Lena Wolf

Ein Sommer auf Sylt

Drei Schwestern, ein Haus am Meer und ein Sommer, der seinen Namen verdient
Eigentlich bräuchte Julia dringend eine Auszeit. Aber die Reise nach Sylt entpuppt sich als wenig erholsam. Denn mit Julia sitzen auch ihre Mutter und zwei Tanten im Autozug auf die Insel.
Die drei Schwestern sind vollkommen zerstritten und lassen keine Gelegenheit aus, den anderen auf die Füße zu treten. Vor allem streiten sie darüber, was mit dem Haus auf Sylt geschehen soll, in dem sie früher unbeschwerte Familienurlaube verbracht haben.
Zunächst kommen die Frauen aber in einer Pension unter. Und hier zeigt Sylt sich endlich von seiner besten Seite. Zumal der Besitzer sehr charmant ist und Julia anbietet, ihr die Schönheit der Insel zu zeigen. Doch damit fangen Julias Probleme erst an …


Autorenbild Foto von Lena Wolf

Der  Autor

Lena Wolf ist das Pseudonym einer erfolgreichen Autorin. Im Gegensatz zu ihrer Protagonistin fährt sie durchaus gerne mit ihrem Mann und ihrer Mutter gemeinsam in den Urlaub. Am liebsten nach Südfrankreich.


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Rezensionen

Sonjas Bücherecke

Beiträge 72
16.02.2020

Die Autorin Lena Wolf entführt uns ihrem neuen Buch auf die zauberhafte Insel Sylt und hier dürfen wir einen aufregenden Sommer mit sympathischen Progatonisten erleben. Da erbt die Architektin Julia unerwartet ein Haus auf Sylt. Nachdem sie dringend eine Auszeit von ihrem anstrengenden Job braucht, entschließt sie sich mit ihrer Mutter und deren zwei Schwestern auf die Insel zu fahren. Doch schon in Anreise in dem Autozug entpuppt sich als anstregend, den die Schwestern sind vollkommen zerstritten. Sie streiten sich, was mit dem Haus auf Sylt geschehen soll, indem sie als Kinder wunderschöne Familienurlaube verbracht haben. Doch als sie auf Sylt ankommen erleben sie eine Überraschung. Und Julie und ihre Mitreisenden nehmen Quartier in einer Pension, dessen Besitzer sehr charmant ist und Julia die Insel von ihrer besten Seite zeigt. Und so lernt Juia nicht nur die Insel lieben.... Ach, war das schön! Ich habe meinen Aufenthalt auf Sylt, das von der Autorin so wunderbar beschrieben wurde, sehr genossen. Ich spüre jetzt noch den Wind auf meiner Haut und höre das Kreischen der Möwen. Die Strandspaziergänge waren einfach wunderschön. Aber nun zu unseren Progatonistinnen. Was für eine Überraschung für Julia, als sie endlich die Wahrheit erfährt. Sie, die ja wenig Kontakt zu ihren Eltern hatte, erfährt endlich das Familiengeheimnis. Im ersten Moment zieht es ihr den Boden von den Füßen. Und dann diese ewigen Streitereien ihrer Mutter und deren Schwestern. Alle Mitwirkenden sind ja so bildlich beschrieben, ich sehe sie direkt vor mir. Aber man merkt, das auf der Insel ein gewisser Zauber herrscht, denn man spürt förmlich die Veränderung die mit Julia und ihren Mitreisenden vorgeht. Und es schadet ja wirklich nicht, sich mal den Wind um die Nase wehen zu lassen und den Kopf frei zu bekommen. Natürlich spielt auch die Liebe in dieser herrlichen Geschichte eine Rolle. Und plötzlich gibt es zwei Männer in Julias Leben, die um ihre Gunst buhlen. Doch welche Entscheidung trifft Julia? Ein absoluter Gute-Laune-Wohlfühlroman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Ein traumhaftes Lesevergnügen der Extraklass. Am liebsten würde ich ja sofort meinen Koffer packen und die Insel besuchen. Selbstverständlich vergebe ich für dieses Traumbuch gerne 5 Sterne.

Bambisusuu

Beiträge 31
16.02.2020

Das Buch "Ein Sommer auf Sylt" ist ein toller Wohlfühlroman der Autorin Lena Wolf und macht Lust auf Sommer, Strand und Meer. Wer Urlaubsgefühle jetzt schon braucht und die Nordsee liebt, für den ist dieser Roman genau das Richtige!

Die Architektin Julia erbt unerwartet ein Haus auf Sylt, was ihr bei dem ganzen Arbeitsstress genau rechtzeitig kommt. Mit ihrer Mutter und ihren zwei Tanten reist sie Julia auf die Insel. Ob sie sich das mit den drei Streithähnen gut überlegt hat? Welche Entscheidung über das Haus auf Sylt getroffen werden soll, führt zu Uneinigkeiten zwischen den drei Schwestern. Aber auch Julia ist sich mit dem Verkauf noch unsicher. Da es vermietet ist, muss die Entscheidung eines Verkaufes sowieso erstmal weichen. Die vier Frauen übernachten spontan in einer Pension und dann lernt Julia auch noch Mats kennen.

Der Roman eignet sich als perfekte Strandlektüre und sorgt für grandiose Urlaubsatmosphäre. Sylt ist eine traumhafte Insel, die in dieser Geschichte gut zur Geltung kommt. In die Hauptcharaktere kann man sich durch den angenehmen Schreibstil schnell einfinden.

Auch wenn es paar mehr Charaktere sind, liegt der Fokus überwiegend bei Julia, die mir auf Anhieb sympathisch ist. Ihre Mutter und die beiden Schwestern sind hingegen absolute Gegensätze und wirbeln die Geschichte ganz schön auf. Ihre unterschiedlichen Meinungen und ihre gemeinsame Vergangenheit mit Julias Vater ist dabei immer wieder Gesprächsthema. Ich habe die drei Frauen daher toll vor Augen, auch wenn sie mir manchmal etwas anstrengend waren. Dafür sind sie aber sehr authentische Persönlichkeiten.

Den Alltag von Julia und ihrer Familie habe ich gespannt verfolgt. Ihre Gefühle und Emotionen hinsichtlich des Hauses ihres verstorbenen Vaters kommen gut zur Geltung. Aber nicht nur das Haus ist Geschehen der Handlung. Nebenbei bahnt sich noch eine kleine Romanze zwischen Julia und Mats an. So hat das Buch einen gelungene Mischung. Auch Mats mochte ich als Charakter gerne. Ein schöner Wohlfühlroman!

