Liz Eeles

Annies Frühling in Salt Bay

Nach Salt Bay fahren ist nach Hause kommen
Die 29jährige Annie erhält einen Brief aus Cornwall. Absender: ihre Großtante, von deren Existenz sie bislang nichts wusste. Annie - gerade Single und ohne Job - macht sich spontan auf den Weg an die Küste. Salt Bay, ein kleiner Ort auf den Klippen, ist malerisch. Es gibt zwar keinen Handyempfang, dafür viele schrullige Dorfbewohner, allen voran der so gutaussehende wie ungehobelte Josh. Annie fühlt sich wider Willen bald heimisch. Ihre Liebe zur Musik führt sie schließlich dazu, den brachliegenden Dorfchor, die Salt Bay Choral Society, wiederzubeleben. Doch das ist nicht allen im Ort recht - und dann bekommt Annie auch noch einen überraschenden Anruf aus London ...


Autorenbild Foto von Liz Eeles

Der  Autor

Liz Eeles arbeitete als Journalistin und Pressesprecherin,  bevor sie beschloss, beim Schreiben lieber ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Ein Platz auf der Shortlist beim Corvus-Love-at-First-Write-Wettbewerb gab ihr den nötigen Ansporn: «Annies Frühling in Salt Bay» ist das Ergebnis. Die Autorin lebt mit ihrer Familie an der englischen Südküste, und wenn sie gerade nicht schreibt, geht sie gern am Strand spazieren und übt sich in Achtsamkeit und Gelassenheit - was ihr nicht immer leicht fällt.


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Rezensionen

sommerlese

Beiträge 120
07.06.2019

    Der Debütroman "Annies Frühling in Salt Bay" von Autorin Liz Eeles erscheint im Rowohlt Verlag.

    Annie Trebarwith ist 29 Jahre alt, lebt in London und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Mit ihrem Freund Stuart lebt sie getrennt, feste Beziehungen sind nicht ihr Fall. Eines Tages entdeckt sie, dass Stuart eine Affäre hat. Sie erhält einen Brief aus Cornwall von einer ihr unbekannten Großtante und reist spontan ins malerische Salt Bay. Dort wird sie schnell heimisch und erweckt den ruhenden Dorfchor wieder zum Leben.

    Annie ist ohne Job und nach der Pleite mit ihrem Freund Stuart froh über jede Veränderung und reist nach England, um den Grund eines Briefes von einer Anwaltskanzlei näher auf den Grund zu gehen. Ihre Großtante, Alice Gowan, hat sie bisher nicht gekannt und die Verwandten ihrer Mutter hat sie gemieden, denn diese haben ihre schwangere Mutter verstossen.

    Bei diesem Roman ist mir Annie nicht gleich sympathisch gewesen, denn sie ist recht unnahbar und bindungsscheu und man lernt sie erst allmählich während ihres Aufenthalts in dem kleinen Dorf besser kennen. Die Bewohner sind alle ziemlich verschroben, nur der gutaussehende Josh ist gar nicht so übel. Immer mehr gewöhnt sich Annie an das ruhige Leben im rückständigen Salt Bay und freundet sich mit den Dorfbewohnern an, denn sie entdeckt familiäre Werte und schliesst neue Freundschaften.
    Josh ist ungehobelt, aber zu seiner Familie sehr fürsorglich, zu Annie ist er recht ungehalten und griffig. Aber sein Verhalten erklärt sich in seiner persönlichen Geschichte.

    Die Großtante Alice zeigt sich als liebenswerte ältere Dame und ihr Haus ist sehr gemütlich und Annie fühlt sich dort trotz der dörflichen Einöde schnell wohl. Die Australierin Kayla ist eine fröhliche und lebenslustige Figur und das macht sie bald zu Annies bester Freundin.
    Mit der Dorfgemeinschaft freundet man sich schnell an und auch das Leben in Salt Bay wird sehr beschaulich und wunderbar harmonisch geschildert. Das Chorleben hatte mich besonders interessiert, es wurden zwar einige englische Musiktitel erwähnt, an Singleidenschaft hatte ich mir mehr erwartet.

