Katrin Koppold

Zeit für Eisblumen

«Manchmal muss man ganz schön weit reisen, um nach Hause zu finden.»
Nach der Geburt ihres Sohnes gerät das Leben der Moderedakteurin Fee völlig aus den Fugen. Der Job stresst, die Designerkleider zwicken, und Fees Freund Sam scheint sie mit ihrer verhassten Kollegin zu betrügen. Als sie in Zwangsurlaub geschickt wird, reicht es ihr. Mit Mutter Milla und Sohn Paul im Schlepptau macht sich Fee auf ins winterliche Irland. Dort hofft sie, auf den Straßenmusiker David zu treffen, mit dem sie einst eine leidenschaftliche Affäre hatte. Ist er der fehlende Funke in Fees Leben?
Der zweite Band der beliebten «Sternschnuppen»-Reihe, zu der auch «Aussicht auf Sternschnuppen», «Sehnsucht nach Zimtsternen» und «Hoffnung auf Kirschblüten» gehören.


Autorenbild Foto von Katrin Koppold

Die  Autorin

Katrin Koppold arbeitete nach ihrer Schulzeit als Journalistin, Fitnesstrainerin, TV-Darstellerin und Pferdepflegerin auf einem Gestüt in Irland, bevor sie sich dazu entschloss, sesshaft zu werden. Heute wohnt sie mit ihrer Familie und ihren zwei Katzen bei München. Als E-Book-Autorin hat sie sich bereits in die Herzen vieler Leserinnen geschrieben.

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Rezensionen

seschat

Beiträge 14
18.10.2016

INHALT
Die erfolgreiche Boulevardjournalistin und taffe Fernsehredakteurin Fee kann so schnell nichts und niemand aus der Bahn werfen. Doch nach der Geburt ihres ersten Kindes erleidet sie eine postnatale Depression und zweifelt ihr bisheriges Leben und vor allem ihre große Liebe Sam an. Ihr charmanter Freund will auf einmal kein Apotheker mehr sein und beginnt noch einmal eine Lehrerausbildung, was deutliche finanzielle Auswirkungen hat. Fashion Victim Fee ist alles andere als begeistert. Als dann auch noch die junge, schmierige Redaktionskollegin nach der Babypause an ihrem Stuhl sägt, wird Fee von Panikattacken und Ohnmachtsanfällen heimgesucht. Schnell wird klar, eine Auszeit muss dringend her. Warum das Angenehme nicht mit dem Nützlichen verbinden und nach Irland reisen, wo der attraktive Geiger David (Anspielung auf David Garrett) wohnt. Blöd nur, wenn Mutter Milla und Söhnchen Paul auch mitkommen...

MEINUNG
"Zeit für Eisblumen" ist der zweite Roman von Katrin Koppold, den ich bisher gelesen habe, und zugleich die Fortsetzung von "Aussicht von Sternschnuppen". Wieder einmal konnte mich die Autorin mit ihrem feinen Gespür für Menschen und ihre Probleme sowie durch ihren humorvollen bis lockeren Schreibstil überzeugen. Besonders die unzähligen Anspielungen auf die gegenwärtige Promi- und Lebenswelt haben mich amüsiert.

Im Fokus der Geschichte steht die nach außen ach so perfekt wirkende Karrierefrau Fee. Die Mittdreißigerin hatte Söhnchen Paul nicht geplant und ist nach dessen Geburt mit ihm und ihren Gefühlen vollkommen überfordert. Mir gefällt, dass sich Fee endlich auch einmal von ihrer schwachen Seite zeigen darf. Der Leser erfährt ungeschönt von ihren Ängsten und Problemen. Sie wird im zweiten Band der Sternschnuppen-Reihe deutlich menschlicher und damit sympathischer. Ihre Auszeit in Irland bietet genügend Raum für eine realistische Selbstreflexion. Dort erkennt sie, worauf es ihr im Leben ankommt und wer ihr wichtigster Vertrauter ist. Fees Wandlung wurde insgesamt überzeugend dargestellt.

Ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt ihrer Sternschnuppen-Romane ist das Thema Familie. Fee und ihre Schwestern Helga, Lilly und Mia sind zwar sehr unterschiedliche Charaktere, halten in persönlichen Krisensituationen aber immer fest zueinander und sparen natürlich nicht mit guten Ratschlägen. Mir gefällt dieses unerschütterliche Familienband.

Der Handlungsort Irland konnte mich begeistern. Schon seit einiger Zeit träume ich von einer Reise auf die grüne Insel. Katrin Koppold zeichnet in ihrem Roman ein sehr authentisches Irlandbild mit regnerischem Wetter, Feenglauben und in die Jahre gekommenen Pubs. Sie hat selbst dort gelebt, was man ihren ungeschönt liebevollen Beschreibungen anmerkt.

FAZIT
Ein toller Fortsetzungsroman, der neben witzigen, vor allem nachdenkliche Töne über das Leben anstimmt. Sehr lesenswert!

nalik

Beiträge 20
20.08.2017

    Zeit für Eisblumen hat mir sehr gut gefallen. Am schönsten daraus find ich das Zitat des Klappentextes: Manchmal muss man ganz schön weit reisen, um nach Hause zu finden.

    Fee macht sich nachdem in ihrem Leben so ziemlich alles schief läuft mit ihrem Sohn Paul und ihrer Mutter auf den Weg nach Irland und das im November. Dort hofft die frisch verlassene Fee David wiederzufinden, mit dem sie einst in München einen one night stand hatte. Auf ihrer Reise lernt sie viel über sich, ihre Mutter und auch ihre Gefühle kennen. Trotz der lustigen Schreibweise verbirgt sich für mich hintendran eine wunderschöne Liebesgeschichte, die einige Hürden zu meistern hat und hatte. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch.

    dieTini

    Beiträge 5
    17.08.2017

      Bei diesem Buch handelt es sich um die Fortsetzung von "Aussicht auf Sternschnuppen". Da es sich aber um eine abgeschlossene Geschichte handelt, kann man dieses auch lesen, ohne Band 1 zu kennen.

      Die Geschichte wird aus Fees Sicht erzählt. Dadurch lernt man sie gut kennen, da man auch ihre Gedanken und Gefühle mitbekommt. Das hat mir gefallen. Fee selbst, war mir aber nicht unbedingt sympathisch. Sie wirkt und handelt manchmal sehr oberflächlich. Ihr Verhalten konnte ich also nicht unbedingt immer nachvollziehen. Sie verändert sich zwar auch im Laufe des Buches und irgendwie hatte man zeitweise auch Mitleid mit ihr. Aber wirklich gern mochte ich sie bis zum Schluss nicht.
      Ansonsten war die Geschichte unterhaltsam. Vor allem, dass diese größtenteils in Irland spielt, hat mir gefallen. Hier wurden auch die Schauplätze und die Menschen gut und anschaulich beschrieben.
      Auch der Schreibstil ist leicht und flüssig.

      Fazit:

      Alles in allem eine unterhaltsame und leichte Geschichte für zwischendurch.

      Sannystar2002

      Beiträge 39
      08.08.2017

        "Zeit für Eisblumen" ist der 2. Band der Sternschnuppenreihe von Karin Koppold. Nachdem der erste Band nur so vor Witz und Ironie strotzte, war ich sehr gespannt auf den 2. Band. Die Protagonistin Fee kannte man bereits aus dem 1. Band, wo sie aber eher eine Randrolle spiele. Der 2. Band dreht sich nun nur um Fee und ihre Geschichte. Sie reist mit ihrer Mutter und ihrem Sohn nach Irland, auf der Suche nach ihrer Vergangenheit und gleichzeitig nach sich selbst. Der Schreistil ist flüssig und man ist schnell in der Geschichte drin und identifiziert sich mit der Protagonistin. Leider kommt der 2. Band nicht ganz an den ersten ran, dennoch habe ich nach wie vor Lust die Reihe zu Ende zu lesen und bin gespannt, um welche der 4 Schwestern sich der nächste Band drehen wird.

        anika_schferle

        Beiträge 8
        16.07.2017

          Das war meine erste Leserunde überhaupt- und dann direkt mit einem so wunderschönen Buch.
          Das Cover spricht mich total an und es ist klasse, dass die einzelnen Sternschnuppen-Folgen auch unabhängig voneinander funktionieren.

