Lauren Willig

Der gestohlene Sommer

Ein altes englisches Herrenhaus - voller Schicksale, voller Geheimnisse
Als Julia Conley erfährt, dass sie ein Haus in der Nähe von London geerbt hat, glaubt sie zunächst an einen Scherz. Schließlich war sie nicht mehr in England, seit ihre Mutter dort bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Julia will das Haus so schnell wie möglich verkaufen. Doch dann findet sie, verborgen hinter einer Schrankwand, ein 150 Jahre altes Gemälde. Gemeinsam mit dem attraktiven Antiquitätenhändler Nicholas kommt Julia einem alten Familiengeheimnis auf die Spur. Ihr wird klar, dass der spektakuläre Fund mit ihrer eigenen Vergangenheit zu tun hat. Und plötzlich kehrt ihre Erinnerung zurück …


Autorenbild Foto von Lauren Willig

Der  Autor

Lauren Willig, geboren in New York, schreibt Liebesromane, seit sie sechs Jahre alt ist. Sie hat einen Abschluss in Englischer Geschichte und einen Doktor in Rechtswissenschaften. Nach einem Jahr in einer New Yorker Rechtsanwaltskanzlei entschied sie sich ganz für die Schriftstellerei. In den USA ist sie mit ihrer "Pink Carnation"-Liebesroman-Serie bekannt geworden.


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Rezensionen

KimVi

Beiträge 40
22.08.2017

Die New Yorkerin Julia Conley erhält die Nachricht, dass sie von ihrer Tante ein altes Haus in England geerbt hat. Sie hält es zunächst für einen Scherz, da sie zur englischen Verwandtschaft nach dem Unfalltod ihrer Mutter keinen Kontakt mehr hatte und sich auch nicht mehr an die dort verbrachte Kindheit erinnern kann. Da Julia momentan keinen Job hat, kann ihr Vater sie schließlich dazu überreden, nach England zu fliegen und sich das Haus anzusehen. Julia kommt mit dem festen Vorsatz dort an, das Haus auszuräumen und schnell zu verkaufen. Doch dann findet sie ein altes, gut verstecktes Gemälde im Schrank und beginnt Nachforschungen anzustellen. Der attraktive Nicholas bietet ihr dabei seine Hilfe an. Schon bald stellt Julia fest, dass dieses Gemälde einen engen Bezug zu ihrer Familie haben muss. Sie ahnt nicht, auf welches dunkle Geheimnis sie dabei stoßen wird....

Die Geschichte um das alte Familiengeheimnis wird in verschiedenen Zeitebenen erzählt. Im aktuellen Handlungsstrang beobachtet man Julia dabei, wie sie sich langsam mit dem Haus vertraut macht und sich, durch das alte Gemälde, das sie im Schrank findet, auf die Suche nach Informationen zu dem Maler und dessen Verbindung zu ihrer Familie macht. Julia wirkt sehr sympathisch, man kann sich beim Lesen mühelos mit ihr identifizieren und nachvollziehen, warum sie beginnt die Nachforschungen anzustellen. Dieser Handlungsstrang wirkt durchgehend interessant.

In der anderen Zeitebene blickt man in das Jahr 1840 zurück. Hier erfährt man, wie die junge Imogen ihrem Ehemann in das Haus folgt, das Julia später erben wird, und was sich damals zugetragen hat. Imogen ist ebenfalls eine sehr interessante Protagonistin und der Autorin gelingt es mühelos, die Vergangenheit zum Leben zu erwecken. Dennoch liest sich dieser Handlungsstrang etwas zäh und wirkt stellenweise sogar langatmig. Zum Ende hin überschlagen sich dort aber die Ereignisse, sodass man dann doch noch gespannt der Handlung folgt.

Ich bin ein großer Fan von Romanen, in denen es um alte Familiengeheimnisse geht. Deshalb hat mir der Wechsel der Zeitebenen sehr gut gefallen. Allerdings konnte mich der aktuelle Strang deutlich mehr begeistern, als der, der sich in der Vergangenheit zuträgt. Denn dort zog sich die Handlung für meinen Geschmack zu sehr und plätscherte über weite Teile ziemlich gemächlich vor sich hin. Das Ende konnte mich dann in beiden Zeitebenen fesseln und sogar noch überraschen. Dennoch reicht es bei meiner persönlichen Bewertung leider nur zu drei Sternen, da es mir einfach zu lange gedauert hat, bis der Handlungsstrang in der Vergangenheit Fahrt aufgenommen hat.

