Marissa Stapley

Ein Leben lang lieben

Ein herzzerreißender Roman über die Liebe in all ihren Facetten und die eine große Frage, die uns alle bewegt: Wie schaffen wir es, einen anderen Menschen ein ganzes Leben lang zu lieben?
Jeden Sommer verbringen Helen und ihre drei Töchter zusammen ein Wochenende in einer Hütte am See. Alle vier suchen ihre eigene Antwort auf die Frage: Wie kann man ein Leben lang lieben? Die unkonventionelle Helen hat nie geglaubt, einen Mann zu brauchen. Ihre ganze Liebe galt immer ihren Töchtern. Die Jüngste, Liane, dagegen sehnt sich nach einer stabilen Beziehung. Doch der Mann, den sie liebt, ist nicht frei. Ihre Schwester Ilsa wiederum fühlt sich in ihrer Ehe gefangen und spielt immer wieder mit dem Feuer. Nur Fiona ist glücklich verheiratet. Überraschend sagt sie jedoch das Wochenende in letzter Minute ab. Sie hat etwas erfahren, das ihr wohlgeordnetes Leben erschüttert. Und auch Helen steht vor einer Entscheidung, denn sie hat sich - gegen jede Erwartung - verliebt ...


Autorenbild Foto von Marissa Stapley

Der  Autor

Marissa Stapley hat als Zeitschriftenredakteurin gearbeitet und kreatives Schreiben unterrichtet, bevor sie sich an ihren ersten Roman wagte - in Kanada auf Anhieb ein Bestseller. Sie rezensiert Romane für die Zeitung Globe & Mail und berichtet im Toronto Star über Bücher und Kulturereignisse. Marissa Stapley lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Toronto.


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Rezensionen

Alica

Beiträge 39
16.10.2019

Der Einstieg in das Buch fiel mir relativ schwer. Der Roman wird aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven erzählt und auf den ersten 150 Seiten werden schon sechs verschiedene Personen, darunter auch meiner Meinung nach eher unwichtige Nebencharaktere, in eigenen Kapiteln vorgestellt. Zu keinem der Charaktere konnte ich zunächst eine engere Beziehung aufbauen. Aber je mehr Seiten ich las, desto besser wurde es. Insgesamte Wertung also: 3 Sterne.

kerstin2601

Beiträge 57
15.09.2019

Die Liebe...ein altes und trotzdem immer wieder aktuelles Thema. Der eine hat ihr abgeschworen, der andere kann ohne nicht leben . In diesem Roman werden spannend die verschiedenen Sehnsüchte von Frauen erzählt.

C. Sch.

Beiträge 53
23.04.2019

INHALT:
Auf der Suche nach der grossen und einzigen Liebe. Gibt es sie und wie erkennt man sie, wenn die Liebe dann da ist. Die Frage, ob man ein Leben lang lieben kann, stellen sich auch Helen und ihre drei Töchter Fiona, Ilsa und Liane. Jeden Sommer treffen die sich in einer Hütte am See und und suchen eine Antwort. Helen glaubte nie, dass die einen Mann braucht, sie gatte die Liebe zu ihren Töchtern. Liane sehnt sich nach einer intakten Beziehung, Ilsa dagegen fühlt sich in ihrer Ehe eingezwängt, nur Fiona ist glücklich in ihrer Ehe. In diesem Jahr sagt Fiona das Wochenende aber überraschend ab, denn etwas hat ihr geordnetes Leben mächtig erschüttert.
MEINE MEINUNG:
Es ist mein zweites Buch der Autorin und ich muss sagen, mir fiel der Einstieg etwas schwerer. Am Anfang wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Aber nach einiges Seiten konnte ich die Personen einordnen und das Lesen fand ich dann sehr interessant. Wir lesen hier viel von den verschiedenen Lebensweisen und Ansichten der Personen, wie sie miteinander agieren und wie ihre Leben verflochten sind. Der Schreibstil ist sehr ruhig, sehr emotional und sehr schön zu lesen. Immer wieder hat die Autorin Wendungen eingeflochten, die mich erschüttert haben und die die Geschichte spannend gemacht haben. Bei einigen Charakteren konnte ich ihren Weg nicht immer nachvollziehen. Besonders interessant fand ich aber die Entwicklung der einzelnen Personen. Durch ihre Schicksale wurden sie stärker und fanden Lösungen.
FAZIT:
Ein sehr ruhiger, berührender, aber doch emotionaler Roman mit beeindruckenden Charaktere.

