Marissa Stapley

Ein Leben lang lieben

Jeden Sommer verbringen Helen und ihre drei Töchter zusammen ein Wochenende in einer Hütte am See. Alle vier suchen ihre eigene Antwort auf die Frage: Wie kann man ein Leben lang lieben? Helen hat nie geglaubt, einen Mann zu brauchen. Die Jüngste, Liane, liebt einen Mann, der nicht frei ist. Ihre Schwester Ilsa fühlt sich in ihrer Ehe gefangen. Nur Fiona ist glücklich verheiratet. Überraschend sagt sie jedoch das Wochenende ab. Sie hat etwas erfahren, das ihr wohlgeordnetes Leben erschüttert. Und auch Helen steht vor einer Entscheidung, denn sie hat sich - gegen jede Erwartung - verliebt.


Autorenbild Foto von Marissa Stapley

Der  Autor

Marissa Stapley hat als Zeitschriftenredakteurin gearbeitet und kreatives Schreiben unterrichtet, bevor sie sich an ihren ersten Roman wagte - in Kanada auf Anhieb ein Bestseller. Sie rezensiert Romane für die Zeitung Globe & Mail und berichtet im Toronto Star über Bücher und Kulturereignisse. Marissa Stapley lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Toronto.


BibliografieAnsehen

PressestimmenAnsehen


Rezensionen

AL

Beiträge 14
02.06.2019

    Ehrlich gesagt war ich kurz davor, den Roman nach ein paar Kapiteln auf die Seite zu legen. Vor allem die vielen Namen und Einzelheiten zu deren Geschichten waren für mich zunächst einfach nur verwirrend!
    Ich hatte jedoch bereits von Anfangsschwierigkeiten bei diesem Roman gelesen und habe durchgehalten und ungefähr nach der Hälfte des Buches hat mich die Geschichte dann doch irgendwie gepackt, weil ich endlich das Gefühl bekommen habe, in die Geschichte eingetaucht zu sein. Und so habe ich die letzen Seiten regelrecht verschlungen.

    Vom Klappentext her habe ich damit gerechnet, dass die Geschichte noch stärker auf Helen sowie ihre drei Töchter Fiona, Ilsa und Liane konzentriert ist. Jedoch ist das Roman ein Zusammenschluss von verschiedensten Geschichten. Alle erzählen davon, wie es möglich ist, ein Leben lang zu lieben, offen zu sein für neue Lieben, die Liebe aufrecht zu erhalten und zu erkennen, wenn die Liebe zu Ende gegangen ist.
    Es ist definitiv kein klassischer Liebesroman, auch wenn er Elemente davon enthält. Vor allem am Anfang empfand ich die vielen Namen und überwiegend negativen Erfahrungen, Emotionen und Geschichten störend und das konnte mich einfach nicht fesseln. Jedoch haben sie die einzelnen Handlungsstränge immer mehr und mehr miteinander verwoben und umso besser verstand man das große Ganze dieses Romans.

    Besonders auffallend sind kurzen Informationen zu Tieren, die zu Beginn eines jeden Kapitels stehen und diese Tiere spielen im jeweiligen Kapitel eine Rolle. Das fand ich eine nette Idee, die noch dazu sehr informativ ist.

    Definitiv kein Buch, das man einfach mal nebenher schnell durchliest, lieber ausreichend Zeit einplanen und Zeit zum Nachdenken!

