Liz Eeles

Annies Frühling in Salt Bay

Nach Salt Bay fahren ist nach Hause kommen
Die 29jährige Annie erhält einen Brief aus Cornwall. Absender: ihre Großtante, von deren Existenz sie bislang nichts wusste. Annie - gerade Single und ohne Job - macht sich spontan auf den Weg an die Küste. Salt Bay, ein kleiner Ort auf den Klippen, ist malerisch. Es gibt zwar keinen Handyempfang, dafür viele schrullige Dorfbewohner, allen voran der so gutaussehende wie ungehobelte Josh. Annie fühlt sich wider Willen bald heimisch. Ihre Liebe zur Musik führt sie schließlich dazu, den brachliegenden Dorfchor, die Salt Bay Choral Society, wiederzubeleben. Doch das ist nicht allen im Ort recht - und dann bekommt Annie auch noch einen überraschenden Anruf aus London ...


Autorenbild Foto von Liz Eeles

Der  Autor

Liz Eeles arbeitete als Journalistin und Pressesprecherin,  bevor sie beschloss, beim Schreiben lieber ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Ein Platz auf der Shortlist beim Corvus-Love-at-First-Write-Wettbewerb gab ihr den nötigen Ansporn: «Annies Frühling in Salt Bay» ist das Ergebnis. Die Autorin lebt mit ihrer Familie an der englischen Südküste, und wenn sie gerade nicht schreibt, geht sie gern am Strand spazieren und übt sich in Achtsamkeit und Gelassenheit - was ihr nicht immer leicht fällt.


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Rezensionen

C. Sch.

Beiträge 9
17.05.2019

    INHALT:
    Annie lebt in London und hat gerade ihren Job verloren und ihren Freund beim Fremdgehen erwischt. Da kommt ein Brief von ihrer ihr unbekannten Grosstante gerade recht. Annie überlegt nicht lange und macht sich auch den Weg an die Küste nach Salt Bay. Dort findet die sich in einem kleinen Ort ohne Handyempfang wieder. Eigentlich möchte sie nicht lange bleiben, doch die Dorfbewohner und ihre Tante machen es ihr leicht, sich hier heimisch zu fühlen. Und dann ist da auch noch Josh, von dem sich Annie wider Willen angezogen fühlt. Ihre Aufgabe sieht die auch darin, den ehemaligen Dorfchor wieder zum Leben zu erwecken, was nicht allen recht ist. Und plötzlich kommt auch noch ein Anruf aus London....
    MEINE MEINUNG:
    Der Einstieg in diese Geschichte fiel mir sehr leicht. Durch den schönen und sehr bilfhaften Schreibstil der Autorin machte ich mich gern mit Annie auf die Reise, den Frühling in Salt Bay zu erleben. Unsere Protagonistin Annie hatte ich sehr bald in mein Herz geschlossen. Sie ist leicht chaotisch, sehr liebenswert, hoffnungslos romantisch und herzensgut. Ich fand es auch sehr schön zu lesen, wie zwiegespalten sie doch ist, ihren Weg finden muss und eine Entwickling durchlebt. Diese Geschichte ist eine richtige Wohlfühlgeschichte. Man kann sich fallenlassen und das Buch einfach geniessen. Die Landschaftsbeschreibungen sind wunderschön und auch die Dorfbewohner sind teilweise so urig und komisch, genau wie man es sich so vorstellt. Vor einiger Zeit erlebte das Dorf eine schreckliche Tragödie und umso schöner ist zu lesen, wie hier der Zusammenhalt funktioniert. Zum Ende hin kam noch etwas Spannung auf.
    FAZIT:
    Eine wunderschöne Reise, ein bisschen Spannung und einfach nur wohlfühlen in dieser Geschichte. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und mich hat es sehr gut unterhalten. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil.