Bella 32

Beiträge 9
28.11.2020

    Dieses Buch hat mich so gefesselt das ich es so schnell durch hatte.hier geht es um eine Mutter mit ihren drei Kinder . Die eine lange Zeit keinen Kontakt hatten weil jeder sein eigenes Leben hatte. Und als jedes der Töchter Schwierigkeiten in den Beziehungen hat kommen sie sich Wieder näher.

    In diesen Buch sieht man deutlich Mutterliebe verschwindet nie egal wie alt die Kinder sind . Man ist immer für den anderen da .

    Furbaby Mom

    Beiträge 14
    06.09.2020

      Emotionaler Familienroman, der zum Nachdenken anregt.

      Gibt es sie wirklich, die große, ewige Liebe, die allen Widerständen trotzt? Woran erkennt man, um welchen Menschen es sich zu kämpfen lohnt und welchen man lieber ziehen lassen sollte?

      Prinzipiell bin ich ein großer Fan von Liebesromanen aller Art. Auch die Protagonisten in Marissa Stapleys Werk "Ein Leben lang lieben" (- die Mittsechzigerin und Ex-Hippie Helen und ihre drei erwachsenen Töchter, die sich Jahr für Jahr im Sommerhaus der Familie treffen -), sind auf der Suche nach genau diesem Glücksgefühl, selbst wenn ihnen das zunächst nicht bewusst ist.

      Zu Beginn eines jeden Kapitels wird ein Tier vorgestellt. Dieser kreative Einstieg lockerte die Handlung stets auf und war mal etwas ganz Neues – eine tolle Idee! Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, was einerseits einen Einblick in das Denken und Fühlen der verschiedenen Figuren ermöglicht, auf die Leser gerade zu Beginn einer Lektüre jedoch etwas irritierend wirken bzw. den Lesefluss hemmen kann, wenn zu viele unterschiedliche Sichtweisen aufeinanderfolgen. Jede von Helens Töchtern stammt von einem anderen Mann und natürlich hat dieser rastlose Lebensstil der Mutter auch Ilsa, Liane und Fiona in ihrem Wesen geprägt, so unterschiedlich sie ansonsten auch sind. Wie soll man denn an die wahre Liebe glauben, wenn man im eigenen Zuhause wieder und wieder vorgelebt bekommen hat, dass romantische Beziehungen nicht von Dauer sind, dass Gefühle endlich sind? Kein Wunder, dass Helens Töchter ihre Schwierigkeiten mit diesem Thema haben: Liane sehnt sich nach Stabilität und kann sie in ihrer aktuellen Beziehung nicht finden; Fiona verbirgt ihre Unzufriedenheit mit ihrem scheinbar perfekten Leben hinter einer Tablettensucht, um die Fassade und den schönen Schein zu wahren – und ist entsetzt, als von einem Geheimnis ihres Mannes erfährt; Ilsa stürzt sich (- trotz Ehe -) von einem Flirt in den nächsten und macht auch nicht vor Fionas Ehemann Halt… Probleme über Probleme, es besteht also jede Menge Konfliktpotential.

      Eine besondere Art von Liebe jedoch ist unerschütterlich, nämlich jene zwischen einer Mutter und ihren Kindern; diese innige Bindung hebt die Autorin in ihrem Werk letztlich wunderbar hervor. Auch die individuellen Probleme der einzelnen Charaktere werden sehr realistisch beschrieben und wirkten auf mich einfach echt, wie aus dem Leben gegriffen…welches nun mal kein Wunschkonzert ist. Man muss selbst aktiv werden und die Dinge ändern, mit denen man im Grunde seines Herzens unzufrieden ist. Manchmal ist eben ein Neustart nötig. Dass diese Erkenntnis von den Damen nach und nach umgesetzt wird, habe ich sehr begrüßt; man spürt förmlich, wie sie reifen und sich weiterentwickeln.