          Fee ist eine wunderbar menschliche Figur, die nach der Geburt ihres ersten Kindes ihr Leben nicht kampflos aufgeben will, sie scheitert jedoch an den Ansprüchen an sich selbst.Wenn sie versucht, es Allen Recht zu machen, bleibt letztendlich sie selbst auf der Strecke- mit durchaus "selbstgemachtem Unglück" stürzt sie sich vom Regen in die Traufe und zweifelt am Großen Ganzen.

          Sie nimmt sich eine Auszeit, geht in sich und kommt schlussendlich zur Erkenntnis, dass Selbstverständlichkeiten niemals an Wert verlieren sollten- und sich eben jeder auch mal Zeit Für Eisblumen nehmen kann und soll.

          Bambisusuu

          Beiträge 14
          18.06.2017

            Fee ist eine angesehene Moderedakteurin, doch nach der Geburt ihres Sohnes Paul ändert sich alles. Es ist nicht einfach den Job und die Familie unter einen Hut zu bekommen.
            Der Job wird stressig und auch am Körper hat Fee etwas zugenommen. Außerdem scheint es so als würde ihr Freund Sam sie betrügen und dann noch ausgerechnet mit ihrer verhassten Kollegin.
            Ausgerechnet dann wird Fee noch von ihrem Chef in Zwangsurlaub geschickt und soll sich erstmal erholen. Somit ist das Chaos komplett.
            Fee möchte daraufhin eine Reise nach Irland wagen. Ihr Sohn Paul und ihre Mutter Milla sind natürlich mit dabei.
            Fee möchte ihre alte Affäre David treffen. Sie hat ihn seit Jahren nicht gesehen und kann sich wahrscheinlich nicht mehr an sie erinnern, doch trotzdem möchte sie dort ein fehlendes Stück ihres Lebens herausfinden... Doch für wen entscheidet sie sich schließlich: Sam oder David?

            Das Cover hat mich zuerst angesprochen. Es sieht einfach toll aus und deutet schon auf die Handlung hin.
            Die Geschichte ist sehr berührend und die Charaktere sind gut ausgewählt. Zuvor habe ich den ersten Teil noch nicht gelesen und somit kann jeder das Buch ohne Vorahnung lesen.
            Fee ist eine liebe Persönlichkeit. Die Geburt von Paul scheint ihr Leben reichlich verändert zu haben und ist für sie schwer zu akzeptieren. Eine Reise nach Irland soll ungelüfte Probleme lösen. Die Suche nach David war komplizierter als erwartet...
            Die Handlung ist gut zu folgen und anders als bei anderen Liebesgeschichten, ist das Ende kaum vorausschaubar. Das finde ich wirklich gut. Trotz der emotionalen Seite gibt es auch einige Stellen, die mit Humor besetzt sind. So entsteht eine lockere Atmosphäre und hat Freude am Lesen.

            Fazit:
            Die Geschichte ist absolut lesenswert. Der zweite Teil, der Sternschnuppen-Reiher und ohne Vorkenntnisse lesbar. Von mir volle 5 Sterne!

            "Manchmal muss man ganz schön weit reisen, um nach Hause zu finden."

            Lienne

            Beiträge 9
            12.06.2017

              Inhalt:

              «Manchmal muss man ganz schön weit reisen, um nach Hause zu finden.»

              Nach der Geburt ihres Sohnes gerät das Leben der Moderedakteurin Fee völlig aus den Fugen. Der Job stresst, die Designerkleider zwicken, und Fees Freund Sam scheint sie mit ihrer verhassten Kollegin zu betrügen. Als sie in Zwangsurlaub geschickt wird, reicht es ihr. Mit Mutter Milla und Sohn Paul im Schlepptau macht sich Fee auf ins winterliche Irland. Dort hofft sie, auf den Straßenmusiker David zu treffen, mit dem sie einst eine leidenschaftliche Affäre hatte. Ist er der fehlende Funke in Fees Leben?
              Der zweite Band der beliebten «Sternschnuppen»-Reihe, zu der auch «Aussicht auf Sternschnuppen», «Sehnsucht nach Zimtsternen» und «Hoffnung auf Kirschblüten» gehören.