Shanna

Beiträge 45
02.03.2017

Julia erbt von ihrer Tante, an die sie nicht erinnern kann, ein Haus in England und reist dorthin, um es zu entrümpeln und dann zu verkaufen. Dabei macht sie eine interessante Entdeckung und begibt sich auf Spurensuche in die Vergangenheit ihrer Familie. Hierbei steht ihr der attraktive Antiquitätenhändler Nicholas zur Seite, der einige unschöne Geheimnisse hütet von denen Julia nichts ahnt. In einem zweiten Erzählstrang 170 Jahre vor Julias Zeit verfolgt man das Schicksal von Imogen, ihrer Vorfahrin, die wegen ihrer überstürzten Heirat in einer unglücklichen Ehe gefangen ist. Zwischen den beiden Zeiten abwechselnd, erfährt man immer mehr Details über die Zusammenhänge, bis schließlich am Ende die Verknüpfung der beiden Geschichten fast alle Rätsel auflöst.

Mir hat bei diesem Roman besonders die ruhige und trotzdem fesselnde Erzählweise gefallen, so dass man ganz entspannt und doch hautnah die Ereignisse miterlebt. Die Charaktere sind eingängig und anschaulich beschrieben und man kann sich von Anfang an sehr gut in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen. Gerade die in der Vergangenheit herrschende Atmosphäre ist spürbar gut getroffen und man kann die zwiespältigen Gefühle von Imogen ihrem Mann gegenüber und ihre wachsende Verzweiflung nachvollziehen. Oft gleitet die Beschreibung einer unerfüllten Liebe ins Kitschige ab, was zum Glück hier nicht der Fall ist. Die Autorin hat für meinen Geschmack genau das richtige Maß zwischen Romantik und Drama gefunden, was übrigens auch für die sich anbahnende Beziehung von Julia und Nicholas in der Gegenwart gilt.

Das Buch ist eine wunderbare Mischung aus Familien- und Liebesgeschichte mit Romantik, Drama, Spannung und Tiefgang. Mir hat es sehr gut gefallen und ich kann es wärmstens weiterempfehlen.

Einhorncupcake

Beiträge 57
08.12.2016

Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen; gerade für Liebhaber von Familiengeheimnissen und wen ein offenes Ende nicht stört.
Mitreißend, fesselnd, emotional.
Gefühlskino pur. Habe es meiner Mutter nach dem lesen gegeben und für sie ist eines der schönsten Bücher die sie je gelesen hat.
Ich selber habe es direkt wo es mit der Post kam gelesen und konnte es nicht aus der Hand legen. Nur weiter zu empfehlen.

Tiara

Beiträge 11
28.11.2016

Inhaltsangabe:
Julia kann es gar nicht glauben, als sie erfährt, dass sie von ihrer Tante ein Haus in der Nähe von London geerbt haben soll. Julia war nicht mehr dort, seit ihre Mutter vor 25 Jahren nach einem Unfall ums Leben kam. Da sie jedoch gerade arbeitslos ist, geht sie der Sache auf den Grund und möchte gegebenenfalls das Haus schnellstens verkaufen.
Doch bei der Besichtigung stößt sie auf ein 150 Jahre altes Gemälde, das hinter einer Schrankwand verborgen ist. Mit dem Antiquitätenhändler Nicholas möchte sie das Geheimnis um das Bild ergründen.

Meine Meinung:
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt.
In der Gegenwart 2009 begeben wir uns mit Julia und Nicholas auf die Suche, um näheres über das Bild zu erfahren.

