ernste Geschichte aus dem Leben einer Familie. Die Autorin sagte mir nichts und von daher konnte ich auch keine allzu großen Erwartungen haben. Ich ließ mich überraschen.


            Der Roman wird aus der Sicht von Anna geschrieben. Anna hat 3 weitere Geschwister. Zwei davon sind viel jünger als Sie. Anna ist schwanger von einem One Night Stand mit einem 21jährigen. Sie kann auch mit der neuen Partnerin ihres Ex-Mannes nicht viel anfangen. Immer wieder gibt es Streitigkeiten. Doch irgendwie kann ihre Familie auch nicht wirklich dem Ex-Mann aus der Familie verbannen. Denn er gehört nach wie vor dazu. Anna arbeitet auch mit ihrem Ex-Mann zusammen, was die Sache nicht wirklich einfacher macht. Doch das ist nicht Alles, denn Anna hat ein Geheimnis, was niemand weiß.


            Nach und nach lernt man auch die Geschwister von Anna kennen und die Treffen, die in der Familie regelmäßig stattfinden. Im Roman hat die Autorin viele Themen untergebracht und ich war zu keiner Zeit gelangweilt vom Lesen oder der Geschichte. Ich habe mich sofort gut eingefunden und habe das Buch an einem Stück gelesen.


            Dieses Buch hat mir wirklich gut gefallen und ich hoffe, das ich noch weitere Bücher der Autorin lesen werde.

            himbeerhummel

            Beiträge 24
            12.04.2020

              Der Sunday Lunch Club von Juliet Ashton ist eine wunderbare Familiengeschichte mit vielen Höhen und Tiefen.

              Angesprochen hat mich an dem Buch v.a. das schöne Cover und auch der Klappentext machte mich neugierig auf diese nicht alltägliche Familiengeschichte, in der es um Anna und ihre Geschwister geht, die sich immer sonntags zum Lunch bei einem der Geschwister treffen. Dort wird nicht nur gegessen, sondern es treffen mit den Gästen des Lunches auch immer ganz viele verschiedene und bunte Persönlichkeiten aufeinander. Alle haben ihre Probleme aber in der Familie werden sie gelöst. So ist ihr schwuler Bruder Neil z.B. gerade unzufrieden damit, wie sich seine Beziehung seit der Adoption des Babys entwickelt, Annas flippige Schwester Maeve hat ein Verhältnis mit einem Mann, der ihr nicht gut tut und außerdem einen pubertierenden Sohn, der selbst einige Probleme hat und Josh wiederum verbirgt ein Geheimnis vor der Familie, das er nur mit einer Therapie bewältigen kann. Und Anna selbst stellt fest, dass sie von einem One-Night-Stand schwanger geworden ist. Bis zur Geburt ihres Babys begleiten wir Anna nun auf die turbulenten Familienzusammenkünfte und als Leser drückt man einfach nur die Daumen, dass auch sie ihr Glück am Ende findet.

              Es geht in diesem Roman also weniger um Romantik, aber um Beziehungen innerhalb der Familie, was mal eine schöne Abwechslung war. Insgesamt habe ich mich mit dem Roman gut unterhalten, da auch einige gesellschaftskritische Themen angeschnitten werden und man mit den Figuren gut mitfühlen kann.

              lese_inge

              1 Beitrag
              11.04.2020

                Jeden Sonntag trifft sich Annas Familie zum Essen. Mit von der Partie sind ihre Geschwister sowie die Großmutter. Auch ihr Exmann Sam, der ihr bester Freund und außerdem Annas Geschäftspartner ist, darf nicht fehlen. Außgerechnet als Anna ihrer Familie beichten will, dass sie schwanger ist, stellt Sam seine neue Freundin vor. Anna ist wie vor den Kopf geschlagen und verwirrt von ihren eigenen Gefühlen.

                Die Geschichte beginnt mit einer Vielzahl an Personen, die es erst einmal auseinander zu halten gilt. Schnell bekommt man jedoch mit wer wohin gehört. Bei jedem Lunch Club erfährt der Leser mehr über Anna, ihre Geschwister und deren Beziehungen. Auch ein lang verschwiegenes und tief verwurzeltes Geheimniss dringt langsam an die Oberfläche. Die Gefühle der Protagonisten und Nebenfiguren werden gut beschrieben und nachvollziehbar dargestellt. Insgesamt wird eine Vielzahl an Themen verarbeitet und mit Tabus gebrochen.

                Anfangs fragte ich mich noch wohin die Reise gehen soll, da ein Lunch Club an den nächsten gereiht wird. Doch im Laufe der Geschichte verstand ich dann immer mehr wie tief verwurzelt die Erlebnisse und Erfahrungen von Anna und ihren Liebsten eigentlich sind. Das Buch ist einerseits ein bisschen langatmig aber andererseits sehr vielschichtig und unterhaltsam. Richtig fesseln konnte mich die Story nicht und bringt es daher auf 3,5 Sterne.

                Fenny

                Beiträge 13
                10.04.2020

                  Das Cover hat mich total angesprochen und trug für mich mit zur Kaufentscheidung bei. Immerhin lasse ich mich nur vom Klappentext und vom Cover leiten.
                  An sich finde ich die Idee sehr schön, dass jeden Sonntag im Freundes- und Familienkreis in so großer Runde gegessen, debattiert und gelacht wird. Allerdings war für mich der Anfang sehr zäh. Auch wenn die Figuren einem schnell irgendwie ans Herz wachsen, plätscherte die Handlung eher so nichtssagend dahin, was für mich dann auch zum Punktabzug führt. Als dann aber rauskommt, dass jeder der Geschwister ein Geheimnis hat, welches nach und nach aufgedeckt wird (sogar Oma Dinkie), da wird es doch bedeutend spannender und das Buch nimmt endlich an Fahrt auf. Da machte es dann wirklich Spaß.
                  Mein Fazit: Es ist eine nette Unterhaltung für den lauen Frühlingsabend. Aber ich denke, ich würde es nicht erneut lesen...

                  regenprinz

                  Beiträge 16
                  06.04.2020

                    Mir hat dieser Roman von Juliet Ashton gut gefallen. Die Idee mit den sonntäglichen Treffen der Piperschen Familie zum Essen samt Freunden und wichtigen Bezugspersonen stellt sozusagen den Kern der Handlung dar, um den sich ein munterer Figurenreigen mit vielen, speziellen Einzelschicksalen bildet.
                    Im Zentrum steht dabei Anna, die unverhofft schwanger wird, nachdem sie damit gar nicht mehr gerechnet hat. Aber neben Annas fortschreitender Schwangerschaft geht es auch um die ganz unterschiedlichen Lebenswege ihrer Geschwister Maeve, Neil und Josh, sowie um Annas Ex-Mann Sam, um ihren halbwüchsigen Neffen Storm oder ihre irische Großmutter Dinkie, die auch schon lange ein Geheimnis hütet.
                    Zu Annas aufregendem neuen Leben gehört außerdem noch ein Hund namens Yeti, sowie ein Mann namens Luca (von dem sie annimmt, er würde bald wieder verschwinden), und jemand, der ihr anonyme Briefe in den Briefkasten steckt und sie damit zwingt, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen …
                    Ich möchte hier nichts weiter zum Inhalt verraten. Der Roman ist unterhaltsam, humorvoll und spannend erzählt und er hat mich inhaltlich mit den ungewöhnlichen Lebensschicksalen seiner Figuren überzeugt, die in den wechselnden Kapiteln zu den Lunch-Begegnungen geschildert werden. Am Ende habe ich das Buch jedenfalls mit einem Lächeln zugeklappt.

                    Blondy67

                    Beiträge 3
                    03.04.2020

                      Ein Buch mit Herz und Verstand, so lässt sich der Roman vielleicht in kurzen Zügen beschreiben.

                      Ich fand das Geflecht der ganzen Beziehungen sehr gut beschrieben. Jeder der Protagonisten hat seine Probleme und seine Leichen im Keller.

                      Alles rankt sich um die Lebens- und Liebesgeschichte von Anna, die durch eine kurze Affäre mit 40 schwanger wird. Geprägt durch negative Lebenserfahrungen, aber gestützt durch eine wunderbare Familie und Freunde, wendet sich alles zum Guten.

                      Der Schreibstil ist eingängig, die Personen sind herzlich, schrullig und eindrücklich beschrieben, daß man schon recht früh das Gefühl hatte, sie persönlich zu kennen.