              Meine Meinung:
              Katrin Koppold hat mit ihren Sternschnuppen-Büchern um die vier Schwestern eine wundervolle Reihe geschaffen, die teils sehr humorvoll und teils auch sehr traurig ist.
              „Zeit für Eisblumen“ ist der zweite Teil der Reihe und handelt von der zweitältesten Schwester Fee, die im ersten Band und auch in den anderen Büchern manchmal ein wenig oberflächlich wirkt. Doch man muss sozusagen auch Mal hinter Kulissen blicken und man wird merken, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Sie ist ein viel tiefgründiger Charakter, als es den Anschein macht!
              In diesem Band erfährt man, warum Fee so ist, wie sie ist…warum sie sich hinter dieser „harten“ Schale verbirgt und dass sie einen „weichen Kern“ besitzt. Ich mag diesen Charakter und habe mit ihr mitgelitten und auch mitgefiebert, mich mit ihr geärgert und manchmal hätte ich sie auch am liebsten geschüttelt. Genau so ging es mir auch mit Sam.
              Die Reise durch Irland hat mir sehr gut gefallen und habe ich mir einfach wundervoll vorgestellt. Ich hatte direkt Bilder im Kopf und wäre am liebsten selbst sofort dorthin gereist!
              Der Schreibstil ist wundervoll. Das Thema in diesem Buch war deutlich ernster und trauriger, als in den anderen Büchern, doch es passte auch perfekt zu Fee.
              Das Ende ist ebenso passend zum Buch! Ich brauchte Taschentücher, also legt sie euch bereit!

              Fazit:
              Ich bin einfach begeistert von diesem Buch und kann die Reihe nur weiterempfehlen!

              Leseratte_ohne_Grund

              Beiträge 57
              08.02.2017

                Tolle Fortsetzung nach "Aussicht auf Sternschnuppen". Es baut perfekt auf das letzte auf. Und sagt einen das nie langweilig werden. Denn die Geschichte ist spannend geschrieben, sodass nie Langeweile aufkommen tut.
                Ebenso witzig, strebt aber auch zum nachdenken an.
                Das Buch hat mich so gefesselt, das ich nun die ganze reihe noch einmal angefangen habe zu lesen.

                Katiii_liest_gern

                Beiträge 46
                06.02.2017

                  Felicitas, Fee genannt, ist die Mutter vom 11 Monate alten Paul und die Lebensgefährtin von Sam. Sie hatte Depressionen und Panikattacken und auch im Beruf, wo sie einst eine erfolgreiche Mitarbeiterin beim Fernsehen war, deren Kolumne wöchentlich ausgestrahlt wurde, klappt nichts mehr so richtig. Sie vergisst wichtige Termine und macht weitreichende Fehler. Eine Kollegin versucht sie rauszudrängen und sie auf die Mutterrolle zu begrenzen. Das hat zur Folge, dass ihr Chef sie für 2 Monate beurlaubt. Zeit, in der sie nicht weiß, was sie mit ihr anstellen soll.
                  Sam ist ihr in keinster Weise eine Hilfe. Sollte er ursprünglich die Apotheke seiner Eltern übernehmen, überlegte es sich anders und macht nun auf Lehrer. Obwohl er zeitiger zu Hause ist als Fee, denkt er nicht daran, sie im Haushalt zu unterstützen. Es kommt, wie es kommen muss, es knallt und Fee will nun ihr Leben allein gestalten, mit Paul, ohne Sam.

                  Ihr nächstes Ziel sieht sie nun in Irland, wo der Straßenmusikant lebt, mit dem sie einmal eine heiße Nacht verbracht hatte und den sie nie vergessen hatte. Mit ihrer Mutter Milla und Paul im Gepäck macht sie sich auf die Suche nach David. Wird es ihr gelingen, ihn dort aufzutreiben? ...