In der Vergangenheit 1839 treffen wir auf Imogen, deren Vater schwer krank ist und bald darauf stirbt. Daher ist sie sehr erleichtert, als Arthur Grantham um ihre Hand anhält. Er ist zwar wesentlich älter und hat eine kleine Tochter, doch Imogen ist sich sicher, dass er der richtige ist und sie mit ihm glücklich wird. Doch leider wird sie schon bald ernüchtert, denn Grantham braucht sie nur als Vorzeigeobjekt und will ansonsten nichts von ihr wissen. Zudem wohnt auch noch die Schwester seiner verstorbenen Frau bei ihnen im Haus. Jane ist in Arthur verliebt und somit wenig erfreut, über Imogens Anwesenheit.
Einzig und allein mit Evie, Arthurs Tochter erlebt sie glückliche Momente. Bis der Maler Gavin in ihr Leben tritt.....

Die Geschichte der beiden Frauen wird im steten Wechsel erzählt und vor allem das Schicksal von Imogen hat mich sehr berührt.

Lauren Willig hat einen sehr schönen, flüssigen und einfühlsamen Schreibstil der sämtliche Gefühle bei mir angesprochen hat.

Mir haben beide Erzählstränge gut gefallen, ich fand es sehr interessant, wie Julia und Nicholas das Geheimnis durch Recherchen ergründet haben, weil sie ja außer dem Bild keine andere Informationsquelle haben.
Parallel dazu haben wir Imogens und Gavins traurige Geschichte erfahren, so wie sie sich wirklich ereignet hat.
Insgesamt ist die Geschichte eher ruhig gehalten, allerdings zum Schluß hin wird es immer spannender und man kann das Buch nicht mehr weg legen.
Am Schluß wird die Geschichte zwar nicht ganz aufgeklärt, aber ich denke, den meisten dürfte klar sein, was passiert ist.

Ein sehr berührendes Familiengeheimnis, dem ich 5 Sterne gebe und es sehr gerne weiterempfehlen möchte.

Nabura

Beiträge 28
11.05.2018

    In „Der gestohlene Sommer“ erbt Julia das Haus ihrer Großtante in der Nähe von London. Als kleines Kind ist sie nach dem tragischen Tod ihrer Mutter mit ihrem Vater von England nach New York gezogen. Jetzt kehrt sie in ihre Heimat zurück, um Herne Hille für einen Verkauf vorzubereiten. Dabei stößt sie auf ein Geheimnis. Parallel dazu wird die Geschichte von Imogen erzählt, die 1839 als Sechzehnjährige den deutlich älteren Arthur heiratet und zu ihm nach Herne Hill zieht. Doch das Eheleben verläuft anders als erhofft. Die Geschichte springt regelmäßig zwischen den beiden Zeitebenen hin und her, allerdings hätte ich mir mehr Tempo und Überraschungen gewünscht. Was Julia erlebt ist ziemlich vorhersehbar, und auch Imogens tragische Geschichte lässt sich schnell erahnen. Interessant fand ich den Einblick in das Leben als Künstler in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein Buch rund um Geheimnisse und die große Liebe, das von mehr Wendungen im Handlungsverlauf profitiert hätte.

    Ana83

    Beiträge 20
    11.09.2017

      Inhalt
      Julia erbt von ihrer Tante, an die sie sich nicht erinnern kann, ein Haus in England und macht sich kurzerhand auf die Reise um die Gelegenheit so schnell wie möglich zu regeln. Beim entrümpeln entdeckt sie ein Bild, dass sie sofort fasziniert und neugierig macht. Bald beginnt sie mit Hilfe von Nicholas, einem Antiquitätenhändler, über das Gemälde zu recherchieren und stößt dabei auf eine Familiengeheimnis.
      Sehr schnell nach der Hochzeit, merkt Imogen, dass ihr Mann Arthur, mit dem sie sich eine romantische Zukunft ausgemalt hat, nicht der ist, in den sie sich verliebt hatte. Allein Arthurs Tochter Evie bereitet ihr all die Jahre Freude bis eines Tages Gavin in ihr Leben tritt.