      Die Mischung aus einem eher gemächlich-ruhigen Schreibstil, einem melancholischen Unterton und doch mehr tragischen, negativen Handlungselementen, als ich hinter diesem sommerlich anmutenden Cover erwartet hätte, verleiht dem Roman zwar Tiefe, aber auch eine gewisse Schwere. Trotz dem versöhnlichen Ende blieb ich ein wenig ernüchtert zurück. Ich hatte mir eine beschwingte, im Hauptton fröhliche Geschichte erhofft (ganz im Stil von Sarah Morgans Werk "Die Zeit der Weihnachtsschwestern", in dem zwar auch dramatische Themen wie z.B. Verlust und Trauer Teil der Handlung sind, die Positivität jedoch überwiegt), eine Strandkorblektüre, nach dessen Beendigung ich beherzt das Buch zuklappen würde mit den Worten 'Hach, war das schön!'. Für meinen Geschmack war es etwas zu bedrückend, gar nicht mal im Hinblick auf die Anzahl der Schicksalsschläge, sondern im Gesamtgefühl, welches die Story bei mir hinterließ; ich war gerade einfach nicht auf solch einen (teilweise deprimierenden) Roman eingestellt.

      Fazit: Vergangenheitsbewältigung, Beziehungsdramen, Selbsterkenntnis, Umbruchstimmung und zwischendrin die Suche nach der Liebe. Für diese Geschichte sollte man sich viel Zeit nehmen, damit sie ihre tatsächliche Wirkung voll entfalten kann. Ich empfehle sie allen Fans von tiefgründigen Familienromanen.

      Sabienchen65

      Beiträge 33
      05.06.2020

        Meine Meinung:
        Leider kam ich mit diesem Buch über all die Seiten nicht so richtig klar, woran dies lag kann ich gar nicht genau sagen. Zum einen empfand ich den Schreibstil als etwas schwierig, da er mir wenig authentische Emotionalität vermitteln konnte, aber mir auch die Charaktere nicht unbedingt zusagen konnten.
        Ansonsten ist dieses Buch eine nette Sommerlektüre, die durchaus manchmal gut unterhält, aber her mittelmäßig bleibt.

        AntjeDomenic

        Beiträge 40
        24.04.2020

          Dieses Buch durfte ich vorablesen und es war mal ein ganz anderes Gefühl beim Lesen als bei manch anderen Romanen. Schon durch den Schreibstil war ich angehalten immer wieder nachzudenken und das gefiel mir sehr gut.


          In dem Buch begleitet man Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können und doch alle das Gleiche wollen im Leben. Helen Mutter von drei Töchtern. Dies sind die Hauptpersonen im Buch. Immer wieder wird aus den verschiedenen Perspektiven der Frauen erzählt.


          Die Geschwister haben jede verschiedene Väter, nur die Mutter ist gleich. Und das merkt man den Frauen auch an. Denn jede ist auf Ihre Art besonders.


          Natürlich haben die Frauen alle ihre Probleme und auf diese ist die Autorin wunderbar eingegangen und hat sie reell beschrieben. Ich konnte mich schnell einfinden und auch ab und an dachte ich, dass mir das Gelesene bekannt vorkam.


          Die Frauen ändern einiges in ihren Leben und dadurch reifen und wachsen sie noch mehr. Man merkt an den Charakteren wunderbar, wie sich das auf Menschen auswirkt.


          Vergangenheit und Zukunft können schmerzen, doch manchmal müssen Veränderungen einfach sein.
          Dieser Roman ist für mich gelungen und ich fühlte mich gut unterhalten. Kein typischer Liebesroman, genau das macht ihn symphatisch.

          Yvou

          Beiträge 29
          25.02.2020

            Ein herzzerreißender Roman über die Liebe in all ihren Facetten und die eine große Frage, die uns alle bewegt: Wie schaffen wir es, einen anderen Menschen ein ganzes Leben lang zu lieben?