    Außerdem fehlte mir etwas mehr Spannung und einige unerwartete Überraschungen. Es wirkt alles zu glatt gestrickt, zu harmonisch und zu rund. Der Schreibstil von Liz Eeles liest sich wunderbar flüssig und bildhaft beschreibend, sie unterhält im Sinne von Rosamunde Pilcher und kann Stimmungen fühlbar zeigen. Auch wenn ich Annie immer mehr kennengelernt habe und mich die schönen Landschaftsbeschreibungen begeisterten, konnte mich der Roman nicht fesseln. Es fehlt etwas völlig Unerwartetes, einige wenige Verwicklungen und das Familiengeheimnis fand ich nicht besonders aufregend.


    Dieser Roman zeigt auf unterhaltsame Weise Annies Weg zur Selbstfindung und ihre Liebesgeschichte vor der idyllischen Kulisse Cornwalls, was sich sehr stimmig liest
    und für Wohlfühlstimmung sorgt. Liz Eeles hat einen angenehmen Urlaubsroman geschrieben, bei dem einige vorhersehbare Dinge allerdings wenig Überraschungen mit sich bringen.


    "Annies Frühling in Salt Bay" wird Leserinnen von Sarah Morgan bestimmt gefallen, denn die malerische Landschaft Cornwalls wird spürbar und dieser Schmöker versprüht reichlich Wohlfühlatmosphäre.

    C. Sch.

    Beiträge 14
    17.05.2019

      INHALT:
      Annie lebt in London und hat gerade ihren Job verloren und ihren Freund beim Fremdgehen erwischt. Da kommt ein Brief von ihrer ihr unbekannten Grosstante gerade recht. Annie überlegt nicht lange und macht sich auch den Weg an die Küste nach Salt Bay. Dort findet die sich in einem kleinen Ort ohne Handyempfang wieder. Eigentlich möchte sie nicht lange bleiben, doch die Dorfbewohner und ihre Tante machen es ihr leicht, sich hier heimisch zu fühlen. Und dann ist da auch noch Josh, von dem sich Annie wider Willen angezogen fühlt. Ihre Aufgabe sieht die auch darin, den ehemaligen Dorfchor wieder zum Leben zu erwecken, was nicht allen recht ist. Und plötzlich kommt auch noch ein Anruf aus London....
      MEINE MEINUNG:
      Der Einstieg in diese Geschichte fiel mir sehr leicht. Durch den schönen und sehr bilfhaften Schreibstil der Autorin machte ich mich gern mit Annie auf die Reise, den Frühling in Salt Bay zu erleben. Unsere Protagonistin Annie hatte ich sehr bald in mein Herz geschlossen. Sie ist leicht chaotisch, sehr liebenswert, hoffnungslos romantisch und herzensgut. Ich fand es auch sehr schön zu lesen, wie zwiegespalten sie doch ist, ihren Weg finden muss und eine Entwickling durchlebt. Diese Geschichte ist eine richtige Wohlfühlgeschichte. Man kann sich fallenlassen und das Buch einfach geniessen. Die Landschaftsbeschreibungen sind wunderschön und auch die Dorfbewohner sind teilweise so urig und komisch, genau wie man es sich so vorstellt. Vor einiger Zeit erlebte das Dorf eine schreckliche Tragödie und umso schöner ist zu lesen, wie hier der Zusammenhalt funktioniert. Zum Ende hin kam noch etwas Spannung auf.
      FAZIT:
      Eine wunderschöne Reise, ein bisschen Spannung und einfach nur wohlfühlen in dieser Geschichte. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und mich hat es sehr gut unterhalten. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil.