                  Es sieht so aus, als hätte sich momentan alles in Fees Leben gegen sie verschworen. Kaum in Irland angekommen, muss sie feststellen, dass sie ihren Führerschein vergessen hat, demzufolge sie auch keinen Mietwagen bekommt.
                  Die Suche nach David gestaltet sich auch schwieriger als gedacht, denn unter der Adresse, die er ihr seinerzeit hat zukommen lassen, ist er seit langem nicht mehr anzutreffen.
                  Aber Fee gibt nicht auf, sie geht jeder Spur nach, die sich ihr zeigt, in der Hoffnung, ihn zu finden. Es stellt sich aber auch die Frage, was ist, wenn sie ihn findet? Wird er sich an sie erinnern und wenn ja, wie soll es weitergehen? Was verspricht sie sich von der Suche? Einen Kick, ein Kribbeln im Bauch, wie sie es damals verspürte. Das schlechte Gewissen von dem Seitensprung hat sie auch nach Jahren noch nicht ganz verlassen, so dass sie einem eventuellen Treffen eher mit gemischten Gefühlen entgegen sieht.

                  Der Trip nach Irland wird für die beiden Frauen nicht nur eine Reise in Fees Vergangenheit, sondern eine Reise der Besinnung und Ruhe. Milla hat keine Kenntnis über das wahre Ziel ihrer Tochter. Sie selber war froh, aus ihrem Zuhause herauskommen zu können, denn auch dort lief nicht mehr alles glatt.

                  Für Fee ist es eine Reise in die Vergangenheit, an die der Leser ebenfalls durch Rückerinnerungen teilhaben kann, wodurch man auch Fee ein wenig besser verstehen kann.

                  Die Autorin Katrin Koppold lässt den nunmehr 2. Roman der Sternschnuppenreihe in Irland spielen, einem Land, in dem sie selbst längere Zeit lebte und deren Schönheiten sie dem Leser gekonnt wiedergeben konnte. Durch meine mehrmaligen Reisen nach Irland fühlte ich mich wieder dorthin versetzt, habe in Erinnerungen geschwelt und mich mit Fee und ihrer Mutter dort wie zu Hause gefühlt. Es ist wahrhaft ein Land, in dem man zur Ruhe kommen kann, so wie es auch mit Fee geschehen wird. Es bremst einen und lässt die Hektik an einem abprallen.
                  Fee besinnt sich dort und wird die Weichen für ihr weiteres Leben dort stellen.

                  Es ist, wie schon Teil 1, ein warmherziger, liebevoll geschriebener Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen mag. Man taucht ein in die Welt von Fee und verlässt diese erst, wenn man die letzte Seite gelesen hat. Ist man soweit, möchte man noch weiter lesen, weil er einen mitnimmt und nicht mehr loslässt.

                  Ich mochte Fee nicht von Anfang an, da ich die Suche nach einem One-Night-Stand ein wenig befremdlich fand. Die Verschönung eines Erlebnisses, das plötzlich soviel wichtiger war als ihr gegenwärtiges Leben.
                  Aber sie sammelte Pluspunkte, so dass ich gegen Ende des Buches mit ihr und ihren Entscheidungen konform ging.

                  Mir hat es viel Spaß gemacht, Fee auf ihrer Suche zu begleiten. Ich habe mit ihr gelebt, geliebt, gebangt und gelitten. Ich habe sie in ein Land begleitet, das ich liebe und das die Autorin fast greifbar beschrieben hat.
                  Ein wunderschöner Roman, den ich sehr gern weiterempfehle.

                  Bücherratte36

                  Beiträge 12
                  10.01.2017

                    Klapptext:

                    'Manchmal muss man ganz schön weit reisen, um nach Hause zu finden.' Nach der Geburt ihres Sohnes gerät das Leben der Moderedakteurin Fee völlig aus den Fugen. Der Job stresst, die Designerkleider zwicken, und Fees Freund Sam scheint sie mit ihrer verhassten Kollegin zu betrügen. Als sie in Zwangsurlaub geschickt wird, reicht es ihr. Mit Mutter Milla und Sohn Paul im Schlepptau macht sich Fee auf ins winterliche Irland. Dort hofft sie, auf den Straßenmusiker David zu treffen, mit dem sie einst eine leidenschaftliche Affäre hatte. Ist er der fehlende Funke in Fees Leben? Der zweite Band der beliebten 'Sternschnuppen'-Reihe, zu der auch 'Aussicht auf Sternschnuppen', 'Sehnsucht nach Zimtsternen' und 'Hoffnung auf Kirschblüten' gehören.