Ascora

Beiträge 3
25.03.2020

    Die liebe Familie

    Das Cover: Ein schlichtes aber bestechendes Cover in Naturweiß mit zwei Blautönen, das graphische Lösung von Wellen und Leuchtturm überzeugt. Als haptische Besonderheit dient der reliefierte Lack, mit dem die Blautöne überzogen sind. Kurz ein Cover das trotz seiner Schlichtheit auffällt und gut zum Thema passt.
    Der Klappentext: „Eigentlich bräuchte Julia dringend eine Auszeit. Aber die Reise nach Sylt entpuppt sich als wenig erholsam. Denn mit Julia sitzen auch ihre Mutter und zwei Tanten im Autozug auf die Insel. Die drei Schwestern sind vollkommen zerstritten und lassen keine Gelegenheit aus, den anderen auf die Füße zu treten. Vor allem streiten sie darüber, was mit dem Haus auf Sylt geschehen soll, in dem sie früher unbeschwerte Familienurlaube verbracht haben. Zunächst kommen die Frauen aber in einer Pension unter. Und hier zeigt Sylt sich endlich von seiner besten Seite. Zumal der Besitzer sehr charmant ist und Julia anbietet, ihr die Schönheit der Insel zu zeigen. Doch damit fangen Julias Probleme erst an …“
    Zum Inhalt: Der Klappentext verspricht ja bereits eine amüsante und etwas verworrene Familiengeschichte und was soll ich sagen? Der Inhalt hält dieses Versprechen. Das Miteinander von Mutter und Tochter, von den drei Schwestern und von Nichte und Tanten ist einfach herrlich, man kann mitlachen und –leiden, vor allem mit Julia, die häufig zwischen allen Stühlen sitzt. Julia reist mit Mutter und Tanten nach Sylt um das geerbte Haus ihres Vaters zu begutachten und möglichst schnell loszuwerden. Das Problem ist eine ominöse Mieterin, die den Verkauf erschwert und das Haus besetzt, so dass die vier in einer Pension unterkommen müssen. Ein gewisser Lichtblick ist der Pensionswirt, da könnte sich doch glatt etwas anbahnen.
    Der Stil: Die Autorin Lena Wolf beweist hier einen flüssigen und angenehmen Schreibstil, der durch witzige und freche Dialoge und bildliche Beschreibungen besticht. Man kann sich Sylt wirklich gut vorstellen, auch wenn man die Insel selbst noch nicht kennt. Erzählt wird übrigens in Ich-Form aus der Sicht von Julia, so dass sie einem besonders nahe kommt, aber auch die anderen Charaktere wirken sehr lebendig, vor allem die zerstrittenen Schwestern, die ihre Streitereien so richtig genießen und zelebrieren.
    Mein Fazit: Eine kurzweilige, manchmal etwas klischeehafte Urlaubslektüre für äußerst angenehme Lesestunden.

    Ich danke dem Rowohlt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

    erlesen

    Beiträge 2
    23.03.2020

      Unerwartet erbt Julia ein Haus auf Sylt. Sie kann das Geld recht gut für die die Finanzierung ihres jungen Architekturbüros gebrauchen und so möchte sie schnell alle Formalitäten erleidgt haben. Mit ihrer Mutter und deren beiden Schwestern im Schlepptau ist sie schon bald auf dem Weg zur Insel. Doch ihre Begleitung ist bei der Abwicklung keine echte Hilfe. Mehr mit alten Familienfehden und langen Partynächten beschäftigt, ist Julia allein mit allen Entscheidungen. Bis sich der anfängliche Brötchendieb als beständiger Begleiter über die Insel entpuppt.
      Anfangs lassen spritzige Dialoge eine erfrischende Urlaubslektüre erhoffen. Doch ermüdende Endlosstreitigkeiten zwischen den Schwestern, Julias Naivität und platte Dialoge machen schon bald jegliche Hoffnung zunichte. Allmählich wirkt das Buch eher wie ein Sylter Reiseführer mit ausreichend Werbung für den dazugehörigen Fischimbissbetreiber. Man erfährt jedoch auch vieles über die Sorgen Einheimischer, deren Insel inzwischen nur noch ein einkommensträchtiger Ort für Makler ist.
      Leider keine empfehlenswerte Lektüre für den Strandkorb ... man würde vermutlich in selbigem einschlafen. Jedoch ein großes Lob für die sehr außergewöhnliche Gestaltung des Covers - für ein Taschenbuch niedriger Preisklasse unerwartet speziell!

      YH110BY

      Beiträge 11
      19.03.2020

        Julia lebt in Hamburg als Architektin und ist mit Jo, der ebenfalls Architekt ist zusammen. Als ihr Vater stirbt, vererbt er ihr überraschenderweise ein Haus auf Sylt. Kurzentschlossen fährt Julia zusammen mit mit ihrer Mutter und ihren zwei Tanten nach Sylt. Dort angekommen, muss sie feststellen, dass das Haus vermietet ist. Julia lernt den Inhalber ihrer Pension kennen. Er heißt Mats und fängt an, ihr zu zeigen, wie schön es auf Sylt ist. Doch Julia will die Schönheit eigentlich gar nicht sehen. Sie will so schnell wie möglich das Haus verkaufen und so viel Geld wie möglich dafür erzielen.
        Das Buch war zwar kurzweilig und leicht zu lesen, jedoch blieb mir die Geschichte zu oberflächlich. Ich hätte mir mehr Tiefgang und mehr Gefühle gewünscht. Die Kulisse auf Sylt war schön beschrieben. Insgesamt hatte ich mir viel mehr von dem Roman erhofft, doch meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt. Das Buch konnte mich nicht richtig fesseln und ich hätte es jederzeit auf Seite legen können.

        Annette126

        Beiträge 16
        15.03.2020

          Da kann ich für diesen kurzen Einblick schonmal echt wow sagen - die helle Begeisterung kommt dabei bei mir auf, wenm ich das lese. Ich merke dabei auch die leicht romantische Ader dadrin, die tiefe Liebe darin ist mir dabei aucg herzlich aufgefallen. Es lohnt sich sehr, dieses sehr wunderbare Buch zu lesen.

          Laudibook

          Beiträge 6
          12.03.2020

            Julia arbeitet als Architektin bei ihrem Freund in der Firma in Hamburg. Seit einigen Jahren hat sie ein sehr distanziertes Verhältnis zu ihren Eltern. Umso überraschter ist sie, als sie von ihrem plötzlich verstorbenen Vater ein Friesenhaus auf Sylt erbt. Um ihr Erbe in Augenschein zu nehmen und einen Verkauf zügig abzuwickeln, reist sie auf die Insel. Begleitet wird Julia von ihrer Mutter und deren zwei Schwestern, die permanent am streiten sind. Noch ahnt die junge Frau nicht, dass das Haus noch bewohnt ist und sie sich bald in einer üblen Zwickmühle befindet. Durch die Erbschaft kommen viele unangenehme Familiengeheimnisse auf den Tisch. Auch ihre Beziehung gerät ordentlich durcheinander.

            Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Die Autorin hat einen leichten, luftigen Schreibstil. Sehr anschaulich und bildhaft beschreibt sie die ganze Schönheit der nordfriesischen Insel. Das war ein wahrer Genuss für die Seele.
            Die Story konnte mich insgesamt nicht komplett überzeugen. Vielleicht hatte ich auch falsche Erwartungen. Der ständige, kindische Zank und die Streitigkeiten waren mir zu viel und kam stellenweise sehr unglaubwürdig rüber. Es fehlte mir Leichtigkeit und Humor. Die Handlung plätscherte vor sich her.

            Allerdings hat mir das Ende sehr gut gefallen und hat mich zufrieden zurück gelassen.

            Fazit:
            Eine kurzweilige Geschichte mit einem traumhaften Setting.

            Lesemone

            Beiträge 25
            07.03.2020

              Ich bin gerne mit Julia und ihrer Familie nach Sylt gereist. Autorin Lena Wolf beschreibt in einer heiteren Wohlfühlgeschichte Julias Wandlung von einer sehr unsicheren und beeinflussbaren Person, zu einer selbstbewussten jungen Frau. Die Charaktere sind sehr bunt gemischt, das bringt so einige Turbulenzen mit sich. Es gibt hier so manchen Sympathieträger, aber auch arrogante Wichtigtuer, die man in seinem Leben nicht braucht. Während des Lesens spürt man förmlich, wie Julia auf der Insel entschleunigt wird. Sie kommt an den Punkt, ihr ganzes Leben zu überdenken. Die Inselbeschreibungen fand ich sehr gut gelungen. Ich war zwar noch nie auf Sylt, aber beim Lesen bekommt man dazu richtig Lust. Die sich entwickelnde Romanze war den Umständen entsprechend sehr passend, alles andere wäre sehr überstürzt gewesen. Mir hat auch sehr gut gefallen, dass das letzte Kapitel den weiteren Verlauf etwas zusammenfasst. Das hat den Roman schön abgerundet. Ich habe mich von dem Inselroman gut unterhalten gefühlt und habe sehr entspannte Lesestunden damit verbracht.

              misery3103

              Beiträge 27
              05.03.2020

                Ab auf die Insel

                Nach dem Tod ihres Vaters erbt Julia ganz überraschend ein Ferienhaus auf Sylt. Zusammen mit ihrer Mutter und ihren beiden Tanten fährt sie auf die Insel, um von dort aus den Verkauf des Hauses anzuleiern, um das Geld in das Architekturbüro ihres Freundes Jo zu stecken. Doch auf der Insel angekommen, ist sie sich plötzlich gar nicht mehr so sicher, ob sie die Pläne für ihr Leben wirklich umsetzen will. Und da ist ja auch der nette Vermieter einer Ferienwohnung, in die sie mit ihrem Anhang einziehen muss, da das Ferienhaus einige Überraschungen bereit hält.