      Meine Meinung
      Eine wirklich wunderbare Geschichte um ein Familiengeheimnis auf zwei Zeitebenen. Ich liebe solche Bücher und konnte dieses nicht aus der Hand legen. Meistens ist es so, dass bei einer Geschichte mit verschiedenen Zeitebenen, mir die in der Vergangenheit oft besser gefällt als die Gegenwart, aber bei diesem Buch fand ich beide sehr spannend und interessant. Die Liebesgeschichte zwischen Imogen und Gavin ist so schön geschrieben und dabei gar nicht kitschig. Ich habe richtig mit den Beiden mit gefiebert.
      Auch die Gegenwart mit Julia war sehr spannend und man hat voller Spannung ihre und Nicks Fortschritte der Recherche mit verfolgt.
      Die Charaktere waren sehr gut beschrieben und authentisch und man konnte sich gut in Alle hineinversetzen.
      Auch der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Es ist sehr angenehm und flüssig zu lesen.

      Fazit
      Ein sehr schönes Buch, dass ich jedem der Geschichten über Familiengeheimnisse mag, empfehlen würde.

      Luna Animalia

      Beiträge 4
      04.09.2017

        Ein tolles Buch das eine Geschichte über die Bewohner des Hauses erzählt. Und wie die Erbin des Hauses auf die Geheimnisse stößt und vieles aus ihrer Vergangenheit aufarbeitet! Und sie findet die Liebe. Einfach nur schön

        Susi

        Beiträge 37
        04.08.2017

          Ich habe eine zeitlang sehr gerne Romane gelesen, die auf zwei Zeitebenen spielen, verlor dann aber irgendwann die Lust daran, da der "Vergangenheits-Erzählstrang" fast immer in einem der beiden Weltkriege angesiedelt war und die Geschichten sich letztendlich stark ähnelten und wenig Neues boten.
          "Der gestohlene Sommer" jedoch geht viel weiter zurück, bis in die 1.Hälfte des 19.Jahrhunderts, und hat mich daher positiv überrascht. Insbesondere die Geschehnisse rund um Imogen haben mir gut gefallen und ich könnte mir vorstellen, zukünftig auch mal zu einem Buch zu greifen, das vollständig in dieser Epoche spielt.
          Absolute Empfehlung für alle, die Romane rund um weit zurückreichende Familiengeheimnisse mögen.

          KatiKatharinenhof

          Beiträge 76
          20.07.2017

            Fasziniert vom geheimnisvollen Cover habe ich mich auf die Reisenach England begeben.

            Lauren Willig hat eine Geschichte konstruiert, die mich zwar auf den ersten Blick fesseln konnte, die jedoch mit Fortschreiten des Buches ihren Reiz verlor. Die beiden Zeitstränge liefen eher nebeneinander her und so kam kein rechter Lesefluss auf. Die Geschichte aus der Gegenwart war dabei spannender beschrieben, als die Erzählung aus der Vergangenheit - was sehr schade ist, denn diese. trägt doch zum Auflösen des Ganzen bei.

            Bis auf Julia, die Hauptprotagonistin, waren alle Charaktere farb- & leblos und konnten mich nicht richtig begeistern. Julia hingegen hat sich sofort einen Platz in meinem Leserherzchen erobert und ich fand sie sehr sympathisch.

            Das überraschende Ende hat mich jedoch wieder mit allem versöhnt und so gebe ich hier gerne gutgemeinte 3 Sterne

            :

            Judi

            Beiträge 2
            21.06.2017

              Habe das Buch gerade beendet und bin total begeistert davon. Ich hatte mir den Klappentext vorher nicht durchgelesen und wusste gar nicht was mich da erwartet. Ich hätte niemals gedacht, dass es sich hierbei unter anderem um einen historichen Roman handelt. Als Kunstinteressierte und Fan des Buches "Das Mädchen mit dem Perlenohring" hat mich die Geschichte rund um Julia und ihre Vorfahren sofort mitgerissen! Vor allem den Schluss fand ich sehr spannend!
              Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen!

              brigitte_schreiter

              Beiträge 77
              12.06.2017

                Es ist das zweite Buch welches ich von Lauren Willig gelesen habe.
                Als julia erfährt, daß sie ein haus in der Nähe von London geerbt hat, glaubt sie es ist ein Scherz. Sie ist arbeitslos und zur zeit äußerst frustriert.
                Die geschichte spielt in zwei Zeitebenen. 2009 Und 1839, zwei Frauen und ein haus. Julia findet beim entrümpeln in diesen Haus ein Gemälde welches Rätsel aufgibt und ein Geheimnis. Durch Nachforschungen stößt sie auf Image, die Frau welche ca. 170 Jahre früher lebte.