    C. Sch.

    Beiträge 15
    23.04.2019

      INHALT:
      Auf der Suche nach der grossen und einzigen Liebe. Gibt es sie und wie erkennt man sie, wenn die Liebe dann da ist. Die Frage, ob man ein Leben lang lieben kann, stellen sich auch Helen und ihre drei Töchter Fiona, Ilsa und Liane. Jeden Sommer treffen die sich in einer Hütte am See und und suchen eine Antwort. Helen glaubte nie, dass die einen Mann braucht, sie gatte die Liebe zu ihren Töchtern. Liane sehnt sich nach einer intakten Beziehung, Ilsa dagegen fühlt sich in ihrer Ehe eingezwängt, nur Fiona ist glücklich in ihrer Ehe. In diesem Jahr sagt Fiona das Wochenende aber überraschend ab, denn etwas hat ihr geordnetes Leben mächtig erschüttert.
      MEINE MEINUNG:
      Es ist mein zweites Buch der Autorin und ich muss sagen, mir fiel der Einstieg etwas schwerer. Am Anfang wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Aber nach einiges Seiten konnte ich die Personen einordnen und das Lesen fand ich dann sehr interessant. Wir lesen hier viel von den verschiedenen Lebensweisen und Ansichten der Personen, wie sie miteinander agieren und wie ihre Leben verflochten sind. Der Schreibstil ist sehr ruhig, sehr emotional und sehr schön zu lesen. Immer wieder hat die Autorin Wendungen eingeflochten, die mich erschüttert haben und die die Geschichte spannend gemacht haben. Bei einigen Charakteren konnte ich ihren Weg nicht immer nachvollziehen. Besonders interessant fand ich aber die Entwicklung der einzelnen Personen. Durch ihre Schicksale wurden sie stärker und fanden Lösungen.
      FAZIT:
      Ein sehr ruhiger, berührender, aber doch emotionaler Roman mit beeindruckenden Charaktere.

      Lesegenuss

      Beiträge 36
      14.03.2019

        Es ist wie ein Ritual, welches sich jedes Jahr wiederholt. Helen, Mitte 60, trifft sich mit ihren drei Töchtern mit Anhang in dem Sommerhaus am See, welches sie von ihrem Vater geerbt hatte. Es liegt weit von Toronto, wunderschön gelegen an einem See. Mit diesem Sommerhaus verbinden sich für alle Erinnerungen jedweder Art.
        Es ist Ende Juni und zur Zeit weilt Liane, die jüngste von den Schwestern, schon vor Ort. Sie will endlich ihre Doktorarbeit beenden.
        Fiona ist die Älteste und es hatte den Anschein, dass sie glücklich verheiratet sei. Zusammen mit Tim hatte sie drei Söhne.
        Isla ist das Kind in der Mitte und bei ihr ist zu erkennen, dass sie das künstlerische Talent der Familie sei. Sie ist mit Michael, dem Geschäftspartner von Tim, verheiratet und hat zwei Kinder.
        Liane, das Küken. Bei ihrem Aufenthalt wird sie auf ihren Nachbarn aufmerksam. Dann kommt die Familie zusammen, bis auf Fiona, die sehr kurzfristig abgesagt hatte. Natürlich hatte diese Absage einen Hintergrund. Es ging um ein Geheimnis, welches ihr Mann viele Jahre vor ihr geheim gehalten hatte. Er hatte es nicht für so wichtig empfunden, sie darüber aufzuklären. In ihren Augen ein Vertrauensbruch, zumal es sowieso nicht gut um ihre Ehe, ihr gemeinsames Miteinander stand.
        Nach dem verbrachten Wochenende trennt sich dann Liane von ihrem langjährigen Freund Adam.
        In abwechselnden Kapiteln werden die Geschichten der vier Frauen erzählt. Jedes Kapitel beginnt mit einem Ausschnitt zu einem Tier des Landes. Um ihr Verhalten miteinander … So ist es nicht verwunderlich, dass die Autorin gerade dies voran setzt, denn auch in ihrem Roman geht es um das Miteinander, dem Verhältnis zwischen Mutter-Töchter bzw. Geschwister. Jede der Charaktere ist eine eigene Persönlichkeit. Dass nicht jede Liebe gleich sein kann, wird deutlich hervorgehoben. Aber es sind nicht nur die Geschichten der Schwestern, auch das ihrer Mutter. Helen, die sich ihr Leben lang nicht hat fest binden wollen, sprich eine Ehe einzugehen, wird mit der Tatsache konfrontiert, dass auch sie lieben kann. Sie war immer der Meinung gewesen, es ist gut so wie es ist.
        So beginnt nunmehr für jede von ihnen ein Neustart, ein Umbruch zu ihrem bisherigen Leben. Durch die ausführlichen Beschreibungen konnte ich die einzelnen Charaktere mir gut vorstellen.
        Da ich schon von dem ersten Roman von Marissa Stapley angetan war, fiel es mir nicht schwer, ihrem Schreibstil zu folgen. Mich hat die Geschichte gefesselt, wo es hierbei nicht nur um die vorgenannten Beziehungen zwischen den Frauen geht. Man sollte die Art Familienromane mögen, und wird mit einer wirklich intensiven Geschichte belohnt. Allerdings darf man nicht erwarten, es komplett in einem Rutsch durchlesen zu können. Das wäre zu schade. Meines Erachtens nach gut erzählt, denn jede der Charaktere hat ihre eigene Stimme.
        "Ein Leben lang lieben" ist ein Roman, der zum Nachdenken anregt.
        Eine Geschichte über Liebe, Beziehungen und die Suche nach dem Glück …