                Ach, herrlich, ich hab den Besuch auf Sylt mit Julia und den drei älteren Damen wirklich genossen. Die Mutter und ihre Schwestern sind seit Jahren zerstritten, die eine Tante reiste aus den USA an, die andere aus dem Allgäu – und so gibt es auch na Jahren noch jede Menge Zunder für neue Streitigkeiten. Doch die Frauen erkennen auch, was sie all die Jahre verpasst haben – das mochte ich schon mal sehr gerne. Und auch Julia fand ich amüsant, wenn sie mit dem Hotelier Mats über die Insel stromerte, wo er sie von den Vorzügen „seiner Insel“ überzeugen wollte.

                Mich hat das Buch wirklich gut unterhalten und ich mochte die kleine Geschichte über Streit und Vergebung, Entschleunigung auf der Insel, viel Wissenswertem über Sylt und viel Lokalkolorit, der bei einem eigenen Besuch an der Nordsee helfen kann.

                Ein sehr schöner Familienroman mit Romantik, viel amüsantem Gestreite, leckerem Essen und vor allem viel Strand und Meer. Weckt Lust auf Sommerurlaub. Klare Leseempfehlung von mir!

                kerstin2601

                Beiträge 41
                04.03.2020

                  Wenn das nicht der perfekte Roman ist um ihn in den Dünen liegend und dem Rauschen des Meeres im Hintergrund, zu lesen?
                  Das Buch dreht sich um die Frauen einer Familie und ihre ganz persönliche Geschichte, ein Garant für Emotionen und Spannung.
                  Kommt in den Urlaubskoffer!

                  kelo24

                  Beiträge 12
                  02.03.2020

                    Julia hat von ihrem Vater ein Reetdachhaus auf Sylt geerbt, will es gewinnbringend verkaufen und fährt mit ihrer Mutter und deren 2 Schwestern im Schlepptau auf die Insel.
                    Allein beim Anblick des Covers war ich schon sofort im Urlaubsmodus: Sommer, Sonne, Strand und Meer und dazu Inselfeeling - Herz, was willst du mehr?
                    Leider hat dieses Gefühl nicht allzu lange angehalten, den die Zickereien und Verstimmungen zwischen allen Familienmitgliedern haben es mir nicht gerade leicht gemacht. Geschwisterstreit allein reicht ja schon, wenn er auch nach Jahrzehnten noch kein Ende findet, aber dazu dann auch noch der Eltern-Kind-Konflikt, der unbearbeitet im Raum steht und ein sehr merkwürdiger Umgangston mit dem Freund, das Alles war mir dann doch des Guten zuviel und hat die ersten 100 Seiten schon zu einer kleinen Herausforderung gemacht. Die liebevolle Bebilderung mit kleinen Leuchttürmen zu Beginn eines jeden Kapitels waren da nur ein schwacher Trost.
                    Im letzten Drittel beruhigen sich zum Glück aber alle Gemüter und selbst die 3 Schwestern sind für die eine oder andere kleine Lachnummer gut.
                    Zum Glück gab es dann aber diesen unerhört charmanten Hotelbesitzer namens Mats, der nicht nur Julias Herz im Sturm erobert hat (sie hat leider eine etwas längere Leitung). Seine Inselführungen haben mir Sylt ein bisschen näher gebracht und die Lust auf einen Inselurlaub wieder belebt. Es hat sehr viel Spaß gemacht, die beiden auf ihren ausgedehnten Inseltouren zu begleiten, nicht nur, weil es immer lauter geknistert hat.
                    Daher 3,5 Sterne

                    Langeweile

                    Beiträge 30
                    02.03.2020

                      Inhalt übernommen:

                      Drei Schwestern, ein Haus am Meer und ein Sommer, der seinen Namen verdient

                      Eigentlich bräuchte Julia dringend eine Auszeit. Aber die Reise nach Sylt entpuppt sich als wenig erholsam. Denn mit Julia sitzen auch ihre Mutter und zwei Tanten im Autozug auf die Insel.
                      Die drei Schwestern sind vollkommen zerstritten und lassen keine Gelegenheit aus, den anderen auf die Füße zu treten. Vor allem streiten sie darüber, was mit dem Haus auf Sylt geschehen soll, in dem sie früher unbeschwerte Familienurlaube verbracht haben.
                      Zunächst kommen die Frauen aber in einer Pension unter. Und hier zeigt Sylt sich endlich von seiner besten Seite. Zumal der Besitzer sehr charmant ist und Julia anbietet, ihr die Schönheit der Insel zu zeigen. Doch damit fangen Julias Probleme erst an …

                      Meine Meinung:

                      Da ich bereits einmal meinen Urlaub auf Sylt verbracht habe, bin ich sofort in die Geschichte eingetaucht. Viele dort beschriebene Orte kenne ich aus eigener Anschauung, wodurch ich mich sofort wohl fühlte.
                      Anders erging es der Protagonistin Julia, die zusammen mit ihrer Mutter und zwei Tanten dort anreist, um ein Haus zu verkaufen, was ihr verstorbener Vater ihr vererbt hat. Nachdem sie gemeinsam mit dem smarten Pensionsbesitzer, die Schönheiten der Insel kennenlernt, geraten ihre Pläne ins Wanken.
                      Gleichzeitig versuchen ihre Mutter und deren Schwestern eine alte Familienfehde aufzuarbeiten.
                      Der Autorin ist es gelungen eine Liebesgeschichte mit einer Familiengeschichte zu vereinen.Deutlich ist auch ihre eigene Verbundenheit zu der schönen Nordseeinsel erkennbar.

                      Fazit:

                      Eine leichte, lockere Geschichte nicht nur für Inselliebhaberinnen.

                      die.buecherdiebin

                      Beiträge 10
                      02.03.2020

                        Inhalt: Julia arbeitet in dem Architekturbüro ihres Freundes Jo in Hamburg. Sie hat seit einigen Jahren ein sehr distanziertes Verhältnis zu ihren Eltern und ist deshalb sehr überrascht, als sie nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters erfährt, dass er ihr ein Haus auf Sylt vererbt hat.
                        Zusammen mit ihrer Mutter und deren zwei Schwestern reist sie auf die Insel um sich das Haus anzusehen und so schnell wie möglich zu verkaufen. Schon die Fahrt dorthin verläuft alles andere als harmonisch, da die drei Schwestern vollkommen zerstritten sind und Julia mit ihren Zickereien fast in den Wahnsinn treiben. Obwohl auf Sylt gerade Hauptsaison ist, haben sie Glück und bekommen in der "Weißen Villa", einer Pension, die gerade renoviert wird, noch zwei Zimmer im Keller. Mats, der gut aussehende und charmante Besitzer der Pension, bietet Julia an, ihr die schönsten Stellen der Insel zu zeigen. Julia gefällt Sylt, sowie auch Mats, immer besser…

                        Meine Meinung: Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht. Auf lockere und humorvolle Art und Weise beschreibt Lena Wolf die Charaktere mit ihren kleinen - oder auch größeren - Macken und Schwächen. Julia mochte ich sofort und die drei Schwestern fand ich größtenteils amüsant, wenn auch manchmal ein klein wenig nervig.
                        Wie in den meisten lockeren Sommer- und Liebesromanen, ist auch in „Ein Sommer auf Sylt“ das Ende eigentlich von Anfang an vorhersehbar. Das hat mich aber nicht gestört. Diel Liebesgeschichte ist nicht kitschig und steht auch nicht im Vordergrund. Die Ausflüge von Mats und Julia und die bildhaften Beschreibungen der wunderschönen Insel haben mir dabei am besten gefallen. Es geht in dieser Geschichte auch um ernstere Themen, nämlich um Selbstfindung, um Neid und Eifersucht und um das schlechte Verhältnis von Julia zu ihren Eltern. Das Verhalten von Julias Vater ihr gegenüber konnte ich allerdings bis zum Schluss nicht nachvollziehen. In der Mitte zieht sich die Geschichte etwas, aber das Ende ist so zufriedenstellend wie erwartet.