                regenbogeneinhorncupcake

                Beiträge 36
                03.03.2017

                  Es ist schon eine Weile her seit ich es gelesen habe. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Mitreißend, fesselnd, emotional. Wer es gerne Geschichten mit Familiengeheimnissen lesen tut. Passt es wie die Faust auf das Auge. Es ist Gefühlskino pur.
                  Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Auch wenn ich wollte es ging nicht.
                  Gibt 5 Sterne.

                  Bücherfreundin

                  Beiträge 47
                  07.02.2017

                    Julia lebt in New York und ist arbeitslos als sie erfährt, dass sie ein Haus in London geerbt hat. So macht
                    sie sich auf den Weg dorthin, um das Haus zu verkaufen. Beim Ausräumen der alten Sachen findet sie versteckt
                    hinter einer Schrankwand ein altes Gemälde. Gemeinsam mit dem Antiquitätenhändler Nick versucht sie etwas
                    über das Bild herauszufinden. Dabei entdeckt sie die Geschichte ihrer Vorfahrin Imogen, die einst in dem Haus
                    gelebt hat. Gleichzeitig kehren alte Erinnerungen zurück an ihre Kindheit, als sie mit ihrer Mutter in London lebte.

                    Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart im Jahr 2009 geht es um Julia, in der
                    Vergangenheit im Jahr 1849 wird die Geschichte von Imogen erzählt. In wechselnden Kapiteln erfährt man
                    nach und nach die Geschichten der beiden Frauen.
                    Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut lesen. Das Buch beginnt recht langsam, doch im Laufe der
                    Geschichte baut sich immer mehr Spannung auf. Dabei ist vor Allem die Geschichte von Imogen sehr emotional,
                    spannend und tragisch.
                    Leider ist das Ende des Buches recht unbefriedigend. Zu viele wichtige Dinge werden nicht geklärt, und viele
                    Fragen bleiben offen. So wurde nicht einmal das geschehene Verbrechen aufgeklärt und man erfährt nicht, wer
                    der Täter war. Natürlich kann ein Autor auch manches der Fantasie seiner Leser überlassen, aber grundlegende
                    Dinge sollten doch am Ende geklärt werden. Dies ist hier leider nicht der Fall, und so bleibt man als Leser
                    doch etwas unzufrieden zurück.

                    Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Es war spannend und emotional und konnte mich wirklich fesseln.

                    MelaKafer

                    Beiträge 2
                    14.12.2016

                      Die junge Amerikanerin Julia erbt ein Haus in der Nähe von London. Ihre Mutter war Engländerin und bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen, als Julia noch ein kleines Mädchen war. Ihre Vater brach darauf hin alle Zelte in England ab und ging mit seiner Tochter in die USA.
                      Völlig überrascht von der unerwarteten Erbschaft beschließt Julia nach England zu reisen und das Haus zu verkaufen. Bei der Entrümpelung stolpert sie über ein altes Gemälde, das Rätsel aufgibt und nach und nach kommt die Erinnerung an ihr früheres Leben in England zurück.
                      Bei den Nachforschungen zu diesem Gemälde findet ein Familiengeheimnis seine Lösung und Julia die Liebe....

                      Ein wunderschönes Buch für Romantikerinnen.

                      Elisa

                      Beiträge 38
                      25.11.2016

                        Es ist schon einige Zeit her, dass ich dieses schöne Buch gelesen habe. Es hat mir wirklich gut gefallen. Zwar ist das Gebotene nicht wirklich neu (Familiengeheimnis, Erzählung auf zwei Zeitebenen), in jedem Fall aber unterhaltsam und mitreißend. Sprachlich ist das Buch eingängig geschrieben und gut strukturiert. Im Anschluss habe ich weitere Bücher der Autorin gelesen und war immer zufrieden. Sicherlich nicht die große anspruchsvolle Literatur, aber genau das Richtige für einen gemütlichen Abend bei einer Tasse Tee und im Kerzenschein.