                    Zeit für Eisblumen ist der zweite Teil der Sternschnuppen-Reihe von Katrin Koppold. In diesem Band lernen wir Felicitas „Fee“ Baum kennen, die nach der Geburt von Paul an einer Depression erkrankt ist. Trotz des ernsten Themas liest sich das Buch, dank des herrlich leichten und erfrischenden Schreibstils der Autorin, in einem weg. Ich konnte dieses Buch einfach nicht aus den Händen legen, da ich immer wissen wollte, wie es mit Fee weiter geht. Die Charaktere sind mit Ecken und Kanten versehen worden und dadurch wirkte die Geschichte sehr authentisch, emotional und berührend. Man litt, fühlte und fieberte regelrecht mit Fee mit. Für mich war es nicht nur ein Unterhaltungsbuch, nein, es regt auch zum Nachdenken an.



                    Eine sehr schöne emotionale und berührende Geschichte und dies wird garantiert nicht meine letzte aus dieser Sternschnuppen-Reihe sein. Macht Lust auf mehr…

                    Jako

                    Beiträge 44
                    29.11.2016

                      Von mir gibt es vier Sterne, aber auch nur weil ich leider leider "Aussicht auf Sternschnuppen" nicht gelesen habe - man kann es zwar unabhängig voneinander lesen, aber ich denke trotzdem das sich die Bücher aufeinander aufbauen.
                      Die Geschichte ist spannend geschrieben, sodass nie Langeweile aufkam.
                      Ebenso witzig, regt aber auch zum nachdenken an.
                      Das Buch hat mich so gefesselt, das ich nun den ersten Band kaufen werde.

                      hasi_rasi

                      Beiträge 24
                      02.11.2016

                        Fee, Moderedakteurin und Moderatorin beim Fernsehen, war früher erfolgreich und dünn. Doch seit der Geburt ihres Sohnes Paul ist sie nicht mehr ganz so dünn, dauernd gestresst und übermüdet.
                        Dazu kommt noch, dass ihr Freund Sam nicht wie geplant die Apotheke seines Vaters übernommen hat, sondern stattdessen Lehrer wird. Er macht gerade sein Referendariat und hat eigentlich mehr Freizeit, aber er unterstützt Fee nicht wirklich. Der Haushalt und Baby Paul lasten auf ihren Schultern. Sie muss das alles irgendwie neben der Arbeit wuppen. Fee ging es schon nach der Geburt nicht gut, sie hatte viel Blut verloren und schlimme Wochenbettdepressionen. Und jetzt bekommt sie immer wieder beängstigende Panikattacken die weder Sam noch ihr Neurologe ernst nehmen.
                        Auch auf Arbeit hat sie Probleme. Eine junge hübsche Kollegin drängt sie aus dem Job und sich selbst immer mehr in Sams Leben. Da Fees Leistungen deutlich nachgelassen haben (O-Ton ihr Chef) bekommt sie eine zweimonatige Auszeit verordnet. Die Situation zu zwischen ihr und Sam eskaliert, sie beendet die Beziehung und sucht ihr Heil in der Flucht nach Irland.
                        Damit sie und Paul die lange Reise nicht allein machen müssen, erklärt sich ihre Mutter Milla bereit, sie zu begleiten. Im Laufe der Reise wird deutlich warum: in Millas Ehe kriselt es gewaltig, seit sich ihr Mann zur Ruhe gesetzt hat.
                        Und auch Fee verschweigt lange den wahren Grund des Reiseziels. Sie hofft, in Irland den Straßenmusiker David wiederzusehen, mit dem sie einst eine leidenschaftliche Nacht verbracht hat. Beide Frauen fragen sich: „Was wäre wenn ...?“