                        Fazit: Ein schön geschriebener, lockerer und amüsanter Urlaubsroman mit tollem Inselfeeling, der mich zwar gut unterhalten hat, aber sicher nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.

                        MsChili

                        Beiträge 8
                        02.03.2020

                          Bei diesem Buch hatte ich eine gemütliche, seichte Geschichte erwartet, die mich gut unterhalten kann und dabei auch noch witzig ist. Seicht ja, unterhalten nein. Und witzig auch eher selten. Der Großteil des Buches ist voll mit Gezanke, Diskussionen und schlechten Gefühlen. Dieses negative ist bei mir am meisten in Erinnerung geblieben. Julia ist zickig und lässt sich von allen so leicht beeinflussen. Jeder kann etwas entscheiden und sie macht mit. Und ihr Partner Jo (privat und geschäftlich) ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Er denkt nur an seinen Vorteil und so nimmt die Geschichte natürlich ihren Lauf und bleibt durchweg vorhersehbar. Julia hinterfragt nichts und nimmt alles einfach an, die Tanten sind nur nervig und ihre Mutter verschweigt ihr viel. Es gibt manche Momente, die wunderschön waren, doch diese halten sich bedeckt und es sind wenige. Ich habe mich relativ lange durchs Buch gequält bis ich es am Ende dann doch relativ schnell beendet habe. Aber es dauert lange bis Julia einiges klar wird und das hat mir die Leselust doch verdorben. Einzig die Beschreibungen von Sylt, dem Gässchen usw. haben mir sehr gefallen. Da möchte man sich direkt hinträumen.


                          Für mich ein durchschnittliches Buch. Vorhersehbar und recht negativ. Mir haben der Humor und die Leichtigkeit gefehlt.

                          Honigmaus

                          Beiträge 7
                          01.03.2020

                            Ich weiß jetzt gar nicht, wie beschreiben soll, wie mir „Ein Sommer auf Sylt“ gefallen hat. Es war nicht schlecht, aber ich bin auch froh, dass ich es nun beenden konnte. Insbesondere der Anfang konnte mich nicht ganz so packen, wie ich erhofft hatte.

                            In „Ein Sommer auf Sylt“ geht es um Julia, die von ihrem Vater ein Haus auf Sylt geerbt hat. Das Thema Verkauf zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Ich konnte Julias innere Zerrissenheit spüren. Die Hinweise ihres Freundes Jo, was man mit dem Geld alles machen könne, waren hier nicht hilfreich. Ich konnte über Jo nur den Kopf schütteln. Mich persönlich hat er mit seinen Dollarzeichen in den Augen genervt. Mats war mir hier viel sympathischer, auch wenn der erste Eindruck von ihm nicht der Beste war.

                            Mats hat sein Herz am rechten Fleck. Er kämpft um das, was ihm wichtig ist, akzeptiert aber Grenzen. Er schwärmt für die Insel und bei seiner Führung bekam ich gleich Sehnsucht. Sehnsucht nach einem Strandspaziergang, dem Meer, dem Inselfeeling. Dabei bin ich gar kein Nordsee-Fan, sondern bevorzuge die Ostsee. Aber das tut hier nichts zur Sache. Mats hat jedenfalls die Insel von seiner schönsten Seite gezeigt.

                            Julias Familie – ihr Tanten und ihre Mutter – hält sie auf Trab. Die Schwestern haben seit Ewigkeiten nicht mehr miteinander gesprochen. Man kann im Verlauf der Geschichte gut beobachten, wie sie sich langsam wieder annähern. Über die Entwicklung bin ich sehr froh, da mir die drei am Anfang etwas zu anstrengend waren.

                            Je mehr sich die Geschichte entwickelt, desto lieber las ich sie. Julia muss Entscheidungen treffen, die sie sich nicht leicht macht. Mit der Entscheidung am Ende habe ich zwar gerechnet. Ich hätte aber gerne noch mehr erfahren. Vielleicht hätte ein weiteres Kapitel nicht geschadet.

                            „Ein Sommer auf Sylt hat 31 Kapitel, die jeweils eine Überschrift haben. Die meisten davon haben mir eingeleuchtet.

                            Von mir gibt es hier 3,5 Sterne, die ich aber aufrunden würde.

                            Sylvi

                            Beiträge 11
                            29.02.2020

                              Inselkoller oder Inselsehnsucht?

                              Der Roman "Ein Sommer auf Sylt" von Lena Wolf ist toll.
                              Zuerst einmal spricht mich die Aufmachung sehr an. Auf dem Cover sind bereits schöne blaue Wellen und ein Leuchtturm abgebildet. Und ein kleiner Leuchtturm befindet sich auch am Anfang eines jeden neuen Kapitels, sehr hübsch.
                              Die Story des Romans ist unterhaltsam, amüsant, emotional und auch tiefgründig, trotz der Leichtigkeit.
                              Es macht Spaß, beim Lesen diese Reise nach Sylt mit Julia, ihrer Mutter und den Tanten zu unternehmen. Der Grund ist traurig, Julia hat das Haus ihres verstorbenen Vaters geerbt. Und die Klärung der Erbschaft bringt so einige Familienangelegenheiten auf den Tisch - endlich, möchte man sagen. Gleichzeitig wird Julias Beziehung ordentlich durcheinandergewirbelt und im Prinzip ihr gesamtes Lebenskonzept. Manches ist vorhersehbar. Ab und zu möchte man zu Julia sagen: "Nun mach doch, Mädchen!". Und dann gibt es noch die eine oder andere Überraschung. Ohne zu viel zu verraten, es wird sich alles finden. Und die Insel mit ihrer Landschaft und allen Farben, die sehr schön beschrieben werden, zieht nicht nur Julia, sondern auch mich als Leserin in ihren Bann.

                              Sarah1980

                              Beiträge 41
                              25.02.2020

                                Der Roman "Ein Sommer auf Sylt" von Lena Wolf hat mich total überzeugt.
                                Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich ständig wissen wollte wie es weiter geht. Die Autorin hat einen lockeren, lustigen Schreibstil, so das man sich vorkommt, als wäre man direkt dabei. Es ist so ziemlich alles wie aus dem wahren Leben ergriffen, so das man sich die Protagonisten wirklich wahrhaftig vorstellen kann :-)

                                Julia erbt von ihrem Vater ein Haus auf Sylt und reist aus diesem Grund mit ihrer Mutter und deren beiden Schwestern auf die Insel. Die 3 Schwestern haben kein gutes Verhältnis und jede Schwester ist auf ihre Art kompliziert.
                                Julia ist fest entschlossen das Haus zu verkaufen und wieder abzureisen, da sie sich einen Inselurlaub so gar nicht vorstellen kann.
                                Doch auf der Insel lernt sie Mats, den Chef von der Pension kennen und durch ihn andere Menschen und die Wahre Seite von Sylt. Das das Inselleben entschleunigt und ihr gut tut.