            Jeden Sommer verbringen Helen und ihre drei Töchter zusammen ein Wochenende in einer Hütte am See. Alle vier suchen ihre eigene Antwort auf die Frage: Wie kann man ein Leben lang lieben? Die unkonventionelle Helen hat nie geglaubt, einen Mann zu brauchen. Ihre ganze Liebe galt immer ihren Töchtern. Die Jüngste, Liane, dagegen sehnt sich nach einer stabilen Beziehung. Doch der Mann, den sie liebt, ist nicht frei. Ihre Schwester Ilsa wiederum fühlt sich in ihrer Ehe gefangen und spielt immer wieder mit dem Feuer. Nur Fiona ist glücklich verheiratet. Überraschend sagt sie jedoch das Wochenende in letzter Minute ab. Sie hat etwas erfahren, das ihr wohlgeordnetes Leben erschüttert. Und auch Helen steht vor einer Entscheidung, denn sie hat sich - gegen jede Erwartung - verliebt ...
            Der Klapptext hat sich wirklich super gelesen und hat mich sehr neugierig gemacht. Ich hatte jedoch Probleme in das Buch reinzukommen. Erschwert hat es sich dadurch, dass das Buch nicht aus eins oder zwei Personen geschrieben ist, nein, es wurde aus sehr vielen Sichten geschrieben. Es war ein springen und mich musste immer wieder überlegen, von wem nun geschrieben wird und was man dazu wissen muss. Das Buch hat sehr viele Deprimierende Stellen, was es für mich auch nicht unbedingt leicht gemacht zu lesen. Klar gibt es höhen und Tiefen in Büchern wie auch im echten Leben. Ich habe mich daher etwas durch das Buch gezogen um es zu Ende zu lesen.

            M0903

            Beiträge 33
            23.02.2020

              Die Hauptpersonen sind vier Frauen, Mutter Helen und ihre drei erwachsenen Töchter. Die Jüngste ist Liane, Lisa die Mittlere und Fiona die Älteste. Einmal im Jahr hegen sie den Wunsch in der Nähe von Toronto sich gemeinsam im Sommerhaus am See zu treffen. Bisher hatte es immer mit dem Familientreffen geklappt, doch in diesem Jahr entschied Fiona aus bestimmten Gründen nicht ins Sommerhaus zu fahren. Alle drei Mädchen sind ohne Vater aufgewachsen, besonders Fiona leidet darunter, dass sie von ihrem Vater abgelehnt wird. Helen, ein ehemaliger Hippie und Sängerin, die ihre erfolgreichen Tage hinter sich hat, wollte immer frei und ungebunden sein. Bis sie merkt das es sich im Alter nicht so gut anfühlt allein zu sein. Im ersten Kapitel wird Liane vorgestellt. Sie scheint mit ihrem Leben unglücklich zu sein, trennt sich von ihrem Verlobten, weil sie spürt, dass er nicht die Liebe ihres Lebens ist. Sie hat Schwierigkeiten sich auf Männer einzulassen. Dabei sehnt sie sich nach einer stabilen Beziehung. In Kapitel zwei wird Fiona beschrieben. Sie ist mit Tim verheiratet und mit ihm hat sie auch drei Söhne. Sie führt mit ihrer Familie nach außen hin das perfekte Leben, spielt immer die ideale Gastgeberin in ihrem bravourösen Haus. Um dieses Leben jedoch aufrecht zu halten nimmt sie Tabletten. Außerdem hat ihr Ehemann Heimlichkeiten vor ihr. Ilsa, in Kapitel drei, ist eine begabte Künstlerin. Sie spielt gerne mit dem Feuer und das zeigt sich in ihrer ständigen Lust mit anderen Männern anzubandeln. Sie geht zu weit als sie mit Tim flirtet, den Mann ihrer älteren Schwester. Fiona hat sie dabei erwischt und seit dem haben sie ein gespaltenes Verhältnis. Etwas langwierig erscheint diese Geschichte, aber es lohnt sich trotzdem weiter zu lesen, denn die Story macht eine Kehrtwendung. Undurchsichtige Parts scheinen sich endlich zu fügen. Dieser Roman hält vor Augen, was für eine Anstrengung es ist, an seiner Beziehung zu arbeiten. Egal ob man frisch verliebt ist oder schon ein paar Ehejahre hinter sich hat. Man wird immer mit der Vergangenheit konfrontiert. Jeder Mensch hat Sehnsucht nach inniger Liebe.