                        „Zeit für Eisblumen“ klingt auf den ersten Blick zwar wie ein locker leichter Frauenroman, aber die Geschichte geht tiefer.
                        Fee ist von Selbstzweifeln geplagt, sucht die Schuld für die Trennung von Sam immer wieder bei sich und macht sich Vorwürfe. In Rückblenden erfährt man, dass sie vor Pauls Geburt ein regelrechtes Jetset-Leben geführt haben und eigentlich nie Kinder wollten. Auch konnte sie nach der Geburt aufgrund ihrer Depressionen nicht für ihr Kind da sein und außer ihrer besten Freundin hat das niemand verstanden. Fee galt immer als leichtlebig und oberflächlich. Fee wird vorgeworfen, ihr eigenes Wohl über das von Paul zu stellen.
                        Und obwohl sie sich selbst gerade von Sam getrennt hat, kann sie nicht verstehen, dass auch ihre Mutter über ihre Ehe nachdenkt. Da sind die Streitereien auf der Reise natürlich vorprogrammiert – zumal Milla bei den irischen Männern sehr gut ankommt. Zitat: „Deine Mutter hat sich gut gehalten. ... Man könnte sie für Deine ältere Schwester halten."

                        „Zeit für Eisblumen“ ist trotz allem kein Drama sondern erzählt eine richtig gute, humorvolle und unterhaltsame Geschichte. Sie besticht durch sehr liebevoll gezeichnete Figuren und deren Entwicklung (Zitat: „Ich musste ganz schön weit reisen, um zu erkennen, dass ich mein Glück zu Hause längst gefunden hatte.“). Man merkt ihm an, dass es Katrin Koppolds bisher persönlichstes Buch ist.
                        Von mir gibt es für dieses sehr ehrliche Buch über das Muttersein 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

                        ChrischiD

                        Beiträge 3
                        14.07.2016

                          Nicht alles folgt einem strukturierten Plan...

                          Fee hatte immer einen strukturierten Plan für ihr Leben und glaubte, diesen auch mit Kind weiterführen zu können. Doch plötzlich merkt sie, dass es nicht bloß reine Organisationssache ist, Job und Familie unter einen Hut zu bringen. Hinzu kommt ihre Befürchtung, dass ihr Freund Sam sie mit ihrer verhassten Kollegin betrügt. Nachdem Fees Chef ihr einen Zwangsurlaub verordnet packt sie ihre Koffer, ihr Kind und ihre Mutter und reist nach Irland – auf der Suche nach David, mit dem sie eine leidenschaftliche Erinnerung teilt...

                          „Zeit für Eisblumen“ ist der zweite Band der Sternschnuppen-Reihe in der jeweils eine von vier Schwestern den Hauptpart ausfüllt. Dieses Mal darf der Leser Fee begleiten, die immer genau wusste wie ihr Leben im Luxus auszusehen hat – bis sie ungeplant schwanger wird und ihr Freund ihr eröffnet beruflich noch einmal vollkommen umsatteln zu wollen. Plötzlich muss sie sich mit anderen Dingen und Personen beschäftigen, nicht nur mit sich selbst, und begibt sich dabei auf eine Reise, im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinn.

                          Unweigerlich stellt man sich während der Lektüre die Frage, ob man mit einer Person wie Fee privat ebenfalls schon in Berührung gekommen ist oder ob man gar an eigene Wesenszüge erinnert wird. Fakt ist jedoch, dass sie innerlich ein anderer Mensch ist als sie nach außen zeigt. Nicht einmal sich selbst gegenüber gesteht sie alles ein, erst während der Reise wird ihr manches bewusst, wodurch möglicherweise sogar ein Umdenken stattfindet. Gerne verfolgt man die Geschehnisse in Irland, wäre auch gerne selbst vor Ort, egal ob es stürmt oder schneit, denn die wahrlich bildhaften Beschreibungen können einen nicht abschrecken, im Gegenteil, sie faszinieren geradezu. Doch nicht nur Fee macht eine Wandlung durch, die Reise scheint so manchem die Augen und das Herz zu öffnen.