                      Für mich ein toller Wohlfühlroman!

                      jackleser

                      Beiträge 42
                      03.04.2020

                        Sonntags treffen sich die Geschwister Piper mit Partnern und Freunden zum Essen. Auch Großmutter Dinkie ist immer dabei. Es wird gegessen, gequatscht und auch mal gestritten. Dolch dann rückt Anna mit einer überraschenden Nachricht heraus. Sie ist schwanger. Anna hatte nicht mit so etwas gerechnet und noch weniger damit, dass sie sich ausgerechnet jetzt verliebt.
                        Der Schreibstil der Autorin Juliet Ashton ist angenehm zu lesen. Die Beteiligten des Sunday Lunch Clubs berichten aus ihrer Sicht und so lernt man sie gut kennen.
                        Die Eltern der Geschwister verbringen ihren Lebensabend in Florida. Schon immer fühlten sich Anna und Neil für ihre Geschwister Mave und Josh verantwortlich, da die Eltern ganz selbstverständlich davon ausgingen, dass die Größeren sich um die Kleineren kümmern. Das hat sich auch immer noch nicht geändert. Auch Annas Ex Sam gehört auch immer noch zum Club. Jeder trägt sein Päckchen mit sich herum und es gibt auch das ein oder andere Geheimnis. Oma Dinkie fühlt sich in ihrer Seniorenresidenz nicht wohl und auch sie ist nicht ganz ehrlich, was die Vergangenheit betrifft.
                        Anna ist schwanger. Geplant war das nicht, aber es ist nun einmal bei einem One-Night-Stand passiert und Anna ist nicht unglücklich darüber. Aber sie kann sich ja auf ihre Familie verlassen. Dumm nur, dass sie sich dann ausgerechnet wieder verliebt – in Luca, der keine Kinder mag.
                        Es sind eine Menge Probleme, die das Schicksal den Geschwistern auferlegt. Mir waren das ein paar Probleme zu viel. Zum Glück fühlen sich alle mit einander verbunden und das Leben bietet ja auch immer wieder Überraschungen.
                        Es geht recht turbulent zu in dieser Geschichte und daher ist das Ganze dann doch unterhaltsam.

                        Katy15986

                        Beiträge 12
                        02.04.2020

                          Eine wirklich tolle Geschichte über die alltäglichen Dinge einer Familie. Die Charaktere sind super gut ausgearbeitet und man kann sich gut in jeden Einzelnen hineinversetzen. Leider waren mir die vielen Klischees doch ein bisschen to much!
                          Ein paar Rezepte im Anhang hätten sehr gut gepasst, wenn man schon so viel vom Essen liest.

                          Christiane

                          Beiträge 14
                          26.03.2020

                            Wie schade, ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. Das Cover ist wunderschön und auch die Thematik "große Familie = viele Probleme" hat mich sehr am Sunday Lunch Club gereizt.
                            Irgendwie hat mich aber die Geschichte um Anna und ihre Familie nicht richtig packen können. Mir waren es zu viele lose Enden, und ich hatte das Gefühl, dass nun auch wirklich jedes gesellschaftliche Problem in der Familiengeschichte verarbeitet werden musste.
                            Alle Charaktere sind liebevoll beschrieben und sie wachsen einem beim Lesen ans Herz. Auch die jeweiligen Umfelder der Protagonisten, insbesondere deren Häuser bzw. Wohnungen sind detailreich beschrieben. Und doch: mir fehlte die Spannung. Letztendlich war wohl zu viel gewollt. Etwas weniger Problematik hätte dem Buch gut getan.
                            gut gefallen hat mir Annas Liebesgeschichte.

                            tuet-tuet

                            Beiträge 6
                            16.03.2020

                              Regelmäßig sonntags trifft sich Anna mit ihrer Familie zum Mittag. Doch wie werden sie die Nachricht aufnehmen, dass sie mit 40 Jahren noch von einem One-night-stand schwanger geworden ist? Und wird ihre Vergangenheit Anna noch vor der Geburt einholen?

                              Das Buch ist ein toller Roman, in dem die Charaktere liebevoll gezeichnet sind, sodass man sich schon innerhalb weniger Seiten als stiller Teil der Familie fühlt und alle in sein Herz schließt. Jedes der vielen Mitglieder bringt seine eigenen Sorgen mit, sodass es nie langweilig wird, die einzelnen Handlungstränge allerdings zum Teil auch nur angeschnitten werden. Oft habe ich mir gewünscht, mehr zu einer Geschichte zu erfahren, vor allem, da nur die Sonntagstreffen erzählt, die Zeit dazwischen nur kurz zusammengefasst wird. Stellenweise hat mich der Roman emotional weniger berührt und zum Nachdenken gebracht, als er es bezüglich einiger ernsterer Themen gekonnt hätte. Er ist allerdings sehr humorvoll geschrieben, immer wieder musste ich schmunzeln. Auch der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig.
                              Insgesamt habe ich die Charaktere sehr in mein Herz geschlossen, der Roman an sich war aber eher wie eine Kuscheldecke, etwas, in das man sich gerne abends zum Wohlfühlen einmummelt, das jetzt aber trotz einiger Wendungen keine riesige Spannung oder die ganz großen Gefühle erzeugt.

                              Vielleserin

                              Beiträge 43
                              11.03.2020

                                Dieser Roman läßt sich sehr gut lesen, ist bildlich geschrieben und der Leser ist gleich mitten dabei.
                                Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und entwickeln sich weiter. Jeder hat seine Eigenart und Probleme. Es wird geweint und gelacht und beim Leser kommen auch teilweise die Emotionen hoch.
                                Es hat sehr viel Spaß gemacht diesen Roman zu lesen. Kleine Anmerkung: es wäre schön gewesen wenn die Menüs auch in Rezeptform z.B. im Anhang aufgeführt worden wären.

                                LeseMausChristina

                                Beiträge 9
                                05.03.2020

                                  Es ist ein schönes Buch, nur am Anfang recht langwierig durch die Vorstellung der Personen. Ab ca der Hälfte des Buches beginnt die Spannungskurve. Ab da ab konnte ich es nicht erwarten wie die Geschichte endet.

                                  bärin

                                  Beiträge 11
                                  03.03.2020

                                    Der Sunday Lunch Club ist eine feste Einrichtung bei der Familie Piper. Alle paar Sonntage trifft sich die Familie bei einem anderen Mitglied Zuhause. Dann wird gekocht, gegessen, zu viel Alkohol getrunken, gelästert und gestritten - aber dennoch haben sich alle lieb! Die 40-jährige Anna ist die große Schwester, die sich für alle verantwortlich fühlt. Sie ist nach einem One-Night-Stand mit einem wesentlich jüngeren Mann schwanger und natürlich verkündet sie diese Neuigkeit an einem Club-Sonntag. Und es ist auch ein solcher Sonntag, an dem sie mit Luca, dem Therapeuten ihres jüngsten Bruders Josh, die große Liebe ihres Lebens trifft. Weitere regelmäßige Teilnehmer sind ihr schwuler Bruder Neil mit Ehemann Santiago und der kleinen Paloma, die sie beide adoptiert haben. Dazu kommen noch ihre jüngere Hippie-Schwester Maeve und deren pubertierender Sohn Storm. Ab und zu nimmt auch die Großmutter Dinkie teil, die nun in einer Seniorenresidenz wohnt und den Verkauf ihres Hauses mittlerweile schon bereut hat, da es ihr im Heim so gar nicht gefällt. Sam ist der Exmann von Anna und ihr Geschäftspartner, mit dem sie sich immer noch gut versteht und dem sie alles erzählen kann, was sich etwas ändert, als er zum ersten Mal seine Freundin mit zum Lunch bringt.

                                    Jedes Kapitel beginnt mit der Überschrift "Lunch bei ....", danach folgt die Aufzählung des Menüs, was manchmal genauso geboten wird, manchmal aber auch etwas reduziert ausfällt, wenn z. B. Maeve vergessen hat, die Zutaten einzukaufen oder Neil ins Schleudern gerät, weil sein Ehemann nicht hier ist und er sich selbst um Baby Paloma kümmern muss. Aber letzendlich gibt es wieder genug zum Essen und vor allem zum Trinken und keiner hat Lust, nach Hause zu gehen.

                                    Diese tolle Familiengeschichte ist sehr mitreißend geschrieben - es gibt viel zum Lachen, aber auch zum Weinen. Nach und nach erfährt man immer mehr über die einzelnen Teilnehmer und man wird stückchenweise in deren Vergangenheit und den damit verbundenen Problemen eingeführt. Fast jeder hat hier sozusagen eine Leiche im Keller und schlägt sich mit irgendwelchen Altlasten herum. Das ist teils schon recht heftig, aber auch sehr interessant. Ich habe es sehr genossen, diese sympathischen und teils chaotischen Club-Mitglieder kennenlernen zu dürfen und habe mich mit ihnen mitgefreut und mitgelitten.