                                Ein wirklich gelungener Roman, der mir oft ein lächeln ins Gesicht gezaubert hat. :-)

                                Elisa19

                                Beiträge 12
                                24.02.2020

                                  Ein toller Inselwohlfühlroman


                                  Der Buchtitel hat mich sofort angesprochen, da ich ganzen Nordseeinseln liebe.

                                  Auch der Klappentext hat mir Lust auf das Buch gemacht.

                                  Die Autorin entführt uns mit ihrer Geschichte auf die Insel Sylt.
                                  Julia, eine Architektin hat dort das Haus von ihrem Vater geerbt.

                                  Sie hat sich entschlossen, ihre Mutter und die zwei Tanten mit auf die Insel zu nehmen,
                                  da sich ihre Mama nach dem Tod ihres Vaters bei ihr eingenistet hat und das ihrem Lebensgefährten
                                  Jo überhaupt nicht passt.

                                  Allerdings werden ihre Nerven schon auf der Fahrt nach Sylt über Gebühr strapaziert, da sich die drei Schwestern dauernd streiten.
                                  Das geht schon seit der Kinder- und Jugendzeit der Schwestern schon so.
                                  Julia versucht herauszufinden, was der Grund dafür ist.

                                  Auf der Insel lernt Julia gleich zu Anfang Mat kennen, dem auch die Pension gehört, in der sie abgestiegen sind.

                                  Ihr Freund Jo möchte unbedingt, dass Julia das Haus so schnell als möglich verkauft , da er das Geld in seine Firma stecken möchte.
                                  Julia misstraut ihrem Freund inzwischen, da er bei verschiedenen Anrufen sehr komisch reagiert hat.
                                  Außerdem findet sie Mats sehr sympathisch und er zeigt ihr die verschiedenen schönen Ecken der Insel. Sie erlebt mit ihm auch einen wunderbaren Sonnenuntergang.

                                  Ein „Sommer auf Sylt“ erzählt von einem Neuanfang und bringt die Schönheiten der Insel sehr eindrucksvoll in die Geschichte ein.



                                  Meine Meinung zu dem Buch:
                                  Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die zwar liiert ist, aber sich ihrer Liebe zu Jo nicht mehr sicher ist, da sie sich in Mats und auch in die Insel verliebt hat.

                                  Mir hat der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen und ich fühlte mich gleich in die Geschichte eingebunden.
                                  Julia war mir sehr sympathisch und auch die Tanten habe ich im Laufe des Geschehens so langsam
                                  ins Herz geschlossen.

                                  Das Buch war keine Minute langweilig und ich habe es wirklich in einem Rutsch gelesen.
                                  Wer einen kurzweiligen Sommerroman sucht, ist hier völlig richtig.

                                  Von mir gibt es eine ***** Sterne Empfehlung!

                                  Phantasia

                                  Beiträge 34
                                  24.02.2020

                                    Der Autorin ist hier ein unterhaltsamer, gefühlvoller aber auch zum Nachdenken anregender Roman gelungen, der gleichzeitig dazu verführt mal auf der Insel Sylt ein paar entspannende Tage zu verbringen.
                                    Die Geschichte kommt kurzweilig und amüsant daher. Das liegt vor allem an den Dialogen der Hauptfiguren. Das aber nicht alles Friede Freude Eierkuchen zwischen diesen ist, merkt man spätestens, als geschildert wird, wie sie versuchen sich nach jahrelangen Stillschweigens wieder anzunähern. Das verleiht der ganzen Geschichte den nötigen Tiefgang. Im Verlauf der Geschichte macht Julia eine Wandlung durch, die überzeugend und echt für mich rüberkam. Zur Auflockerung des Plots flechtet die Autorin auch immer wieder die Vorzüge der Insel Sylt in die Rahmenhandlung ein. Das geschieht so bildhaft und Wort gewannt, dass man beim Lesen richtig Lust auf Sylt bekommt. Der Schreibstil selbst ist locker und flüssig zu lesen.
                                    Kurzum: Ein Roman der teils lustig und lebensfroh aber auch stellenweise tiefgründig und emotional ist, ohne dabei ins Kitschige abzurutschen. Ein schöner (Frauen)Roman zum entspannen (auf einer Insel?).

                                    KleineHexe82

                                    Beiträge 2
                                    23.02.2020

                                      Der Titel des Romans hat mich gleich angesprochen, da ich sehr gerne Bücher lesen, die am Meer spielen. Auf Sylt war ich noch nie, aber sehr gerne wollte ich beim Lesen in Gedanken dorthin reisen.

                                      Das Cover des Buches gefällt mir ebenfalls sehr gut. Es ist maritim und modern gestaltet und die Haptik mit den eingestanzten Wellen ist für ein Taschenbuch sehr hochwertig.

                                      Julia, die Protagonistin reist mit ihrer Mutter, zu der sie kein wirklich enges Verhältnis hat und ihren beiden Tanten, die ebenfalls keinen Kontakt untereinander und zum Rest der Familie pflegten, nach Sylt, um das Haus, das sie von ihrem verstorbenen Vater geerbt hat, zu verkaufen. Zumindest ist das der Plan, den sie und ihr Lebensgefährte, mit dem sie auch ein Architekturbüro betreibt, haben. Besonders ihr Freund drängt darauf, das Haus schnell und so teuer wie möglich zu verkaufen. Als die vier Frauen auf Sylt ankommen, wohnt allerdings die ehemalige Geliebte des Vaters im geerbten Haus und so wird Julia nicht nur in Form ihrer Mutter und deren beiden Schwestern, sondern auch in dieser Hinsicht mit der Vergangenheit konfrontiert. Zudem müssen die Frauen auch eine Unterkunft auf Sylt zur Hochsaison finden und so lernt Julia Mats, den Besitzer ihrer Pension kennen, der ihr zunächst nicht besonders sympathisch ist, aber an ihr interessiert zu sein scheint...

                                      Mir hat das Buch gut gefallen, es war unterhaltsam und nicht zu vorhersehbar. Für meinen Geschmack hätte aber noch etwas mehr Lokalkolorit vorhanden sein können, indem noch mehr deutlich wird, dass die Geschichte im Sommer an der Nordsee und auf Sylt spielt. Es kommen aber doch immer wieder Locations vor, die es dort auch in echt gibt. Die Protagonistin Julia ist mir grundsätzlich sehr sympathisch und ich habe oft mit ihr gelitten, was das Verhalten ihrer doch etwas schrulligen Tanten angeht. Nicht voll nachvollziehen konnte ich, dass sie sich ihrem Lebensgefährten gegenüber doch recht blauäugig verhält. Insgesamt ist es aber ein schöner Roman für einen Sonntag auf dem Sofa oder am Strand und auch der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen.

                                      Campino246

                                      Beiträge 19
                                      23.02.2020

                                        Julia hat ein Haus auf Sylt geerbt. Eigentlich möchte sie sich dort neben dem Verkauf auch erholen, aber ihre Mutter und deren zwei Schwestern halten sie auf Trab. Die drei sind nur am Streiten. Und der Eigentümer der Pension verwirrt Julia auch noch zusätzlich.

                                        Ich habe schon lange nicht mehr so lange an einem Buch gelesen. Ich hatte eine leichte Sommerlektüre erwartet und meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Die ersten 130 Seiten sind einfach sehr negativ und jeder streitet und ist schlecht gelaunt. Dann kommen einige gute Seiten mit Beschreibungen von Sylt, die Lust auf eine Reise dorthin machen. Und dann wird wieder alles negativ. Es fehlte mir Leichtigkeit und Humor in dem Buch. Gerade die verstrittenen Schwestern hätten für mehr Unterhaltung sorgen können.
                                        Auch hatte ich Probleme mit der Protagonistin. Ihr Gefühlswirrwarr hat mich wenig angesprochen oder gefesselt. Es war schnell klar, auch schon durch den Klappentext, wie das Buch enden wird. Irgendwie drehte sich vieles im Kreis und wurde wiederholt.