              Katija

              Beiträge 6
              16.12.2019

                Dieser Roman besticht schon durch sein ansprechend gestaltetes Cover und mit einem Klappentext der verführt.
                Ja verführt, oder besser gesagt entführt würde ich hier auch. Nämlich auf eine tiefsinnige, eindrucksvolle und vor allem gewaltige Lesereise.
                Vier Frauen, viermal große Gefühle.
                Helen und ihre drei Töchter Fiona, Ilsa und Liane geben uns tiefe Einblicke in die Welt der Emotionen. Diese lässt die Autorin mühelos über den Zeilenrand auf den Leser über springen. Gepackt hat mich diese fantastische Geschichte gleich zu Beginn des Lesen.
                Die Protagonisten werden allesamt sympathisch, charismatisch und liebenswert lebendig dargestellt. Jeder einzelne Charakter konnte mich völlig überzeugen und hat seinen ganz eigenen Charme sowie berechtigten Platz im Buch. Unglaublich geschätzt habe ich die konstante Spannung die sich über die komplette Buchlänge legt. Ich habe eine regelrechte Magie während des Lesens verspürt und habe selbst einmal intensiv über die Liebe nachgedacht.
                Der Schreibstil ist geradlinig, gefühlvoll und perfekt im Fluss. Der Roman selbst sehr inhaltsreich und ohne jegliche langweilige Längen und in der Handlung rund.

                Fazit :
                Ein bezaubernder, emotionaler Roman über das wichtigste das es im Leben gibt. Mit beeindruckenden Protagonistin, die diese brilliante Geschichte souverän und spektakulär werden lassen.

                Lockenkopf

                Beiträge 7
                19.09.2019

                  Das klingt nach viel Liebe und viel Spannendes...das Buch muss noch in meine Sammlung...
                  Die Liebe ist immer ein Thema...ob mit Partner/Ehemann oder als Single die Liebe ist nah bei uns.
                  Das merkt man an diesem Buch ja auch ...verschiedene Arten der Liebe.

                  AL

                  Beiträge 14
                  02.06.2019

                    Ehrlich gesagt war ich kurz davor, den Roman nach ein paar Kapiteln auf die Seite zu legen. Vor allem die vielen Namen und Einzelheiten zu deren Geschichten waren für mich zunächst einfach nur verwirrend!
                    Ich hatte jedoch bereits von Anfangsschwierigkeiten bei diesem Roman gelesen und habe durchgehalten und ungefähr nach der Hälfte des Buches hat mich die Geschichte dann doch irgendwie gepackt, weil ich endlich das Gefühl bekommen habe, in die Geschichte eingetaucht zu sein. Und so habe ich die letzen Seiten regelrecht verschlungen.

                    Vom Klappentext her habe ich damit gerechnet, dass die Geschichte noch stärker auf Helen sowie ihre drei Töchter Fiona, Ilsa und Liane konzentriert ist. Jedoch ist das Roman ein Zusammenschluss von verschiedensten Geschichten. Alle erzählen davon, wie es möglich ist, ein Leben lang zu lieben, offen zu sein für neue Lieben, die Liebe aufrecht zu erhalten und zu erkennen, wenn die Liebe zu Ende gegangen ist.
                    Es ist definitiv kein klassischer Liebesroman, auch wenn er Elemente davon enthält. Vor allem am Anfang empfand ich die vielen Namen und überwiegend negativen Erfahrungen, Emotionen und Geschichten störend und das konnte mich einfach nicht fesseln. Jedoch haben sie die einzelnen Handlungsstränge immer mehr und mehr miteinander verwoben und umso besser verstand man das große Ganze dieses Romans.

                    Besonders auffallend sind kurzen Informationen zu Tieren, die zu Beginn eines jeden Kapitels stehen und diese Tiere spielen im jeweiligen Kapitel eine Rolle. Das fand ich eine nette Idee, die noch dazu sehr informativ ist.

                    Definitiv kein Buch, das man einfach mal nebenher schnell durchliest, lieber ausreichend Zeit einplanen und Zeit zum Nachdenken!