    Lesegenuss

    Beiträge 34
    13.04.2019

      "Annies Frühling in Salt Bay" erzählt die Geschichte von Annabella Trebarwirth, in London lebt und arbeitet. Gerade war ihr Jahresvertrag in ihrem Job ausgelaufen und sie würde sich um einen neuen Job bemühen. Familie hatte sie keine, die Mutter war verstorben, alles andere hatte eine Geschichte. Doch seit einem halben Jahr war sie mit Stuart zusammen, wohnten aber beide getrennt. Er in einer Wohnung, sie in einer WG. Als sie ihn eines Freitags in seiner Wohnung überrascht, trifft sie ihn nicht allein an. Er hatte eine andere Frau bei sich. Nun widmet sie sich endlich dem Brief eines Rechtsanwalts, den sie vor kurzem erhalten hatte. Sie ist sehr erstaunt über den Inhalt, war ihr doch nicht bewusst, dass sie noch eine Großtante hatte, die im fernen Cornwall lebt. Also macht sie sich auf in die alte Heimat ihrer Mutter. So war erst einmal ihr Plan, einmal kurz bei der Tante vorbeischauen und dann wieder zurück nach London. Wie so oft im Leben kommt manches anders. Das wird auch Annie erleben.
      Denn dort, in Salt Bay, gibt es einige Rätsel bzw. Geheimnisse, eine Tante, aber auch eine Dorfgemeinschaft der etwas anderen Art. So kennt Annie es nicht. Nun es ist ein besonderer Menschenschlag dort in Cornwall, so ganz anders und doch sehr herzlich.
      An die Charaktere Annie muss man sich erst gewöhnen, denn anfangs kam so gar kein Gefühl für sie herüber. Doch angekommen in Salt Bay kriecht sie so langsam aus ihrem Schneckenhaus hervor. Man wird neugierig, wie weit ihre Entwicklung in der Handlung gehen wird.
      Die Handlung spielt in einem kleinen Dorf an der wunderschönen Küste von Cornwall. Das ist mit ein Grund gewesen, warum ich den Debütroman von Liz Eeles gern lesen wollte. Aber auch die Hintergrundgeschichte in der Handlung, denn an einem Tag hatte sich das Meer vor Jahren sieben Mitglieder der Salt Bay Choral Society geholt.
      Zitat S. 48
      "Das Schild ist auf Hochglanz poliert, und darauf steht: In liebevoller Erinnerung an die Mitglieder der Salt Bay Choral Society, die am 15. April 2002 während des großen Sturms ertrunken sind. Sie singen noch immer im Himmel. Darunter sind die Namen von sieben Männern eingraviert, unter anderem ein «Samuel Trebarwith, 70 Jahre.»"
      Dieser Samuel Trebarwith war Annie Großvater, der Vater ihrer Mutter.

      Desweiteren gibt es Charaktere, Bewohner des Dorfes, die durch die Beschreibungen der Autorin bildlich vor Augen erscheinen. Man möchte sie gern persönlich kennen lernen. Und all das, die Menschen, die Landschaft ist es, was sich positiv auf Annie auswirkt.
      Jene Tragödie, die sich vor Jahren durch den gewaltigen Sturm ereignet hatte, hinterließ bei vielen Familien Spuren. Und dennoch beginnt Annie mit dem Projekt, den Chor wieder aufleben zu lassen.
      Diese Geschichte hat viele Momente, die glücklich machen, faszinierende Charaktere wie Annie, ihre australische Freundin Kayla, ihre Großtante und den anfangs etwas mehr als rüpelhaft erscheinenden Josh.
      "Annies Frühling in Salt Bay" ist eine wunderbare Geschichte, die von Verlust und Liebe erzählt, von Familie, aber auch davon zu erkennen, wer man selbst ist.
      Es wird noch einen Folgeroman geben, derzeit in English "Annies Christmas by the Sea". Und so kann man sich nur wünschen, dass der Leser nicht zu lange auf die deutsche Übersetzung warten muss. Der Schreibstil der Autorin war leicht und flüssig und so lies sich das Buch gut lesen.
      Mir hat das Buch gut gefallen und gerne gebe ich eine Leseempfehlung.