                                        Fazit: Für mich das einzige Highlight des Buchs ist das Cover. Es ist total schön und fühlt sich toll an. Gut finde ich auch, dass es nicht so feminin daher kommt wie andere Romane dieses Genres. Die Beschreibungen von Sylt sind auch gelungen, nehmen aber leider nur einen kleinen Teil des Buchs ein und können damit meinen negativen Eindruck nicht überlagern.

                                        schnäppchenjägerin

                                        Beiträge 71
                                        21.02.2020

                                          Julia erbt überraschend von ihrem verstorbenen Vater ein Friesenhaus auf Sylt. Um ihr Erbe in Augenschein zu nehmen und einen Verkauf möglichst zügig abzuwickeln, reist sie nach Sylt und hat dabei ihre Mutter Beate sowie deren zwei Schwestern Christiane und Annegret im Schlepptau. Vor Ort stellen sie fest, dass das Haus bewohnt ist - von der Geliebten des Vaters. Julia ist entsetzt, war doch diese Frau der Anlass für die Trennung ihrer Eltern, die sich jedoch nie scheiden ließen.

                                          Tante Christiane ist bereit, Julia das Haus für eine stolze Summe abzukaufen, doch Julias in Hamburg verbliebener Freund und Geschäftspartner, der zusammen mit Julia eine GmbH gründen möchte, übt Druck auf Julia auf, sich an einen Immobilienmakler zu wenden. Das in den 1950er-Jahren gebaute und von Julias Vater fortkaufen sanierte und renovierte Haus ist tatsächlich deutlich mehr Wert, als das Angebot der Tante.

                                          Während Julias Mutter und Tanten den Urlaub auf Sylt genießen, abends dem Alkohol frönen und sich anzunähern scheinen, setzt sich Julia ab und lernt dabei den Besitzer der Pension näher kennen, in der sie wohnen. Mats Christensen ist geborener Sylter und kann Julia, die bisher eine regelrechte Abneigung gegen die Insel hatte, für die Schönheit Sylts und die Vorzüge des Insellebens die Augen öffnen.

                                          Julias Überzeugungen geraten ins Wanken. Die Zukunftspläne ihres Freundes scheinen sich nicht mit ihren zu decken, zudem fühlt sie sich zunehmend von Mats angezogen und sich letztlich unsicher, ob sie das Friesenhaus überhaupt noch verkaufen möchte, nachdem ihr Vater es offenbar allein für sie so liebevoll instand gehalten hat.

                                          "Ein Sommer auf Sylt" erzählt eine Geschichte über einen Neuanfang, ist aber gleichzeitig eine Liebeserklärung an die Insel Sylt, die sehr ausführlich mit ihren Ortschaften und touristischen Attraktionen beschrieben wird.

                                          Die Geschichte über eine junge, mehr oder weniger glücklich liierte Frau, die zum Antritt eines Erbes einen Ortswechsel vornimmt, ein Familiengeheimnis aufdeckt und sich dabei nicht nur in den neuen Ort, sondern auch einen attraktiven Bewohner verliebt, ist nichts Neues und leider hat auch "Ein Sommer auf Sylt" wenig Überraschendes zu bieten. Mit der Ankunft auf der Insel zeichnet sich ab, wie der Roman verlaufen und letztlich enden wird, was ich schade fand. Gerade der Konflikt zwischen Julia und ihren Eltern, aber auch die Entzweiung der Schwestern sowie die Rolle des Friesenhauses in der Vergangenheit hätten Potenzial für eine tiefer gehende und spannendere Geschichte gehabt. Leider werden Beate und ihre Schwestern zu Statisten, die alleine für eine Auflockerung durch ihre Kabbeleien sorgen.

                                          Der Roman ist trotz Vorhersehbarkeit kurzweilig geschrieben, liest sich leicht und versetzt den Leser sehr anschaulich auf die größte nordfriesische Insel. Er ist damit perfekt für Leserinnen,die Sylt kennen und lieben oder schon immer einmal dorthin reisen wollten.

                                          Wolkenschloss

                                          Beiträge 15
                                          21.02.2020

                                            Aufmerksam auf dieses Buch bin ich vor allem durch das besonders schöne Cover mit diesem Wellenmuster, welches auch haptisch etwas hervorgehoben ist. Mit dem Leuchtturm und der Möwe und generell in diesem dunkelblau ist das Cover schlicht, aber direkt ein Hingucker. Die Leseprobe hat mir gut gefallen, witzig, kurzweilig und mit Potential. Im weiteren Verlauf konnte sich dieses witzige und kurzweilige leider so gar nicht durchsetzen. Julia war oft sehr verkrampft, ihr Freund Jo die reinste Nervensäge. Einzig die Streitereien der drei Schwestern waren meistens recht lustig, wenn auch etwas seltsam, dass sie sich mit über 60 noch immer wie Kinder benahmen. Aber vielleicht fehlen mir da nur eigene Vergleiche, um das nachvollziehen zu können...

                                            Grundsätzlich war die Geschichte nichts Besonderes, Neues oder Innovatives. So oder so ähnlich habe ich sie tatsächlich schon das eine oder andere Mal gelesen, was mich etwas enttäuscht hat. Irgendwie hatte ich mir da sehr viel mehr vorgestellt. Der Schreibstil war angenehm zu lesen, die Story stimmig, die Personen überwiegend nett und trotzdem hat mir das gewisse Etwas gefehlt. Und das lag jetzt nicht am Setting der Insel Sylt, aus eigener Erfahrung weiß ich wie schön es dort ist. Außerdem hat mir das Ende, vor allem der Epilog, nicht so recht zugesagt. Der Mittelteil war recht langatmig und das Ende war dann irgendwie etwas holterdiepolter. Und leider war in meinen Augen so ziemlich alles extrem vorhersehbar. Das hat mir irgendwie auch etwas den Spaß am Buch verdorben. Ich hätte mir gewünscht wenigstens einmal mit meinen Mutmaßungen daneben zu liegen.

                                            Trotz allem handelt es sich bei diesem Buch um eine nette Sommer-Geschichte über die Insel Sylt. Wer auf seichte Unterhaltung mit besonderem Insel-Feeling steht, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten. Wer eher die Überraschung mag, sollte sich wohl eine andere Geschichte aussuchen...

                                            Vielleserin

                                            Beiträge 21
                                            20.02.2020

                                              Toller Sommerroman
                                              Julia fährt mit ihrer Mutter und ihren beiden Tanten nach Sylt, um sich um das geerbte Haus zu kümmern bzw. schnell zu verkaufen. . Das Geld würde sie dringend für ihre Firma, welche sie mit ihrem Freund Jo betreibt, benötigen. Doch ist sie in dieser Beziehung auch glücklich? Da aber die Mutter und die beiden Tanten seit Jahren schon zerstritten sind, verläuft die Fahrt dahin schon nicht geruhsam, obwohl Julia sich eigentlich trotzdem ein wenig Erholung auf Sylt gewünscht hätte.

                                              Auf Sylt müssen sie erstmal in einer Pension unterkommen, weil das Haus noch bewohnt ist. Mats der Besitzer der Pension nimmt dann erstmal Julia ein wenig unter seine „Fittiche“. Er zeigt ihr die schönen Seiten von Sylt.

                                              Der Aufenthalt auf Sylt wird teilweise sehr chaotisch, da die 3 Schwestern sich nach wie vor streiten, es gibt Auseinandersetzungen bei denen ich aber auch schmunzeln mußte. So nach dem Motto: Was sich liebt das neckt sich.
                                              Werden alle auf dieser herrlichen Insel ihr Glück finden?