      Lesegenuss

      Beiträge 36
      13.04.2019

        "Annies Frühling in Salt Bay" erzählt die Geschichte von Annabella Trebarwirth, in London lebt und arbeitet. Gerade war ihr Jahresvertrag in ihrem Job ausgelaufen und sie würde sich um einen neuen Job bemühen. Familie hatte sie keine, die Mutter war verstorben, alles andere hatte eine Geschichte. Doch seit einem halben Jahr war sie mit Stuart zusammen, wohnten aber beide getrennt. Er in einer Wohnung, sie in einer WG. Als sie ihn eines Freitags in seiner Wohnung überrascht, trifft sie ihn nicht allein an. Er hatte eine andere Frau bei sich. Nun widmet sie sich endlich dem Brief eines Rechtsanwalts, den sie vor kurzem erhalten hatte. Sie ist sehr erstaunt über den Inhalt, war ihr doch nicht bewusst, dass sie noch eine Großtante hatte, die im fernen Cornwall lebt. Also macht sie sich auf in die alte Heimat ihrer Mutter. So war erst einmal ihr Plan, einmal kurz bei der Tante vorbeischauen und dann wieder zurück nach London. Wie so oft im Leben kommt manches anders. Das wird auch Annie erleben.
        Denn dort, in Salt Bay, gibt es einige Rätsel bzw. Geheimnisse, eine Tante, aber auch eine Dorfgemeinschaft der etwas anderen Art. So kennt Annie es nicht. Nun es ist ein besonderer Menschenschlag dort in Cornwall, so ganz anders und doch sehr herzlich.
        An die Charaktere Annie muss man sich erst gewöhnen, denn anfangs kam so gar kein Gefühl für sie herüber. Doch angekommen in Salt Bay kriecht sie so langsam aus ihrem Schneckenhaus hervor. Man wird neugierig, wie weit ihre Entwicklung in der Handlung gehen wird.
        Die Handlung spielt in einem kleinen Dorf an der wunderschönen Küste von Cornwall. Das ist mit ein Grund gewesen, warum ich den Debütroman von Liz Eeles gern lesen wollte. Aber auch die Hintergrundgeschichte in der Handlung, denn an einem Tag hatte sich das Meer vor Jahren sieben Mitglieder der Salt Bay Choral Society geholt.
        Zitat S. 48
        "Das Schild ist auf Hochglanz poliert, und darauf steht: In liebevoller Erinnerung an die Mitglieder der Salt Bay Choral Society, die am 15. April 2002 während des großen Sturms ertrunken sind. Sie singen noch immer im Himmel. Darunter sind die Namen von sieben Männern eingraviert, unter anderem ein «Samuel Trebarwith, 70 Jahre.»"
        Dieser Samuel Trebarwith war Annie Großvater, der Vater ihrer Mutter.

        Desweiteren gibt es Charaktere, Bewohner des Dorfes, die durch die Beschreibungen der Autorin bildlich vor Augen erscheinen. Man möchte sie gern persönlich kennen lernen. Und all das, die Menschen, die Landschaft ist es, was sich positiv auf Annie auswirkt.
        Jene Tragödie, die sich vor Jahren durch den gewaltigen Sturm ereignet hatte, hinterließ bei vielen Familien Spuren. Und dennoch beginnt Annie mit dem Projekt, den Chor wieder aufleben zu lassen.
        Diese Geschichte hat viele Momente, die glücklich machen, faszinierende Charaktere wie Annie, ihre australische Freundin Kayla, ihre Großtante und den anfangs etwas mehr als rüpelhaft erscheinenden Josh.
        "Annies Frühling in Salt Bay" ist eine wunderbare Geschichte, die von Verlust und Liebe erzählt, von Familie, aber auch davon zu erkennen, wer man selbst ist.
        Es wird noch einen Folgeroman geben, derzeit in English "Annies Christmas by the Sea". Und so kann man sich nur wünschen, dass der Leser nicht zu lange auf die deutsche Übersetzung warten muss. Der Schreibstil der Autorin war leicht und flüssig und so lies sich das Buch gut lesen.
        Mir hat das Buch gut gefallen und gerne gebe ich eine Leseempfehlung.