                          Die Geschichte lebt von ihrer Authentizität, die deutlich macht, dass im Leben nun einmal nicht alles rosarot ist und schon gar nicht vorgefertigten Plänen folgt. Entsprechend ergibt sich eine emotionale Nähe zwischen Leser und Protagonisten wie es selten der Fall ist. Egal ob man die geschilderten Situation so oder so ähnlich bereits erlebt hat oder nicht, man kann sich hundertprozentig in die Gefühlswelt der agierenden Personen hineinversetzen. Der flüssige Erzählstil tut sein übriges, um den Leser durchgängig zu fesseln.

                          Viel Wahres steckt in Fees Geschichte, die sie selbst erzählt, so dass man nicht nur während der Lektüre, sondern auch im Nachhinein über die ein oder andere Charaktereigenschaft, die einem selbst zu eigen ist, noch einmal bewusster nachdenkt. Auch bestimmte Erlebnisse können durchaus in einem anderen Licht betrachtet werden. Sicher ist aber in jedem Fall, dass man nun unbedingt wissen möchte mit welcher Schwester und welcher Geschichte es nun weiter geht.

                          Susanne

                          Beiträge 19
                          18.01.2016

                            Schöne Fortsetzung der Sternschnuppen-Reihe

                            Zeit für Eisblumen ist die Fortsetzung zu „Aussicht auf Sternschnuppen“, wo es um Helga, die älteste der Baum-Schwestern, ging. Im vorliegenden Band dreht sich alles um ihre Schwester Felicitas, die mit ihrem Lebensgefährten Sam Brandner und dem gemeinsamen kleinen Sohn zusammenlebt. Aber seit Pauls Geburt ist sie mit sich und dem Leben nicht mehr im Reinen. Zu Problemen im Job und Unzufriedenheit mit ihrem eigenen Aussehen kommt noch die Erkenntnis, dass es in der Partnerschaft mit Sam nicht mehr stimmt. Kurz entschlossen reist sie, zusammen mit ihrer Mutter Milla und dem kleinen Paul, nach Irland, um dort David zu suchen, den attraktiven Geiger, der ihr vor einiger Zeit, während seines Aufenthalts in Deutschland, den Kopf verdreht hat und an den sie in letzter Zeit immer häufiger denken muss.

                            So unterschiedlich wie die Baum-Schwestern selbst, so verschieden sind auch ihre Geschichten. Der erste Band entführte die Leser in den warmen Süden, ins lebensfrohe Italien, und die gesamte Atmosphäre wirkte eher heiter und unbeschwert. Dieser zweite Roman ist völlig anders, aber auf seine Art genauso wundervoll. Für die viel tiefgründigere, ernstere Handlung ist das kalte, stürmische Irland die ideale Kulisse. Felicitas, die auf den ersten Blick ein wenig oberflächlich wirkt, hat hier endlich Zeit zum Nachdenken und entpuppt sich letztendlich als ernsthafte junge Frau. Sie muss sich über so einiges klar werden und dabei erkennen, dass jeder nur für sich selbst entscheiden kann, denn ihre Versuche, sich in die Pläne ihrer Mitmenschen einzumischen, scheitern kläglich.

                            Sie besucht traumhafte, geheimnisvolle Orte, sie findet David und sie erkennt, was wirklich wichtig für sie ist. Aber bis dahin gilt es noch so einige Probleme zu lösen, noch manchen Sturm zu überwinden. Im Buch wird mehrmals Janoschs „Oh, wie schön ist Panama“ erwähnt, und in gewisser Weise hat dieses schöne Kinderbuch auch eine tiefere Bedeutung für Fee. Die hergestellte Verbindung hat mir sehr gefallen, denn sie passt absolut. Katrin Koppold beweist mit ihrem zweiten Roman, dass sie mehrere Tonarten beherrscht. Ihr Schreibstil ist, wie gewohnt, flüssig, stimmig  und gefühlvoll, nur hat sie eben diesmal auch die leisen Töne und einige Akkorde in Moll angeschlagen.