                                              Das Buch ist sehr gut geschrieben und viele Situationen sind so bildlich dargestellt, das der Leser eigentlich sehr schnell das Gefühl hat mitten dabei zu sein. Die Dialoge sind sehr gut und auch die Charaktere sind sehr treffend beschrieben. Ein Buch das man nicht so schnell aus der Hand legen will und sich auf Sonne und Meer freut. Ein Buch zum Genießen und Entspannen.

                                              beautifulnwild

                                              Beiträge 2
                                              18.02.2020

                                                Sylt von seiner besten Seite

                                                Ein Sommer auf Sylt
                                                Ein Roman von Lena Wolf mit 379 Seiten und 31 Kapiteln

                                                Zum Inhalt:
                                                Julia braucht unbedingt eine Auszeit. Aber, die Reise nach Sylt ist wenig erholsam. Die Familie ist zerstritten, weil sie nicht wissen, wie es mit dem Hausverkauf weitergehen soll, in dem sie alle früher unbeschwerte Familienurlaube verbracht haben...

                                                Julia ist die Protagonistin des Buches, die eigentlich von ihrem Vater das Haus erbt, der Freund gibt schon für Möbel ihr Geld aus.
                                                Der einzig Vernünftige in dieser Situation ist der Chef vom Hotel. Er bietet Julia das Haus seiner Großeltern zum Ausruhen an und nimmt sich Zeit, Julia die Schönheit der Insel zu zeigen.
                                                Hat das Folgen, vielleicht verlieben sich die Beiden...?

                                                Fazit:
                                                Die Autorin hat ein wunderschönes Buch geschrieben.
                                                Der Schreibstil ist flüßig und gut zu lesen.
                                                Die Natur und die Sehenswürdigkeiten der Insel werden dem Leser vermittelt.
                                                Die Protagonistin Julia fand ich sehr sympathisch, auch ihre Begegnung mit Mats, dem Hotelbesitzer.
                                                Alles in allem ein gelungener und vergnüglicher Sommerroman, den ich gerne als lesenswert weiterempfehle und mit 5* bewerte!

                                                Danke an vorablesen.de für diesen tollen Buchgewinn ❤

                                                hapedah

                                                Beiträge 4
                                                17.02.2020

                                                  Gestresst fährt Julia mit ihrer Mutter und ihren beiden Tanten nach Sylt, um das Haus, das sie von ihrem Vater geerbt hat, schnellstmöglich zu verkaufen. Eigentlich kann sie siech diese Auszeit gar nicht leisten, denn zusammen mit ihrem Freund Jo arbeitet Julia daran, ihr kleines Unternehmen voran zu bringen. Dass ihre Mutter und deren Schwestern seit vielen Jahren zerstritten sind und sich bereits im Auto pausenlos streiten, drückt die Stimmung zusätzlich nieder. Als Julia an einer Bäckerei anhält, weil sie den ganzen Tag noch nichts gegessen hat, schnappt ihr auch noch ein fremder Mann das letzte belegte Brötchen vor der Nase weg, weil Julia gerade geschäftlich telefonieren musste. Ihren ganzen Unmut bekommt der Mann zu spüren, denn Julia faucht ihn heftig an, ehe sie - immer noch hungrig - zum geerbten Haus weiter fährt. Dort angekommen, wartet eine weitere schlechte Neuigkeit auf die Frauen, nicht nur, dass Julias Schlüssel nicht passt, das Haus wird auch noch von einer fremden Frau bewohnt.....

                                                  "Ein Sommer auf Sylt" von Lena Wolf ist ein wunderbarer Wohlfühlroman, der mich beim Lesen auf die schöne Insel Sylt entführ hat. Die Protagonistin Julia ist am Anfang sehr gestresst und zeigt sich von ihrer kratzbürstigen Seite, doch im Lauf der Zeit entspannt sie sich immer mehr und wurde mir dadurch auch sympathischer. Mit ihr zusammen konnte ich den Sand unter den Füßen spüren und das Meer riechen, der Hintergrund der Geschichte hat mir ein wenig Urlaubsfeeling gebracht auch die Handlung selbst hat mehr und mehr Entspannung vermittelt. Nicht nur Julia selbst hat in den Tagen auf der Insel darüber nachgedacht, was sie selbst wirklich möchte, auch die anderen drei Frauen wurden angeregt, über ihr Leben nachzudenken und manche Emotion aus der Vergangenheit neu zu bewerten. Sowohl der Schreibstil als auch die Figuren haben mir gut gefallen und der Roman hat mir einige schöne Lesestunden beschert, gern empfehle ich die sommerliche Geschichte weiter.

                                                  Fazit: Das Buch bringt Urlaubsfeeling mit und die Figuren waren jede auf ihre Weise sympathisch. Wenn sich der Leser darauf einlässt, vermittelt der Roman Wohlfühlatmosphäre, ich gebe gern eine Leseempfehlung.

                                                  vronika22

                                                  Beiträge 25
                                                  16.02.2020

                                                    Das Cover ist nicht allzu auffällig und nicht wirklich farbenfroh, aber trotzdem wunderschön gestaltet und für mich ein absoluter „Hingucker“.

                                                    Ganz kurz zum Inhalt: Julias Vater ist gestorben und hat ihr ein Haus auf Sylt hinterlassen. Gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren zwei Tanten fährt Julia nach Sylt, um das Haus in Augenschein zu nehmen. Da die drei Schwestern aber zerstritten sind wird die Reise zunächst alles andere als angenehm. Die Streitursache liegt in unbewältigten Kindheits- und Jugenderinnerungen. So nach und nach versucht Julia die Hintergründe zu erfahren. Doch zwischenzeitlich scheint auch ihre Beziehung zu ihrem Lebens- und Geschäftpartner Jo auf wackeligen Füßen zu stehen. Außerdem gibt es da noch Mats, den Besitzer des Hotels, in dem die Damen abgestiegen sind, und der Julias Herz ganz ungewöhnlich schnell schlagen lässt….

                                                    Meine Meinung:
                                                    Sylt wird in diesem Buch ganz wunderbar dargestellt. Ich habe beim Lesen das Meer regelrecht vor Augen gehabt und romantische Strandspaziergänge und Sonnenuntergänge erleben dürfen.
                                                    Hauptprotagonistin Julia habe ich auch vor mir gesehen. Obwohl ich ihr manchmal am liebsten auf die Sprünge geholfen hätte, so war sie mir auf jeden Fall sehr sympathisch.

                                                    Auch die 3 Schwestern habe ich im Laufe es Romans immer mehr ins Herz geschlossen, da man so nach und nach häppchenweise immer mehr aus der Vergangenheit der Frauen erfahren durfte, und dadurch auch mehr Verständnis für ihr Verhalten aufbringen konnte. Das Buch lebt auch in gewisser Weise von den unterschiedlichen Charakteren.

                                                    Der Schreibstil hat mir absolut gut gefallen. Es kamen keinerlei Längen auf und das Buch liest sich sehr unterhaltsam. Obwohl die Liebe hier auch eine kleine Rolle spielt, so punktet das Buch trotz des Unterhaltungswertes auch mit Tiefgang. Es geht in weiten Strecken um Kindheits- und Jugendprobleme, sowie um Vergangenheitsbewältigung, aber auch um Neid und Missgunst.

                                                    Trotz der stellenweise ernsten Thematik hat das Buch absoluten Unterhaltungswert und liest sich einfach wunderschön. Ich habe es sozusagen an einem Tag gelesen, weil ich es kaum noch aus der Hand legen wollte. Wer gerne gute und unterhaltsame Frauenromane liest, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen.

                                                    Gudrun M.

                                                    Beiträge 4
                                                    14.02.2020

                                                      Das Cover begeistert mich sowohl von der wenigen, jedoch enorm eindrucksvollen Farbgebung, wie auch von der Haptik. Ich bin immer wieder am gucken, weil die Details einfach super stimmig sind.