                    Lesegenuss

                    Beiträge 39
                    14.03.2019

                      Es ist wie ein Ritual, welches sich jedes Jahr wiederholt. Helen, Mitte 60, trifft sich mit ihren drei Töchtern mit Anhang in dem Sommerhaus am See, welches sie von ihrem Vater geerbt hatte. Es liegt weit von Toronto, wunderschön gelegen an einem See. Mit diesem Sommerhaus verbinden sich für alle Erinnerungen jedweder Art.
                      Es ist Ende Juni und zur Zeit weilt Liane, die jüngste von den Schwestern, schon vor Ort. Sie will endlich ihre Doktorarbeit beenden.
                      Fiona ist die Älteste und es hatte den Anschein, dass sie glücklich verheiratet sei. Zusammen mit Tim hatte sie drei Söhne.
                      Isla ist das Kind in der Mitte und bei ihr ist zu erkennen, dass sie das künstlerische Talent der Familie sei. Sie ist mit Michael, dem Geschäftspartner von Tim, verheiratet und hat zwei Kinder.
                      Liane, das Küken. Bei ihrem Aufenthalt wird sie auf ihren Nachbarn aufmerksam. Dann kommt die Familie zusammen, bis auf Fiona, die sehr kurzfristig abgesagt hatte. Natürlich hatte diese Absage einen Hintergrund. Es ging um ein Geheimnis, welches ihr Mann viele Jahre vor ihr geheim gehalten hatte. Er hatte es nicht für so wichtig empfunden, sie darüber aufzuklären. In ihren Augen ein Vertrauensbruch, zumal es sowieso nicht gut um ihre Ehe, ihr gemeinsames Miteinander stand.
                      Nach dem verbrachten Wochenende trennt sich dann Liane von ihrem langjährigen Freund Adam.
                      In abwechselnden Kapiteln werden die Geschichten der vier Frauen erzählt. Jedes Kapitel beginnt mit einem Ausschnitt zu einem Tier des Landes. Um ihr Verhalten miteinander … So ist es nicht verwunderlich, dass die Autorin gerade dies voran setzt, denn auch in ihrem Roman geht es um das Miteinander, dem Verhältnis zwischen Mutter-Töchter bzw. Geschwister. Jede der Charaktere ist eine eigene Persönlichkeit. Dass nicht jede Liebe gleich sein kann, wird deutlich hervorgehoben. Aber es sind nicht nur die Geschichten der Schwestern, auch das ihrer Mutter. Helen, die sich ihr Leben lang nicht hat fest binden wollen, sprich eine Ehe einzugehen, wird mit der Tatsache konfrontiert, dass auch sie lieben kann. Sie war immer der Meinung gewesen, es ist gut so wie es ist.
                      So beginnt nunmehr für jede von ihnen ein Neustart, ein Umbruch zu ihrem bisherigen Leben. Durch die ausführlichen Beschreibungen konnte ich die einzelnen Charaktere mir gut vorstellen.
                      Da ich schon von dem ersten Roman von Marissa Stapley angetan war, fiel es mir nicht schwer, ihrem Schreibstil zu folgen. Mich hat die Geschichte gefesselt, wo es hierbei nicht nur um die vorgenannten Beziehungen zwischen den Frauen geht. Man sollte die Art Familienromane mögen, und wird mit einer wirklich intensiven Geschichte belohnt. Allerdings darf man nicht erwarten, es komplett in einem Rutsch durchlesen zu können. Das wäre zu schade. Meines Erachtens nach gut erzählt, denn jede der Charaktere hat ihre eigene Stimme.
                      "Ein Leben lang lieben" ist ein Roman, der zum Nachdenken anregt.
                      Eine Geschichte über Liebe, Beziehungen und die Suche nach dem Glück …

                      schnäppchenjägerin

                      Beiträge 75
                      20.02.2019

                        Helen und ihre drei Töchter treffen sich einmal jährlich in einem Sommerhaus am See abseits von Toronto. Helen ist 64 Jahre alt, ein Alt-Hippie und eine Sängerin, die ihre größten Erfolge in den 1970er-Jahren hatte und drei Töchter von drei verschiedenen Männern zur Welt gebracht hat.
                        Fiona ist die Älteste, die lange nicht wusste, wer ihr Vater ist un noch heute unter seiner Gleichgültigkeit leidet. Sie ist verheiratet und hat drei Söhne, aber dennoch ist sie nicht glücklich. Als sie dann auch noch ein Geheimnis aus der Vergangenheit ihres Mannes erfährt, reagiert sie unerbittlich und wirft ihn aus dem gemeinsamen Haus. Sie ist so verbittert, dass sie in diesem Jahr nicht einmal in das Sommerhaus fährt.
                        Ilsa ist die zweite Tochter, die bereits zum zweiten Mal verheiratet ist und zwei Kinder hat. Sie ist Künstlerin, die derzeit in einer Schaffenskrise steckt und die Leidenschaft in ihrer Ehe vermisst. Sehr zum Missfallen ihrer älteren Schwester, die hohe moralische Ansprüche hat, flirtet sie unverhohlen mit anderen Männern und ist auch bereit, einen Schritt weiter zu gehen.
                        Die Jüngste, Liane, trennt sich hingegen nach dem Wochenende am See von ihrem Freund Adam, da sie erkennt, dass er nicht der Richtige für sie ist. Sie sehnt sich nach einer engen, stabilen Beziehung und verliebt sich tatsächlich neu.
                        Mutter Helen dagegen möchte sich an keinen Mann binden und sträubt sich weiterhin gegen eine Heirat mit ihrem derzeitigen Lebensgefährten.