                                    Sanabelle

                                    Beiträge 6
                                    25.02.2020

                                      Dauersingle Anna lässt die "Babybombe" ausgerechnet an dem wöchentlichen und sonntäglichen Lunch im Kreise ihrer Familie und Freunde platzen. Nur das Problem ist, dass sie gar nicht mehr mit einem Kind in ihrem Alter gerechnet hat und das Baby das Resultat eines One-Night-Stand ist. Die Familie steht natürlich hinter ihr und ausgerechnet beim nächsten "Sunday Lunch" verliebt sie sich in einen anderen. Ob sich das ganze wohl zu einem guten Ende entwickeln wird.. Eine nette Geschichte für zwischendurch. Wer eher leichte Lektüre mag, wird mit diesem Buch sicher glücklich. Mir fehlte allerdings die geistige Herausforderung. Zumal einige Stellen etwas hanebüchen herüber kommen. Auch mit den Charakteren wurde ich nicht richtig warm und fand sie so ziemlich alle oberflächlich.
                                      Deswegen gibt es von mir 3 Sterne.

                                      Yvou

                                      Beiträge 29
                                      25.02.2020

                                        Immer wieder sonntags trifft sich Anna mit Familie und Freunden zum Essen. Meistens sind ihre drei Geschwister dabei, die geliebte Oma und sogar ihr Exmann. Es wird geredet, gelacht, gegessen. Manchmal wird Wichtiges verschwiegen, manchmal fallen die falschen Worte, aber am Ende freuen sich alle auf den Nachtisch.
                                        An einem dieser Sonntage lässt Dauersingle Anna jedoch die Bombe platzen: Sie ist schwanger. Der Vater: ein One-Night-Stand. Auch wenn die Familie hinter ihr steht - mit einem eigenen Kind hat Anna nicht mehr gerechnet. Und erst recht nicht damit, sich schon beim nächsten Sunday Lunch neu zu verlieben …
                                        Es ist wie in manchen Filmen auch, sonntags wird zusammengegessen, die ganze Familie samt Oma kommen dazu zusammen. Die Familie ist recht groß, was ich jedoch sehr komisch fand, dass der Ex Mann der einen Tochter auch dabei ist, aber gut. Oma wohnt mittlerweile in einer Senioren Residenz, aber trotzdem ist sie sonntags dabei. Jeder in der Familie hat Geheimnisse, welche er auch schön für sich behält. Ich persönlich fand es manchmal recht langgezogen. Der Schreibstil an sich ist gut gewesen.

                                        Franzi79

                                        Beiträge 10
                                        22.02.2020

                                          Das Buch zieht sich in der ersten Hälfte ziemlich hin. Es werden alle Charaktere vorgestellt, aber sonst passiert eigentlich nicht viel. Trotzdem sind die verschiedenen Menschen alle sehr liebswert und man fühlt sich verbunden. Im zweiten Teil nimmt das Buch Fahrt auf und es gibt ein paar spannende Entwicklungen. Insgesamt ist es ein sehr schönes Buch mit schönem Ende

                                          Gudrun M.

                                          Beiträge 5
                                          22.02.2020

                                            Der Schreibstil hat mich leider überhaupt nicht mit ins Geschehen versetzt. Obwohl die Erläuterungen eingängig waren, haben mich viele verwendete Ausdrücke und Floskeln immer wieder vom "Eintauchen" abgehalten.
                                            Die Vorgänge sind für mich zu sehr aufgezählt und so konnte ich zwar die Geschehnisse nachvollziehen, jedoch keinen Bezug dazu aufbauen.

                                            Für mich war dieses Buch leider überhaupt kein Lesespaß.

                                            Mein Fazit: leider sehr enttäuschend

                                            pixibuch1

                                            Beiträge 22
                                            19.02.2020

                                              Nachdem die Eltern von Anna nach Australien ausgewandert sind, treffen sich die Geschwister und Großmutter Dinkie samt Pflegerin und einigen Freunden reihum zum wöchentlichen Sunday Lunch. Sogar der Ex-Mann von Anna kommt mit seiner neuen Partnerin. Die vier Geschwister Anna, Neil, Maeve und Josh sind total unterschiedlich. Hier wird jeden Sonntag gegessen, geredet, gestritten und debattiert. Jeder hat etwas zu erzählen und man fühlt sich einfach wohl. Bis eines Tages Anna die Bombe platzen läßt. Sie ist schwanger und das mit 40 Jahren. Der Vater des Kindes ist halb so alt wie sie und war eine One-Night-Stand. Und dann kommt es, wie es kommen muß. Beim nächsten Sundy Lunch verliebt sie sich unsterblich in den Freund ihres Bruders. Die ersten 150 Seiten lesen sich gemütlich. Sie plätschern so leise dahin. Man ißt, trinktviel zu viel und am Ende gibt es Streit oder Melancholie. Dann aber überstürzen sich die Ereignisse. Jedes der Geschwister hat eine Schwachstelle, ein dunkles Geheimnis, das nach und nach bei den folgenden Sonntagen aufgedeckt wird. Der Leser kann aber diesem Zeitpunkt dann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Sogar Oma Dinkie hat ihr Leben lang mit einer Lüge verbracht. Hier ab dem zweiten Drittel holt die Autorin einiges nach, was im ersten Teil des Buches zu behäbig war. Man lebt und leidet mi den Protagonisten. Jedes neue Kapitel beginnt mit der Menuefolge und dem Namen, bei dem der Lunch stattfindet. dasgefällt mir persönlich sehr gut, weißman doch genau, wie bewandert der Gastgeber in seinen Kochkünsten ist. Das bunte Cover mit Blumen, Teller, Besteck und Weinglas g´harmonisert sehr gut mit dem Titel. Alles in allem, eine gute Unterhaltung.

                                              C. Sch.

                                              Beiträge 47
                                              18.02.2020

                                                INHALT:
                                                Immer wieder an einem Sonntag trifft sich Anna mit Freunden und Familie zum Essen. Mit dabei sind ihre Geschwister, ihre Oma und sogar ihr Exmann. Sie haben sich "Der Sunday Lunch Club" genannt. Es ist eine tolle Runde, in der gelacht, gegessen und über alles geredet wird. Manchmal witzig, manchmal sehr ernst, aber alle schätzen diesen Lunch Club sehr. Und an einem dieser Sonntage hat Anna, die Dauersingle ist, eine wichtige Mitteilung zu machen. Sie ist schwanger und der Vater ist ein One Night Stand. Bähm diese Nachricht hat eingeschlagen. Denn damit hätte selbst Anna nicht gerechnet und schon gar nicht damit, sich beim nächsten Treffen zu verlieben.
                                                MEINE MEINUNG:
                                                Schon das wunderschöne Cover hat mich verzaubert und ich wollte diese Geschichte unbedingt lesen. Kaum angefangen, fiel mir auch schon der tolle Schreibstil der Autorin auf. Sehr unterhaltsam und humorvoll schildert sie die sonntäglichen Treffen und nicht nur diese, man bekommt auch ganz viel Input aus dem Leben der verschiedenen Charaktere. Und von Charaktere gibt es einige in diesem Buch. Aber nicht so, dass sie mich verwirrten, sondern sie waren vielschichtig und facettenreich und es war Potpourry aus den verschiedensten Lebensweisen. Es ist eine Familie, eine Gemeinschaft, ein Freundeskreis und ich wollte so gern dazugehören. Es klingt alles so unterhaltsam, so heimelig und man fühlt sich nie allein. Auch ernste Themen werden besprochen und alle stehen hinter jedem. Der unheimlich gute Zusammenhalt und das Zusammenspiel der Charaktere tritt hier in den Vordergrund und es ist einfach so schon zu lesen. Auch der Humor kommt hier nicht zu kurz. Am Ende überrascht die Autorin dann noch mit einem großem Aha, Achso und na klar Moment.
                                                FAZIT:
                                                Solch eine Runde wünsche ich mir auch. Facettenreiche und interessante Charaktere und alle zusammengenommen ergeben ein großes Ganzes.