                                                      Der Schreibstil lässt sich locker-flockig lesen und ich konnte mich gut in die jeweiligen Situationen hineinversetzen. Die Schilderungen der örtlichen Begebenheiten hat mir ein gutes Bild verschafft.

                                                      Die Charaktere haben Charme, der gefangen nimmt. Jeder so auf seine Weise.
                                                      Die Vorhersehbarkeit ist mir ab und an etwas zu viel, obwohl es bei einem solchen Roman noch okay ist.
                                                      Dennoch war ich bei der ein oder anderen Situation am Überlegen, was denn da noch dahinterstecken mag.

                                                      Mein Fazit: zwar vorhersehbar - aber dennoch nette und leichte Lektüre

                                                      sommerlese

                                                      Beiträge 95
                                                      11.02.2020

                                                        Die Architektin Julia reist nach Sylt, doch statt einem Urlaub, wird diese Reise keine Erholung. Mit ihr fahren nämlich ihre Mutter und zwei Tanten auf die Insel und leider sind sich die Schwestern untereinander ziemlich uneins und streiten ständig. Julia hat von ihrem verstorbenen Vater ein Haus geerbt und möchte sich ein Bild davon machen. Doch im Haus wohnt die Geliebte ihres Vaters, also müssen Julia und ihre Begleitung in einer Pension unterkommen. Immerhin ist wenigstens der Vermieter für Julia ein Lichtblick auf der Insel. Aber wie wird sie sich über ihr Erbe entscheiden?

                                                        Bücher mit erbenden Frauen und dann noch auf einer schönen Nordseeinsel gibt es wie Sand am Meer. Deshalb war ich erst recht skeptisch, was mich in diesem Roman erwarten würde. Doch dann hat mich dieser Roman gleich von Anfang an gepackt.

                                                        Einerseits werden die Gefühle und Gespräche sehr gut beschrieben und ich konnte mit Julia mitfühlen, wenn sich ihre Mutter und Tanten stritten oder daneben benahmen und auch die Treffen mit dem sympathischen Mats habe ich einfach nur genossen. Es ist ein wenig Katz-und-Maus-Spiel, was beide veranstalten, aber das macht den spannenden Reiz an der Geschichte auch aus. Im Hintergrund existiert auch noch Julias Freund Jo, der das Geld des geerbten Hauses für ihr gemeinsames Unternehmen eingeplant hat.

                                                        Die Charaktere haben alle ihre Ecken und Kanten, nur Mats und Julia sind einfach nur sympathisch. Das macht es leicht, ihnen gern zu folgen und sich mit ihren Emotionen zu befassen.


                                                        Durch den lockeren Schreibstil kann man den Roman wunderbar flüssig weglesen und auch die liebevoll beschriebenen Schauplätze auf Sylt sorgen für Urlaubsstimmung und Sehnsucht nach der Nordsee. Allerdings werden auch die Probleme im Bereich des fehlenden günstigen Wohnraums auf der Insel angesprochen, solche realistischen Hintergründe mag ich in Romanen sehr. Trotzdem kommt hier eine Wohlfühlstimmung auf, weil man gemeinsam mit Julia sich nicht nur in die Insel, sondern auch in Mats verliebt.

                                                        Was bei den Schwestern zu schwellenden Streitigkeiten führt, ist noch in ihrer Jugend begründet. Allmählich finden sie aber wieder mehr zueinander und sprechen sich gegenseitig aus. Trotzdem waren genau ihre Kabbeleien das I-Tüpfelchen, um der Story zu etwas Humor zu verhelfen.


                                                        Es ist auch ein Qualitätsmerkmal, wenn man Bücher fast in einem Rutsch durchliest und sich die ganze Zeit gut unterhalten fühlt. Dieses Buch ist so eines und deshalb kann ich es auch wärmstens empfehlen.

                                                        Tina63

                                                        Beiträge 6
                                                        10.02.2020

                                                          Ein Sommer der vieles verändert
                                                          Julia ist ziemlich überrascht, als ihr Vater ihr ein entzückendes Haus auf Sylt vererbt. Mit Mutter und Tanten macht sie sich auf den Weg , um ihren Besitz erst einmal unter die Lupe zu nehmen. Klingt nach Entspannung, dumm nur ,das sich ihre Mutter und ihre beiden Schwestern nicht besonders gut verstehen , es liegt so einiges im Argen, auch im Haus erwartet sie eine große Überraschung. Und wer ist nur dieser freche Kerl , der Julia immer wieder über den Weg läuft?
                                                          Es passt alles zusammen: stimmige Geschichte, flüssiger, angenehmer Schreibstil, humorvolle Szenen und Situationen die ein wenig zum Nachdenken anregen, wie man selber reagieren würde. Natürlich darf auch die Liebe nicht zu kurz kommen, aber es ist nicht übertrieben und nicht zu kitschig. Die Beschreibungen von Natur und Sehenswürdigkeiten auf Sylt lassen auch im Winter schon mal ein wenig Sommerfeeling aufkommen. Die Protagonistin war mir sympathisch , und ich konnte ihre Handlungen und Gedanken sehr gut nachempfinden. So einiges war voraussehbar , das hat mich aber nicht gestört, ich finde mit "Ein Sommer auf Sylt" ist Lena Wolf ein stimmungsvoller, vergnüglicher Sommerroman gelungen.

                                                          Tanja W

                                                          Beiträge 9
                                                          10.02.2020

                                                            Wohlfühlatmosphäre auf Sylt

                                                            Klappentext:
                                                            "Zieh dir bequeme Schuhe an und steck was gegen den Wind ein." Er drehte sich noch einmal zu mir um: "Und mach dich darauf gefasst, dich zu verlieben."
                                                            Eigentlich bräuchte Julia dringend eine Auszeit. Aber die Reise nach Sylt entpuppt sich als wenig erholsam. Denn mit Julia sitzen auch ihre Mutter und zwei Tanten im Autozug auf die Insel. Die drei Schwestern sind vollkommen zerstritten und lassen keine Gelegenheit aus, den anderen auf die Füße zu treten. Vor allem streiten sie darüber, was mit dem Haus auf Sylt geschehen soll, in dem sie früher unbeschwerte Familienurlaube verbracht haben. Zunächst kommen die Frauen aber in einer Pension unter. Und hier zeigt Sylt sich endlich von seiner besten Seite. Zumal der Besitzer sehr charmant ist und Julia anbietet, ihr die Schönheit der Insel zu zeigen. Doch damit fangen Julias Probleme erst an ...

                                                            Meine Meinung:
                                                            Das schlichte Cover in blauen Farben hat mich direkt angesprochen. Der Schreibstil von Lena Wolf lässt sich sehr flüssig lesen, ich hatte direkt das Gefühl mit Julia und den drei Schwestern im Autozug nach Sylt zu sitzen. Die Natur wird so wunderschön und anschaulich beschrieben, ich würde am liebsten meine Koffer packen und sofort nach Sylt reisen. Julia war mir vom ersten Augenblick an sehr sympathisch, ich musste sehr schmunzeln als sie dem Brötchendieb Mats Paroli geboten hat. Einziger Fehler von Julia ist es, dass sie es immer jedem recht machen möchte, allen voran ihrem Freund Jo, der mir vom ersten Augenblick an unsympathisch war. Zusammen mit Mats, der sich doch als "ganz nett" herausstellt und Besitzer der Pension ist, in der Julia mit ihrer Familie untergekommen ist, erkundet sie Sylt. Mats führt sie an wunderschöne Ecken fernab des Tourismus und sie erleben einen atemberaubenden Sonnenuntergang am Meer. Und damit beginnt Julias Gefühlschaos....

                                                            Ich vergebe für diesen wunderschönen Sommerwohlfühlroman 5 ⭐⭐⭐⭐⭐ von 5 Sternen.