                        Der Roman wird abwechselnd aus den Perspektiven der unterschiedlichen Frauen erzählt, die alle Probleme mit ihren Beziehungen haben und an einem Scheideweg stehen. Die Charaktere sind schwierig und gerade zu Beginn keine Sympathieträger. Sie wirken grundsätzlich unzufrieden mit ihren Leben, sind verbittert, unglücklich und/ oder einsam. Geprägt von der Erziehung der Mutter und ihren losen und wechselnden Verhältnissen zu Männern, haben die drei Töchter massive Probleme, sich selbst fest an einen Mann zu binden und alle Höhen und Tiefen einer Beziehung in Kauf zu nehmen und für ihr Glück zu kämpfen.

                        Ich empfand diese geballten Beziehungsprobleme für einen Roman zu viel und zunächst frustrierend zu lesen. Zudem wurden noch weitere problembehaftete Nebencharaktere in einzelnen Kapiteln in den Fokus gerückt, die jedoch nur von Helen und ihren Töchtern ablenkten, ohne die Handlung weiterzubringen. Über weite Strecken ist der Roman deprimierend, da die Frauen sich ausschließlich mit sich selbst und mit den negativen Aspekten einer Beziehung befassen und einsam und allein gedanklich ihre Probleme wälzen.
                        Ein Lichtblick ist dann aber die Liebe Lianes zu ihrem neuen Partner, weil sie bereit ist, für die Beziehung Kompromisse einzugehen. Und auch wenn ich mir von dem Roman ein größeres Zusammengehörigkeitsgefühl der Schwestern untereinander und innige Mutter-Tochter-Beziehungen erwartet hatte, wurde der Roman ab der zweiten Hälfte, als die Schwestern versuchten, sich gegenseitig zu helfen und auch die Mutter endlich ihrem Wunsch nachkam, ihre Töchter glücklich zu sehen, weniger schwermütig.

                        Alle Frauen entwickelten sich durch die Umbrüche in ihren Leben charakterlich weiter. Helen wird bewusst, welche Auswirkungen ihr Verhalten in der Vergangenheit auf ihre Töchter hatte und wie sehr sie durch ihr unkonventionelles Leben geprägt wurden. Fiona akzeptiert, dass dass Leben nicht perfekt sein muss und dass kein Mensch ohne Fehler ist. Isla fokussiert sich stärker auf ihre Kunst statt das Glück in einer Partnerschaft zu suchen. Liane lernt, im Moment zu leben und den Augenblick zu genießen, ohne ängstlich darüber nachzudenken, was später sein könnte.

                        Der Roman zeigt, was für eine Anstrengung es bedeutet, "ein Leben lang [ein und denselben Partner zu] lieben", gerade wenn Erfahrungen der Vergangenheit, hohe Ansprüche an sich selbst und andere, Unsicherheit, mangelnde Kompromissbereitschaft oder ein starker Freiheitsdrang schier unüberwindbare Hürden errichten.
                        Gut gefallen hat mir das symbolhafte, hoffnungsvolle Ende, dass selbst Zerbrochenes, das nicht funktioniert hatte, auf andere Art und Weise wieder zusammengesetzt werden kann und dass in diesem Roman zur Abwechslung nicht die Männer die Buhmänner in Beziehungskrisen sind.

                        Melli B.

                        Beiträge 28
                        eine Antwort 02.02.2019

                        Die Geschichte gefällt mir. Es beschäftigt sich mit einer Frage, die uns doch alle umtreibt. Bin gespannt auf die Antworten, die uns das Buch gibt. Ich fieber dem Start auf jeden Fall entgegen und bin völlig gespannt!

                        • tinel72

                          Beiträge: 25
                          10.02.2019

                          Ich schließe mich dir an. Die Liebe beschäftigt einen das ganze Leben. Freue mich schon auf das Buch...