                                                erlesen

                                                Beiträge 4
                                                17.02.2020

                                                  Als Mutter der Kompanie hat Anna viele Fäden in der Hand. In kurzen Abständen trifft sie sich sonntags mit ihren Geschwistern und deren Partnern zum Lunch, auch ihr Exmann und manchmal sogar ihre geliebte Großmutter sind mit in der Runde vertreten - nicht nur um kulinarische Vorlieben kennenzulernen, sondern um vor allen Dingen gedanklichen Austausch mit allen zu pflegen, um Mut zu machen und keinen ihrer drei sehr individuellen Geschwister zu verlieren. Doch gerade jetzt ist Anna diejenige, die am meisten Mut und Hoffnung braucht. Auf der Suche nach der großen, bleibenden Liebe ist nun ganz unerwartet ein Baby unterwegs - doch längst nicht mit dem Hintergrund, den sich Anna vorgestellt hat. So bleibt alles weiterhin ein Kampf und die große Liebe nur ein Silberstreif am Horizont.
                                                  Ein sehr eingängiges Buch, in dem es sehr menschelt! Und so fühlt man sich schon nach wenigen Seiten aufgenommen in den Kreis dieser bunt gewürfelten Familie und kann deren chaotische Liebe hautnah spüren. Jeder Einzelne macht das durch, was man das Leben nennt. Die Autorin hat sich nichts aus den Fingern gesaugt, sondern jede einzelne Episode könnte genau so bei mir, bei Dir, bei den Nachbarn passieren. Manchmal sind die Überraschungen und Wendungen zwar sehr dicht gedrängt, aber nichts davon fand ich übertrieben. Ich würde mich total über eine Fortsetzung rund um diese Trubeltruppe freuen, jeder einzelne Charakter bietet so viel Stoff. Das Cover ist dem Thema passend gestaltet und gefällt mir ebenfalls sehr gut!

                                                  Langeweile

                                                  Beiträge 34
                                                  16.02.2020

                                                    Inhalt übernommen:

                                                    Immer wieder sonntags trifft sich Anna mit Familie und Freunden zum Essen. Meistens sind ihre drei Geschwister dabei, die geliebte Oma und sogar ihr Exmann. Es wird geredet, gelacht, gegessen. Manchmal wird Wichtiges verschwiegen, manchmal fallen die falschen Worte, aber am Ende freuen sich alle auf den Nachtisch.
                                                    An einem dieser Sonntage lässt Dauersingle Anna jedoch die Bombe platzen: Sie ist schwanger. Der Vater: ein One-Night-Stand. Auch wenn die Familie hinter ihr steht - mit einem eigenen Kind hat Anna nicht mehr gerechnet. Und erst recht nicht damit, sich schon beim nächsten Sunday Lunch neu zu verlieben …

                                                    Meine Meinung:

                                                    Vorab möchte ich sagen, dass ich die Idee des Buches sehr gelungen finde. Eine Familie trifft sich in regelmäßigen Abständen bei einem Familienmitglied zum Lunch. Die Großmutter, die inzwischen in einer Seniorenresidenz wohnt, wird ebenso zu den Treffen eingeladen, wie auch der Exmann einer Tochter. Auch gefiel es mir gut,dass jedem Kapitel das jeweilige Menü vorangestellt wurde.
                                                    Es handelt sich um eine ziemlich unkonventionelle Familie, in der jeder mehr oder weniger viele Geheimnisse hütet.
                                                    Nach und nach werden dabei die einzelnen Probleme (davon hat die Familie mehr als reichlich),diskutiert. Die Autorin hat versucht möglichst viele Themen in die Geschichte einzubringen und sie dadurch sehr überfrachtet,hier wäre weniger mehr gewesen.Alle Themen wurden angerissen, aber nicht vertieft, dadurch konnte ich keine wirkliche Nähe zu den einzelnen Personen aufbauen.

                                                    Fazit:

                                                    Ein Buch, was sich zwar flüssig lesen ließ,aber keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat.

                                                    vronika22

                                                    Beiträge 28
                                                    15.02.2020

                                                      Das Cover und auch der Titel des Buches sind absolut ansprechend und haben mich sehr neugierig gemacht. Leider konnte mich der Inhalt und der Plot nicht so wirklich überzeugen.

                                                      Sonntags trifft sich Anna mit ihrer Familie in einer großen Runde zum traditionellen Sunday Lunch. Selbst ihr Ex ist regelmäßig dabei, was mich schon ein wenig überrascht hat. Dann lässt Anna die Bombe platzen, dass sie von einem One-Night-Stand schwanger ist. Sie hat zwar Kontakt zu dem Kindesvater, aber er könnte ihr Sohn sein und hat natürlich kein Interesse daran jetzt schon ein Kind großzuziehen.
                                                      Für mich ist der Inhalt des Buches irgendwie so vor sich hingeplätschert, es fehlte etwas Spannung und das gewisse Etwas. Dadurch hat mir auch etwas der Antrieb gefehlt, das Buch möglichst oft zur Hand zu nehmen.

                                                      Insgesamt hat mir auch ein wenig die Tiefe gefehlt. Ich konnte mich weder mit Anna, noch mit einem der anderen Charaktere identifizieren. Es waren relativ viele Personen, aber dafür wurden sie meiner Meinung nach eher oberflächlich skizziert und allesamt eher etwas eigen.
                                                      Trotzdem liest sich das Buch durchaus unterhaltsam. Aber für mich ist es aus den genannten Gründen wirklich eher ein durchschnittliches Buch, an das ich mich vermutlich nicht mehr allzu lange erinnern werde. Darum vergebe ich 3 Sterne.

                                                      Laudibook

                                                      Beiträge 11
                                                      12.02.2020

                                                        Nachdem die Eltern von Anna Piper nach Florida auswandern, um sich dort im Alter zur Ruhe zu setzen, gibt es seitdem bei den Piper Geschwister eine Lunch Tradition. Regelmäßig treffen sich Anna und ihre Geschwister, samt Partner, Expartner an Sonntagen zum Lunch Club. Abwechselnd ist einer der Mitglieder für ein gemeinsames Mittagessen zuständig.
                                                        Neil ist der Älteste. Er ist homosexuell und lebt mit seinem Mann Santiago und dessen Adoptivtochter zusammen. Maeve ist Annas und Neils deutlich jüngere Schwester. Sie ist geschieden und lebt und kümmert sich um ihren Teenagersohn Storm. Josh der Jüngste der Piper Geschwister, lässt niemanden so richtig an sich heran und kann sich nicht richtig öffnen. Auch Großmutter Dinkie, sowie Annas Ex-Mann sind Teil der Gemeinschaft.
                                                        Der Schreibstil von Juliet Ashton ist angenehm und flüssig zu lesen.
                                                        Spannungsreich und unterhaltsam erfährt der Leser von den kleinen und großen Geheimnissen, Problemen, Sorgen und Erlebnissen der Familie Piper.
                                                        Anna ist mit über 40 Jahren nach einem One-Night-Stand schwanger. Ihr Lover ist wesentlich jünger und vollkommen überfordert.
                                                        Vollkommen überfordert war ich dann, als Anna sich überraschend in den Therapeuten von Josh verliebt. Ich empfand die plötzlich eingehende Beziehung mit Luca absolut unpassend in ihrer Situation.
                                                        Das ganze Buch in überladen mit Problemen. Ich habe lange überlegt, was ich von dem Buch halte. Die Grundidee finde ich klasse. Das Buch liest sich flott weg und es gibt viele lustige Passagen. Im ganzen konnte die Geschichte mich aber nicht so ganz überzeugen.
                                                        Mir sind die Charaktere zu übertrieben klischeehaft dargestellt. Die Liebesgeschichte hat keine Emotionen bei mir ausgelöst und wirkte sehr unglaubwürdig. ⭐⭐⭐ von 5 Sternen

                                                        Micky21

                                                        Beiträge 2
                                                        10.02.2020

                                                          Anna und ihre Geschwister veranstalten sonntags reihum den „Sunday Lunch Club“. In wechselnden Konstellationen und bunt zusammengewürfelt trifft sich die Familie im Rahmen eines meist sehr guten Mittagessens und klatscht und tratscht über die Neuigkeiten der anwesenden Personen. Jedes der vier Geschwister hat ein anderes Kreuz zu tragen. Sei es Neil, der verheiratete, schwule Adoptivvater der kleinen Paloma und sein Ehemann Santi; Josh, der ein Geheimnis verbirgt; Maeve alleinerziehende Mutter eines Teenagers, deren Partner ständig wechseln; oder eben Anna, schwanger von einem One-Night-Stand, mit einem weiteren Geheimnis im Gepäck.
                                                          Die Charaktere haben mir wirklich gut gefallen und ich hatte das Gefühl bei jedem Lunch selbst am Tisch zu sitzen.
                                                          Ein wunderschönes Buch über die Irrungen und Wirrungen innerhalb einer Familie, die am Ende doch immer zueinanderfindet und zusammenhält.
                                                          Eine Geschichte über eine Familie, die jeden, der sich wagt, herzlich aufnimmt und wie einen der ihren behandelt.
                                                          Dieses Buch ist nur zu empfehlen!