                        Jako

                        Beiträge 44
                        24.11.2016

                          Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen; gerade für Liebhaber von Familiengeheimnissen und wen ein offenes Ende nicht stört.
                          Mitreißend, fesselnd, emotional.
                          Gefühlskino pur.
                          Ich konnte und wollte das Buch nicht aus der Hand legen.
                          Volle Punktzahl.

                          Anne687

                          Beiträge 20
                          10.11.2016

                            Den Roman der gestohlene Sommer war schnell gelesen. Ich möchte jetzt nicht auf die Details eingehen, dafür kann man die Inhaltsangabe lesen.
                            Eine schöne Geschichte mit vielen Wendungen und Geheimnissen, jedoch fand ich alles sehr oberflächlich geschrieben und die Gefühle der Protagonisten hat einen nicht genug berührt.
                            Alles in allem ein guter Zeitvertreib., aber als Pflichtlektüre würde ich es nicht weiterempfehlen..

                            Lesegenuss

                            Beiträge 24
                            09.11.2016

                              Ein gut gehütetes Geheimnis
                              Rachel Woodley wollte eigentlich nach der Schule einen Sekretärinnenkurs besuche und dann als Bürokraft arbeiten. Doch dies ließ ihre Mutter nicht zu. Rachels Vater starb, als sie gerade vier Jahre alt war. Man hatte ihr gesagt, er sei bei einer seiner Expeditionen ums Leben gekommen. So hatte Rachel in den vergangenen sieben Jahren verschiedene Tätigkeiten bei reichen Familien ausgeübt. Derzeit arbeitete sie als Gouvernante bei der Grafenfamilie von Brillac. Am Tag des alljährlichen Osterballs auf dem Anwesen in der Normandie erreicht Rachel ein Telegramm, was allerdings an die Adresse in Paris gerichtet war, mit einigen Tagen Verspätung. Eile war geboten, die Mutter schwer erkrankt. Sie musste zurück nach England. Absender war der behandelnde Arzt, welcher mit Rachels bester Freundin verheiratet war. Fristlos kündigt Rachel ihren Job und fährt nach England. Doch sie kommt zu spät. In dem Ort Netherwell wird sie von Alice, ihrer besten Freundin, erwartet. Einen Tag vor der Ankunft war die Mutter beigesetzt worden. Der Onkel aus Oxford hatte alle Angelegenheiten geregelt.
                              Während des Aufräumens findet Rachel ein Blatt aus einem Mgazin, datiert Dezember 1926, also vor fünf Monaten … Lady Olivia Standish in Begleitung ihres Vaters, des Grafen von Ardmore.
                              Bei der Zusammenkunft mit ihrem Onkel lernt Rachel Simon Montfort kennen. An seiner Seite begibt sie sich mit geänderten Namen in die Gesellschaft der Reichen.
                              "Die fremde Schwester", eine Familiengeschichte, die in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts spielt. Lauren Willig war mir bis dato als Autorin noch unbekannt, doch mit diesem Roman hat sie sich mich - Fan u. a. von Lucinda Riley, überzeugt.
                              Das Cover in dem Aquamarinton gehalten, ein Vogelkäfig mit rosa Rosenblüten, die Tür des Käfigs leicht geöffnet, Titel sowie Name der Autorin stimmig und optimal platziert, macht auf sich aufmerksam.
                              Die Familiengeschichte um Rachel und ihre Eltern ist sehr gut geschildert. Es lebt durch die Beschreibungen und ihren Charakteren. Schritt für Schritt bringt Rachel Klarheit in das vergangene Leben, dem Leben ihrer Mutter, aufgebaut auf einer Lüge.
                              "Die fremde Schwester" - ein Buch, das erst einmal eine ganze Weile sacken musste, einfach weil mir für den Moment die Worte fehlten, um meine Lesemeinung zu schreiben. Die Geschichte ist wirklich etwas ganz Großes - bzw. die Autorin hat mich total geflasht. Ich bin begeistert.