                                                          weberin

                                                          Beiträge 22
                                                          09.02.2020

                                                            Die Bewertung des Buches „Der Sunday Lunch Club“ von Juliet Ashton fällt mir etwas schwer. Sowohl Cover als auch Klappentext haben mich wirklich sehr angesprochen. Ich versprach mir von dem Roman, in dem es um die 40-Jährige Anna und ihre drei Geschwister geht, einen unterhaltsamen Familienroman. Ich muss mich aber einigen anderen Rezensentinnen hier anschließen und gleich vorwegnehmen, dass mir die Handlung dann doch etwas zu „problemorientiert“ wurde.

                                                            Kurz zum Inhalt: Anna ist 40 und hat drei Geschwister, mit denen sie sich sonntags zum Lunch trifft. Dieses Familienessen findet immer bei jemand anderem statt. Außer den Geschwistern sind auch noch die Großmutter Dinkie, Annas Ex-Mann und einige andere Figuren bei den Essen anwesend. Und bei jedem Essen geht es turbulent her. Sei es, dass Annas Schwester Maeve mal wieder einen Mann kennengelernt hat oder dass Annas Bruder Neil mit seinem Ehemann und der kleinen adoptierten Paloma die Tischgesellschaft in Atem hält… es ist immer etwas los. Hinter dem heiteren Gekappel der Geschwister liegen allerdings alle möglichen Geheimnisse und Probleme vergraben, die während der Handlung des Buches mehr und mehr zum Thema werden. So wird Anna z.B. von einem One-Night-Stand schwanger, lernt dann den Therapeuten von ihrem anderen Bruder Josh kennen und verliebt sich in ihn. Neil hadert mit der Rollenverteilung in seiner Ehe, Maeve hat ein Verhältnis mit einem Mann, der es nicht gut mit ihr meint und auch Josh hat ein Geheimnis, das er schon viel zu lange vor der Familie versteckt.

                                                            Alles in allem war mir der Roman zu überladen mit Problemen. Es wurden sehr viele Themen angeschnitten, allerdings schafft man es durch die Dichte der Probleme nicht wirklich, sich einem Thema genauer zu widmen. Es kann sein, dass das an der Erzählperspektive liegt, da man die Geschichte durch Annas Augen präsentiert bekommt, allerdings muss ich ganz ehrlich sagen, dass es mir zur Mitte des Buches hin schon eindeutig zu viel wurde. Ich habe mich daher über die letzten hundert Seiten eher durchgekämpft und muss auch sagen, dass mich das Ende nur so halb versöhnen konnte. Es mag sein, dass es an einer falschen Erwartungshaltung lag, aber leider hat es mich nicht wirklich gepackt.

                                                            misery3103

                                                            Beiträge 31
                                                            06.02.2020

                                                              Familie

                                                              „ ‚Natürlich verstehe ich es nicht‘, sagte Dinkie mild. ‚Aber wenn er sein bestes Teil abschneiden möchte, ist das seine Sache. Wenn das nötig ist, damit mein Enkel glücklich wird, soll es so sein. Seine Seele wird das nicht ändern, oder? Die hat kein Geschlecht.‘ “

                                                              Immer wieder sonntags trifft sich Anna mit ihren Geschwistern zum Lunch bei einem der Geschwister zu Hause. Mit dabei sind auch schon mal Freunde, Oma Dinkie und sogar Annas Exmann Sam. Der chaotische Haufen verbringt noch chaotischere Stunden zusammen, in denen viel erzählt, noch mehr gegessen und noch viel mehr getrunken wird. Als Anna verkündet, dass sie von einem One-Night-Stand schwanger ist, sind alle Geschwister an ihrer Seite. Doch wie kann es sein, dass sie ausgerechnet jetzt den Mann ihrer Träume trifft – und das ausgerechnet bei einem der Sonntags-Lunches?

                                                              Wow, was für eine chaotische Familie. Anna und ihr Exmann Sam führen zusammen eine kleine Firma. Annas Bruder Neil und sein Mann haben gerade ein Baby adoptiert. Die Schwester Maeve ist alleinerziehend und etwas exzentrisch, der jüngste Bruder Josh hat ein großes Geheimnis, das er nicht allen anvertrauen will. Der Mann, in den sich Anna verliebt, ist Joshs Therapeut usw. usw. Es geht also immer sehr turbulent zu bei den mehr oder weniger chaotischen Sonntagsessen – und das macht richtig Spaß. Dazu dann noch die gewitzte Oma Dinkie, die trotz ihres Alters alles mitbekommt und vor der man keine Geheimnisse haben kann.

                                                              Das hat Spaß gemacht – und ich mochte es sehr, wie nach und nach alle mit ihren persönlichen Krisen fertigwurden und am Ende alle glücklich waren.

                                                              Ein schönes Buch über Familie und Akzeptanz, darüber, dass man Dinge hinnehmen und hinter sich lassen muss. Mir hat es gefallen und ich fühlte mich sehr gut unterhalten!

                                                              Leserattenmama

                                                              Beiträge 9
                                                              04.02.2020

                                                                Familie Piper - groß, bunt und chaotisch!
                                                                Alle paar Sonntage trifft sich die Familie Piper zum gemeinsamen Mittagessen, zu welchem reihum ein Familienmitglied einlädt: Großmutter Dinkie; die Geschwister Neil, 44, Erzählerin Anna, 40, Maeve, 33, oder Josh, 29; mit dabei ist auch Annas Ex-Mann Sam sowie gelegentlich weitere Partner oder Freunde. Anna erfährt, dass sie ungeplant schwanger ist...
                                                                Was ist nun zu erwarten?! Ein literarisch anspruchsvolles Buch über die reflektierten Gedanken aller Familienmitglieder?! Oder aber eine unterhaltsame „Familienschnulze“, in der alles ein Happy End hat?!
                                                                Wohl eher zweiteres... und die Bezeichnung „unterhaltsam“ traf es für mich wirklich! Ja, in dieser Familie prallen extrem viele Besonderheiten aufeinander - was sicher nicht sonderlich realistisch, aber dafür eben umso unterhaltsamer ist! Die Dialoge sind, wie es sich für Familien gehört, teilweise wie eingespielt -ein jeder wird mit seinen „Macken“ aufgezogen- und teilweise nicht existent - jeder steckt seit Jahren in einer Schublade, in der er oder sie sich vielleicht gar nicht richtig aufgehoben fühlt, aber auch nicht einfach so herauskommt... einige dieser Gedanken, Gefühle und Geheimnisse werden aufgedeckt. Auch hier ist es wieder sehr, sehr viel, was ans Tageslicht kommt... ich will nicht spoilern :)
                                                                Mir persönlich gefiel das Ende nicht so (ich glaube, ein anderer Abschluss hätte mich länger über einige der aufgeworfenen Themen nachdenken lassen), aber das ist ja Geschmackssache...
                                                                Mit den richtigen Erwartungen bekommt man hier gut 400 zügig wegzulesende Seiten über eine Familie, die viele Themen beschäftigt... und die -trotzdem oder gerade deswegen- immer zusammenhält.

                                                                laurina

                                                                Beiträge 6
                                                                04.02.2020

                                                                  Anna ist vierzig, Single und trifft sich mit ihren drei Geschwistern regelmäßig Sonntags zum Lunch, wobei sie abwechselnd das Essen bei sich zu Hause ausrichten und auch die Oma sowie Annas Ex-Mann Teil der Runde sind.
                                                                  Es sind sehr unterschiedliche Charaktere, die dort aufeinandertreffen, die so einiges voreinander verborgen halten und doch ihre Gemeinschaft beibehalten, da die Eltern sich vor Jahren von ihren Kindern nicht nur emotional sondern auch räumlich distanziert haben.
                                                                  Die Autorin erzählte diese Geschichte sehr geschickt, in dem sie die Kapitel mit den Überschriften versieht, bei wem der Lunch stattfindet und was es zu essen geben wird. Sofort bin ich mittendrin in der Erzählung und bei jeden Lunch offenbart sich ein Stück mehr der Familie, manchmal traurig, jedoch auch humorvoll, nachdenklich, bissig, liebevoll..... Ich lerne scheibchenweise immer mehr Facetten der Geschwister und Personen aus ihrem Umkreis kennen, so dass ich mir sie sehr gut vorstellen kann. Ich bin begeistert mit welcher Leichtigkeit die Autorin auch schwierige, ernste Nuancen meistert ohne den Tiefgang zu verlieren und zugleich auch den Optimismus aufrechtzuerhalten. Ganz tolle Geschichte, die mich wunderbar unterhalten hat!

                                                                  Paulaaa

                                                                  Beiträge 50
                                                                  04.02.2020

                                                                    Das Cover des Buches finde ich sehr schön. Es ist frisch und bereitet mir direkt gute Laune. Es erinnert mich stark an den Frühling/Sommer.

                                                                    Die Geschichte hinter diesem schönen Cover ist sehr interessant. Es geht um die Familie Piper, die sich immer wieder sonntags zum Essen trifft. Jedes Mal gibt es ein neues Problem oder eine neue Neuigkeit, die der Rest der Familie verdauen muss.
                                                                    Es geht hauptsächlich um Anna, eine 40-jährige geschiedene Frau, die plötzlich schwanger ist. Sie beschließt das Kind zu behalten und bereitet sich auf die Geburt vor. Dabei erlebt sie allerhand. Sie bekommt mysteriöse Briefe und erst nach und nach wird dem Leser klar, wer diese Briefe verfasst. Und natürlich verliebt sich Anna wieder. Ihre Beziehung steht allerdings unter keinem guten Stern, da sie Angst hat ihr Freund verlässt sie, sobald das Kind da ist.

                                                                    Der Schreibstil dieser herzlichen Geschichte ist flüssig und warmherzig. Ich konnte mich gut in die verschiedenen Familienmitglieder hineinversetzen, auch wenn mir nicht alle so sympathisch wie Anna waren.

                                                                    Die Geschichte ist super für zwischendurch und bereitet gute Laune.

                                                                    leseratte1310

                                                                    Beiträge 30
                                                                    03.02.2020

                                                                      Sonntags treffen sich die Geschwister Piper mit Partnern und Freunden zum Essen. Auch Großmutter Dinkie ist immer dabei. Es wird gegessen, gequatscht und auch mal gestritten. Dolch dann rückt Anna mit einer überraschenden Nachricht heraus. Sie ist schwanger. Anna hatte nicht mit so etwas gerechnet und noch weniger damit, dass sie sich ausgerechnet jetzt verliebt.
                                                                      Der Schreibstil der Autorin Juliet Ashton ist angenehm zu lesen. Die Beteiligten des Sunday Lunch Clubs berichten aus ihrer Sicht und so lernt man sie gut kennen.
                                                                      Die Eltern der Geschwister verbringen ihren Lebensabend in Florida. Schon immer fühlten sich Anna und Neil für ihre Geschwister Mave und Josh verantwortlich, da die Eltern ganz selbstverständlich davon ausgingen, dass die Größeren sich um die Kleineren kümmern. Das hat sich auch immer noch nicht geändert. Auch Annas Ex Sam gehört auch immer noch zum Club. Jeder trägt sein Päckchen mit sich herum und es gibt auch das ein oder andere Geheimnis. Oma Dinkie fühlt sich in ihrer Seniorenresidenz nicht wohl und auch sie ist nicht ganz ehrlich, was die Vergangenheit betrifft.
                                                                      Anna ist schwanger. Geplant war das nicht, aber es ist nun einmal bei einem One-Night-Stand passiert und Anna ist nicht unglücklich darüber. Aber sie kann sich ja auf ihre Familie verlassen. Dumm nur, dass sie sich dann ausgerechnet wieder verliebt – in Luca, der keine Kinder mag.
                                                                      Es sind eine Menge Probleme, die das Schicksal den Geschwistern auferlegt. Mir waren das ein paar Probleme zu viel. Zum Glück fühlen sich alle mit einander verbunden und das Leben bietet ja auch immer wieder Überraschungen.
                                                                      Es geht recht turbulent zu in dieser Geschichte und daher ist das Ganze dann doch unterhaltsam.

                                                                      bri

                                                                      Beiträge 54
                                                                      30.01.2020

                                                                        Die Eltern sind in ein anderes Land gezogen und der Rest der Familie trifft sich in lockeren Abständen zum Sunday Lunch - das wichtigste ist immer der Nachtisch. Eine tolle Idee für alle und es klappt auch immer irgendwie.

                                                                        Das Buch liest sich sehr flüssig und die ganze Familie wächst einem irgendwie ans Herz. Was ich allerdings nicht sehr glaubwürdig fand, ist das das jeder ein Problem hat, ob nun in der Vergangenheit, in der Gegenwart oder die Problemlösung noch in der Zukunft liegt. Alle sind damit belastet. Das Buch wirkt dadurch sehr überladen und es fehlt mir beim lesen etwas Normalität. Hätte man von dieser Geschichte z. B. drei Bände gemacht und etwas mehr Tiefe und Emotionen reingebracht, wäre nicht jedes Problem zu kurz gekommen. Mich hat das Buch nicht so ganz überzeugt, darum leider nur 3 Sterne.

                                                                        hasi_rasi

                                                                        Beiträge 113
                                                                        29.01.2020

                                                                          Problemfamilie

                                                                          „Ein Sonntagsbraten ist eine Kuscheldecke aus Fleisch, eine Verbindung in die Vergangenheit und die Zusicherung, dass nicht alles in Veränderung begriffen ist.“ (S. 10)
                                                                          Seit ihre Eltern nach Florida gezogen sind um ihren Lebensabend zu genießen, hält Anna die Tradition des gemeinsamen Sonntagsessens der Familie Piper am Leben – den Sunday Lunch Club. Zum Club gehören ihr großer Bruder Neil mit seinem 20 Jahre jüngeren Mann Santiago und ihrer Adoptivtochter, die leicht weltfremde Maeve mitsamt Teenagersohn Storm, das Nesthäkchen Josh, Großmutter Dinkie und Annas Ex-Mann Sam, der inzwischen ihr bester Freund und Geschäftspartner ist.

                                                                          Nach einem One-Night-Stand ist Anna mit 40 schwanger – ungewollt, aber nicht unglücklich. Der „Samenspender“ ist 20 Jahre jünger und komplett überfordert: „… ich bin noch dabei, mich zu finden…“ (S. 56) meint er, aber „Ich kann das kleine Kerlchen trotzdem lieben.“ (S. 57). Anna hofft auf ihren Ex Sam, weil sie bisher alles zusammen geschafft haben. Aber ausgerechnet bei dem Dinner, wo sie es allen sagen will, hat der zum ersten Mal eine Freundin an seiner Seite. Und kurz darauf platzt ein Mann in Annas Leben, der einfach perfekt ist – aber nach eigener Aussage keine Kinder mag.

                                                                          Sehr mitreißend und unterhaltsam erzählt Juliet Ashton in ihrem neuesten Buch von den großen und kleinen Geheimnissen und Erlebnissen der Familie Piper. „Man weiß nie, ob es viel zu viel zu Essen gibt oder nicht genug. Irgendwer streitet sich immer. Manchmal weint jemand. Aber es ist nie langweilig.“ (S. 122)
                                                                          Anna und Neil sind deutlich älter als Mave und Josh. Ihren Eltern war ihre Ehe immer wichtiger als die Familie, sie haben sich von Beginn an darauf verlassen, dass Anna und Neil sich um die Jüngeren kümmern. Dieses Verhalten konnten sie bis heute nicht abstellen. Neil ist sehr erfolgreich und steckt ihnen regelmäßig unauffällig Geld zu. Anna ist für die seelische Gesundheit zuständig, denn Maeve sucht sich immer wieder die falschen Männer aus und Josh ist eine Künstlerseele, den man ans Essen und Schlafen erinnern muss. Sie kann nie aufhören, sich Sorgen zu machen.

                                                                          Das Buch lässt mich sehr zwiegespalten zurück. Es hat mich zwar gut unterhalten und liest sich „wie geschnitten Brot“, aber ich habe mich mehrfach gefragt, warum die Autorin die ganze Familie mit Problemen überfrachtet hat. Annas überraschende Schwangerschaft, ihr neuer Partner und dazu ein Geheimnis in der Vergangenheit. Ihr homosexueller Bruder, der sich erst spät geoutet hat und immer noch nicht mit seiner Rolle als Ehemann und Vater in einer monogamen Beziehung klarkommt. Maeve mit den wechselnden falschen Männern und einem Sohn, den sie einfach nicht loslassen kann. Auch Josh ist nicht der, der er zu sein scheint und selbst die Großmutter Dinkie hat ihre Vergangenheit sehr beschönigt. Das war mir leider etwas zu viel. Zudem habe ich die ganzen Geheimnisse bis auf eines leider alle viel zu früh geahnt. Darum kann ich leider nur 3 von 5 Sternen vergeben.