                              Anitram

                              Beiträge 3
                              30.04.2015

                                Die Vergangenheit ist ein fernes Land

                                Der neue Roman "Der gestohlene Sommer" von Lauren Willig beginnt in New York im Jahr 2009. Die durch die Finanzkrise arbeitslos gewordene Julia Conley lebt seit ihrem sechsten Lebensjahr mit ihrem Vater in Amerika, nachdem ihre Mutter bei einem mysteriösen Unfall in England ums Leben gekommen ist. Nun erbt sie völlig überraschend von ihrer Großtante Renate Ashe ein seit Jahrhunderten zum Familienbesitz gehörendes Haus in Herne Hill (England). Da sie all ihre Erinnerungen an ihre Kindheit verdrängt hat, glaubt sie zuerst an einen Schwindel. Von ihrem Vater erfährt sie, dass in dem Haus ihre Mutter aufgewachsen ist. Sie packt ihre Sachen und reist nach England. "Die Vergangenheit ist ein fernes Land, .....Das England, das sie und ihr Vater hinter sich gelassen hatten, gab es nicht mehr. Das Haus war nur ein Haus, es bestand kein Grund, sich davon abhalten zu lassen, einen kleinen Gewinn einzustreichen." (S. 21) Am ersten Tag begegnet Julia Natalie, einer Cousine, die sich unbefugt Zugang zum Haus verschafft hat. Was hat sie dort gesucht? Natalie lädt den Antiquitätenhändler Nick Dorrington ein, um beim Ausräumen im Haus behilflich zu sein.

                                In dem zweiten Erzählstrang, der 1839 in Cornwell beginnt und über einen Zeitraum von elf Jahren geht, lernt der Leser die 16jährige Imogen und ihren schwer erkrankten Vater kennen. Er hat ein geschmücktes Gebet- und Andachtsbuch aus dem 15. Jahrhundert zum Verkauf angeboten. Der Witwer und Kunstsammler Arthur Grantham zeigt nicht nur Interesse an dem Buch, er nimmt auch die mittellose Imogen zu seiner Frau. Nach ihrer Hochzeit zieht Imogen zu ihrem Mann nach Herne Hill. Dort lebt sie zusammen mit Arthurs Schwägerin Jane Cooper und Evie, seiner Tochter aus erster Ehe. Zu ihrer Stieftochter Evie hat Imogen ein ausgesprochen aufgeschlossenes und herzliches Verhältnis. 1849 lädt Arthur die Präraffaelitische Bruderschaft (eine Gruppe von Malern) ein, sich seine Kunstsammlung anzusehen, und bittet später Gavin Thorne, ein Gemälde seiner Frau anzufertigen. Imogen, die in ihrer unglücklichen Ehe gefangen ist, verliebt sich in Gavin und kann sich vorstellen, mit ihm ein neues Leben in New York zu beginnen. Doch es kommt anders, denn "Auch in den alten Sagen erwarten die entflohenen Liebenden selten ein glückliches Ende." (S. 343)

                                Das Porträt von Imogen Grantham hängt noch heute im Haus in Herne Hill, und als Julia ein weiteres Gemälde in einem Schrank entdeckt, beginnt sie Nachforschungen anzustellen. Wer war die ihr doch so vertraute Frau, und welches Geheimnis umgab sie? Hilfreich ist, dass die Familie über Generationen hinweg niemals irgendetwas weggeworfen hat, dadurch werden Julia und Nick bald fündig und kommen einem alten Familiengeheimnis auf die Spur.

                                "Der gestohlene Sommer" von Lauren Willig spielt auf zwei Zeitebenen und erzählt die Geschichte zweier Frauen, die zwar miteinander verwandt, aber außer dem Interesse zur Malerei und Kunst keine Gemeinsamkeiten haben. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Auch hat die Autorin sehr gut recherchiert und gekonnt historische Details in die Geschichte einfließen lassen. Die Zusammenführung der Zeitabschnitte hingegen hat, wie das Ende des Romans, viele Fragen offengelassen. Trotzdem habe ich die viktorianische Geschichte um Imogen und Gavin und die moderne Geschichte um Julia und Nick gerne gelesen.