                                                                          schnäppchenjägerin

                                                                          Beiträge 73
                                                                          29.01.2020

                                                                            Anna Piper hat drei Geschwister, mit denen sie sich, seitdem ihre Eltern nach Florida ausgewandert sind, regelmäßig an Sonntagen zum Mittagessen trifft. Der Lunch findet jeweils bei einem der Geschwister statt, die stets ein mehrgängiges Menü servieren. Neil ist Annas ältere Bruder, der homosexuell ist und zusammen mit seinem Lebenspartner Santi ein Baby adoptiert hat. Maeve ist ihre deutlich jüngere Schwester, die geschieden ist und sich alleinerziehend um ihren Teenager-Sohn Storm kümmert. Josh ist der Jüngster der Geschwister, der nicht einmal mit seinen Geschwistern darüber sprechen kann, was ihn bewegt.
                                                                            Aufgrund der unterschiedlichen Persönlichkeiten und der üblichen Kabbeleien unter Geschwistern geht der Lunch regelmäßig turbulent zu.
                                                                            Als Anna nach einem One-Night-Stand mit 40 Jahren schwanger ist, überrascht sie ihre Geschwister und ihren Ex-Mann Sam, der ebenfalls an den Mittagessen teilnimmt. Mindestens genauso überraschend ist, dass Anna, unmittelbar nachdem sie erfahren hat, dass sie schwanger ist, nach einem Mittagessen bei Josh eine Beziehung mit dessen Therapeuten anfängt. Zeitgleich erhält Anna anklagende Briefe von einer Person, die sie in der Vergangenheit verletzt zu haben scheint. Sorgen macht ihr daneben ihre Großmutter Dinkie, die seit Kurzem in einer Senioreneinrichtung lebt und sich dort nicht wohlfühlt. Zudem verbirgt diese ein gut gehütetes Familiengeheimnis über die Ehe zu ihrem früh verstorbenen Mann.

                                                                            Der Roman ist aus der Perspektive von Anna geschildert, sie sich fürsorglich um ihre Familienmitglieder, aber auch um ihren Ex-Mann sorgt und kümmert. Selbst als sie schwanger und frisch in einer Beziehung zu einem Mann ist, der nicht der Vater des Kindes ist, nimmt sie noch einen jungen Hund zu sich und überlegt, die betagte Großmutter bei sich aufzunehmen.
                                                                            Trotz der Einsicht in ihre Gefühlswelt konnte ich mich jedoch nicht in Anna hineinversetzen, ihre Handlungen und Beweggründe nicht nachvollziehen. Die sehr plötzlich eingegangene Beziehung zu Luca empfand ich, gerade in ihrer Situation, als unglaubwürdig und weckte keinerlei romantische Gefühle in mir. Zudem nervte mich ihre als Fürsorge getarnte selbstgefällige Art zunehmend.

                                                                            Weiterhin fiel es mir schwer, in dem Roman einen roten Faden zu erkennen. Durch die diversen Probleme der Familienmitglieder werden zu viele Themen angesprochen, die jedoch alle an der Oberfläche bleiben. Bei den Pipers gibt es einfach Platz für jede denkbare Minderheit. Dabei werden die Charaktere sehr klischeehaft dargestellt - sei es der tuntige Homosexuelle, der sich rührend um seine Adoptivtochter kümmert, der jugendliche italienische Liebhaber von Anna oder die überdrehte Schwester, die mit der Erziehung ihres Sohnes überfordert ist und sich lieber in wechselnde Beziehungen zu Männern stürzt.

                                                                            Dazu kamen noch die mysteriösen Briefe und das Familiengeheimnis der Großmutter, was alles nicht so recht zusammenpassen mochte. Die Vergangenheit wurde letztlich überhaupt nicht aufgearbeitet, die Traumata weder für den Leser vertieft noch durch die Charaktere verarbeitet.

                                                                            Die Tradition, dass sich Geschwister - auch ohne ihre Eltern - regelmäßig zum Mittagessen treffen, ist eine schöne Idee und ein reizvoller Aufhänger für einen Roman. Die Umsetzung konnte mich aber aufgrund von zu viel Melodramatik und wenig authentisch wirkenden Charakteren nicht überzeugen. Für den so engen Zusammenhalt der Piper-Geschwister standen zu viele Geheimnisse und Ungesagtes zwischen ihnen. Bei der Aufdeckung der Geheimnisse fehlte jegliche Spannung, so dass sich das Buch bis zum erwarteten Ende sehr zäh lesen ließ.

                                                                            Manja82

                                                                            Beiträge 15
                                                                            29.01.2020

                                                                              Meine Meinung
                                                                              Von Juliet Ashton kannte ich bereits einen Roman, der mir damals auch sehr gut gefallen hatte. Jetzt stand ihr neuestes Werk „Der Sunday Lunch Club“ auf meinem Leseplan und ich war echt total gespannt darauf.
                                                                              Das Cover gefiel mir auf Anhieb wirklich gut und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Daher habe ich das Buch nach Erhalt auch ganz flott gelesen.

                                                                              Die hier handelnden Charaktere hat die Autorin in meinen Augen wirklich gut gezeichnet. Man kann sie sich als Leser gut vorstellen und auch die Handlungen sind nachempfindbar.
                                                                              So lernt man hier die Protagonistin Anna kennen. Sie ist schwanger, nach einen One-Night-Stand und steht nun vor einer schwierigen Entscheidung. Mir gefiel Anna sehr gut, ich konnte mich in sie hineinversetzen und auch ihre aufkeimenden Gefühle sind nachvollziehbar.
                                                                              Es ist aber nicht nur Anna, die man kennenlernt, auch der Rest der Familie wird nach und nach vorgestellt. Je weiter man als Leser hier vorankommt desto besser kann man sie anhand ihrer Charaktereigenschaften auseinanderhalten. Jeder hat so ganz eigene Ecken und Kanten, die ihn jeweils ausmachen.

                                                                              Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr schön zu lesen. Man kommt als Leser gut und locker durch das Buch hindurch, kann gut folgen und auch alles verstehen.
                                                                              Geschildert wird das Geschehen hier aus verschiedenen Sichtweisen. Man ist so als Leser immer hautnah mit dabei, kann allem gut folgen und alles gut verstehen.
                                                                              Die Handlung hat mich wirklich gut unterhalten. Es war sehr schön für mich zu lesen wie hier die Familie zusammenhält. Es gibt außerdem Szenen über Liebe, Freundschaft aber auch Angst hat einen Platz im Buch. Es ist eben eine Familie, es sind verschiedene Menschen, die zusammenkommen, die zusammenhalten. Dabei zeigt die Autorin auch auf, das Anderssein nichts schlechtes ist. Eher im Gegenteil, wenn man jemanden hat, der im Hintergrund da ist, dann kann man auch Anfeindungen gut überstehen. Mit ihren Themen hat es die Autorin hier geschafft mich zu berühren. Ich konnte die eingebrachten Emotionen sehr gut nachempfinden.

                                                                              Das Ende hat mich dann nochmals anders getroffen. Es ist ein wirklich schöner Schluss, der richtig gut zur hier erzählten Geschichte passt. Er schließt diese Familiengeschichte passend ab und hallt auch nach dem Beenden noch nach.

                                                                              Fazit
                                                                              Zusammengefasst gesagt ist „Der Sunday Lunch Club“ von Juliet Ashton ein Roman, der mich wirklich gut für sich gewinnen konnte.
                                                                              Charaktere, die jeder ganz eigene Ecken und Kanten haben, die sie jeweils ausmachen, ein angenehm flüssig zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die verschiedene Themen anspricht und in der die Familie eine wichtige Rolle spielt, haben mir wirklich unterhaltsame Lesestunden beschert.
                                                                              Durchaus lesenswert!

                                                                              Bibliomarie

                                                                              Beiträge 29
                                                                              27.01.2020

                                                                                Regelmäßig am Sonntag treffen sich die Geschwister der Familie Piper mit Freunden und Partnern zum Essen. Hier soll die alte Familientradition fortgeführt werden, auch wenn Großmutter Dinkie inzwischen im Heim lebt und die Eltern in Florida leben. Es wird aufgetischt, gelästert, gestritten und doch merkt man die tiefe Verbundenheit der vier Geschwister, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

                                                                                Annie hat an einem Tag auch eine besondere Ankündigung zu machen. Sie ist schwanger, ungewollt nach einem „Ausrutscher“ ausgerechnet bei einem Lunch Club Treffer mit einem Gast ihres Bruders. Und ausgerechnet jetzt verliebt sie sich in Luca, den ihr Bruder zum Treffen mitgebracht hat.

                                                                                Jedes Kapitel erzählt die Geschichte aus einem anderen Blickwinkel und so lerne ich nach und nach die einzelnen Mitglieder des Sunday Lunch Clubs besser kennen. Den Focus legt die Autorin auf Anna, die zusammen mit ihrem Bruder Neil den viel jüngeren Geschwistern immer eine Art Elternersatz war.

                                                                                Die episodenhaft angelegte Geschichte ist sehr charmant geschrieben, hat Witz und dabei immer auch Tiefgang. Mancher Charakter erschließt sich erst im Lauf der Handlung, die verhalten beginnt, aber immer mehr an Tempo und Brisanz gewinnt. Die Lebensläufe der Geschwister sind gebrochen und als Klammer gibt es Dinkie, die als stille Patriarchin auch mit einer Lebenslüge lebt.

                                                                                Ich habe den Roman als wunderbar und warmherzig empfunden, alle Figuren sind mir gleichermaßen ans Herz gewachsen, auch wenn Annas Geschichte den meisten Raum einnimmt. Wichtig war mir die Aussage, dass Familie zusammenhalten muss und egal wie unterschiedlich man ist – es gibt nichts, was die Bindung zwischen Geschwistern trennen sollte. Die Autorin gelingt es ausgezeichnet mich mit ihrem Buch zu unterhalten, ich zum Schmunzeln und zum Lachen zu bringen und gleichzeitig auch nachdenklich zu stimmen, denn alle Geschwistern hat das Schicksal auch herausgefordert.

                                                                                „Die Seele bleibt immer gleich“, das wird gleich zu anfangs erwähnt und zieht sich als Motto durch das ganze Buch.

                                                                                Shanna

                                                                                Beiträge 29
                                                                                25.01.2020

                                                                                  Traditionell treffen sich vier Geschwister (samt verschiedener Begleiter) und ihre Großmutter in loser Folge an Sonntagen reihum zum Lunch. Dabei ist nicht nur das Essen von sehr wechselhafter Qualität, sondern auch die Gespräche. Von witzigen Neckereien über neugierigen Tratsch bis hin zu lebensverändernden Diskussionen kommt buchstäblich alles auf den Tisch und stellt den Zusammenhalt der Familie oftmals auf die Probe.

                                                                                  Das fröhlich und verspielt wirkende Cover lässt auf einen seichten, oberflächlichen Roman schließen, aber hinter den turbulenten Szenen verbergen sich wahre Dramen und bedrückende Familiengeheimnisse. Ich habe leicht in die Handlung hinein gefunden, obwohl es viele Personen sind, mit denen man am Anfang konfrontiert wird. Ich konnte sie aber schon nach kurzer Zeit gut auseinander halten, weil die Charaktere sehr verschieden und prägnant sind. Jeder hat seinen bestimmten Platz innerhalb des Clans und führt die Rolle, die er oder sie oft schon seit der Kindheit inne hatte, weiterhin fort. Allerdings geschehen auch radikale Veränderungen, mit denen nicht alle gleich gut umgehen können.

                                                                                  Eine große Bandbreite an Lebensmodellen taucht innerhalb dieser einen Familie auf, die für Probleme untereinander sorgen, wobei der Leser erst nach und nach von lange gehüteten Geheimnissen erfährt. Mir hat besonders die Dynamik innerhalb der Familie gefallen, die sich langsam aber stetig entwickelt und verändert hat. Dabei hatte ich das Gefühl, dass ich nicht nur dabei, sondern mittendrin war. Man fühlt mit, wenn geweint oder gelacht wird und ist wütend über engstirnige und veraltete Sichtweisen, die den Protagonisten das Leben schwer machen. Ein sehr treffendes und prägnantes Zitat hat mich in der Geschichte um Anna beeindruckt: "In der Nacht bekommen die Sorgen Reißzähne."

                                                                                  Diese Familie ist wie ein Quilt, der aus vielen verschiedenen Einzelstücken zusammengesetzt, eine wärmende und heimelige Decke ergibt, in die ich mich gerne hineingekuschelt habe!

                                                                                  sommerlese

                                                                                  Beiträge 100
                                                                                  24.01.2020

                                                                                    Im Rowohlt Verlag erscheint der neue Roman der Autorin Juliet Ashton mit dem Titel "Der Sunday Lunch Club".


                                                                                    Der Sonntag ist häufig der Treffpunkt zum Essen für Anna, ihre Familie und Freunde. Geschwister, die Großmutter und sogar der Exmann kommen dann zum Lachen, Erzählen und Essen und das hält die Gemeinschaft auch so vorbehaltlos zusammen. Es gibt auch mal Streit oder schlechte Laune, doch spätestens beim Nachtisch sind alle wieder miteinander ausgesöhnt. An einem Sonntag hat Dauersingle Anna, mittlerweile 40 Jahre alt, eine Ankündigung zu machen, sie ist schwanger von einem One-Night-Stand. Die Familie ist überrascht, steht aber hinter ihr und kurze Zeit später verliebt sich Anna erneut, natürlich beim Sunday Lunch.


                                                                                    "Deine Seele ändert sich nie..." Zitat Seite 8

                                                                                    Das Buch hatte zu Beginn für mich einige Längen, weil ich noch nicht so vertraut mit den Figuren war und mir darum einfach das Interesse für sie fehlte. Ganz allmählich brachte mit Juliet Ashton jedoch die Figuren und ihre Charakterzüge, beziehungsweise ihre Macken und Besonderheiten näher und ich konnte der Geschichte bis zum Ende aufmerksam folgen. Die Familie ist dank ihrer sonntäglichen Treffen zum Essen immer gut übereinander informiert und natürlich gibt es viel zu lachen, auch mal Sorgen und alle halten zusammen. Ab der Mitte des Buches treten einige Dinge ans Tageslicht, die das Verständnis der Geschwister übereinander doch in ihren Grundfesten erschüttern.

                                                                                    Anfänglich konnte ich mich für die Personen nicht so begeistern, die Charakterzeichnung ist Juliet Ashton aber so gut gelungen, dass sie mich allmählich immer mehr interessiert haben. Die Protagonistin Anna wird nach einem One-Night-Stand schwanger, wie sie eine Entscheidung findet, ob sie eine neue Liebesbeziehung startet und welche Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit sie heute noch bewegen, hat mich das Buch über bewegt und interessiert.

                                                                                    Gefallen haben mir auch die Schilderung des Zusammenhaltes in der Familie, die Szenen über Freundschaft, Glück und Angst. Die Liebe und Unsicherheit der verschiedenen Charaktere wirkt echt, auch wenn ich manches ein wenig übertrieben empfinde. Es ist eine Familie, die alle Lebensformen miteinander eint und deutlich macht, dass Liebe und die Seele von Menschen erst ihre wahre Menschlichkeit ausmacht.


                                                                                    In diesem Roman wird die Schublade von Klischees ganz weit geöffnet, damit will ich sagen, dass hier die Andersartigkeit von Menschen schon fast auf die Spitze getrieben wurde. Es gibt verpasste Chancen und Veränderungen, die das Leben von Menschen bestimmen, ob es anderen gefällt oder nicht.

                                                                                    Juliet Ashton zeigt, das die Seele eines Menschen nichts darüber aussagt, ob er/sie andersartig ist oder nicht. Sie haucht ihren Charakteren viel Leben ein und zeigt auch den Kampf, die das Anderssein mit sich bringt. Dabei stellt sie Annas Familie als Bollwerk gegen sämtliche Anfeindungen dar und zeigt, wie sich sich gegenseitig lieben und unterstützen.


                                                                                    Dieser Roman zeigt eine Familie, die Höhen und Tiefen, Hoffnungen und auch Überraschungen des Lebens gemeinsam meistert. Die Liebe hat viele Gesichter!

                                                                                    Systra

                                                                                    Beiträge 9
                                                                                    06.01.2020

                                                                                      Eine liebenswerte, etwas ungewöhnliche Familie, die sich gerne an den Sonntagen zum Lunch trifft. Sie besteht aus Anna und ihren drei Geschwistern, ihrem Neffen Storm, ihrem Exmann und ihrer Oma Dinkie, die seit kurzem im Seniorenheim lebt.
                                                                                      Nesthäkchen Josh wird alles verziehen, Schwester Maeve ist eine durchgeknallte Vegetarierin, und Bruder Neil hat mit seinem Ehemann Santiago soeben ein kleines Mädchen, Paloma, adoptiert. Exmann Sam ist ein Hypochonder, der keinen Alkohol verträgt, und Anna selbst stellt mit Entsetzen fest, dass sie von einem One-Night-Stand schwanger ist.
                                                                                      Diese Konstellation verspricht jede Menge amüsanter Verstrickungen und Fettnäpfchen, in die nach Herzenslust getreten werden kann.
                                                                                      Eine Geschichte, trotz aller Komik wie aus dem Leben. Die Kombination aus Lachen und Nachdenken macht das Buch für mich lesenswert.