        schnäppchenjägerin

        Beiträge 76
        20.02.2019

          Helen und ihre drei Töchter treffen sich einmal jährlich in einem Sommerhaus am See abseits von Toronto. Helen ist 64 Jahre alt, ein Alt-Hippie und eine Sängerin, die ihre größten Erfolge in den 1970er-Jahren hatte und drei Töchter von drei verschiedenen Männern zur Welt gebracht hat.
          Fiona ist die Älteste, die lange nicht wusste, wer ihr Vater ist un noch heute unter seiner Gleichgültigkeit leidet. Sie ist verheiratet und hat drei Söhne, aber dennoch ist sie nicht glücklich. Als sie dann auch noch ein Geheimnis aus der Vergangenheit ihres Mannes erfährt, reagiert sie unerbittlich und wirft ihn aus dem gemeinsamen Haus. Sie ist so verbittert, dass sie in diesem Jahr nicht einmal in das Sommerhaus fährt.
          Ilsa ist die zweite Tochter, die bereits zum zweiten Mal verheiratet ist und zwei Kinder hat. Sie ist Künstlerin, die derzeit in einer Schaffenskrise steckt und die Leidenschaft in ihrer Ehe vermisst. Sehr zum Missfallen ihrer älteren Schwester, die hohe moralische Ansprüche hat, flirtet sie unverhohlen mit anderen Männern und ist auch bereit, einen Schritt weiter zu gehen.
          Die Jüngste, Liane, trennt sich hingegen nach dem Wochenende am See von ihrem Freund Adam, da sie erkennt, dass er nicht der Richtige für sie ist. Sie sehnt sich nach einer engen, stabilen Beziehung und verliebt sich tatsächlich neu.
          Mutter Helen dagegen möchte sich an keinen Mann binden und sträubt sich weiterhin gegen eine Heirat mit ihrem derzeitigen Lebensgefährten.

          Der Roman wird abwechselnd aus den Perspektiven der unterschiedlichen Frauen erzählt, die alle Probleme mit ihren Beziehungen haben und an einem Scheideweg stehen. Die Charaktere sind schwierig und gerade zu Beginn keine Sympathieträger. Sie wirken grundsätzlich unzufrieden mit ihren Leben, sind verbittert, unglücklich und/ oder einsam. Geprägt von der Erziehung der Mutter und ihren losen und wechselnden Verhältnissen zu Männern, haben die drei Töchter massive Probleme, sich selbst fest an einen Mann zu binden und alle Höhen und Tiefen einer Beziehung in Kauf zu nehmen und für ihr Glück zu kämpfen.

          Ich empfand diese geballten Beziehungsprobleme für einen Roman zu viel und zunächst frustrierend zu lesen. Zudem wurden noch weitere problembehaftete Nebencharaktere in einzelnen Kapiteln in den Fokus gerückt, die jedoch nur von Helen und ihren Töchtern ablenkten, ohne die Handlung weiterzubringen. Über weite Strecken ist der Roman deprimierend, da die Frauen sich ausschließlich mit sich selbst und mit den negativen Aspekten einer Beziehung befassen und einsam und allein gedanklich ihre Probleme wälzen.
          Ein Lichtblick ist dann aber die Liebe Lianes zu ihrem neuen Partner, weil sie bereit ist, für die Beziehung Kompromisse einzugehen. Und auch wenn ich mir von dem Roman ein größeres Zusammengehörigkeitsgefühl der Schwestern untereinander und innige Mutter-Tochter-Beziehungen erwartet hatte, wurde der Roman ab der zweiten Hälfte, als die Schwestern versuchten, sich gegenseitig zu helfen und auch die Mutter endlich ihrem Wunsch nachkam, ihre Töchter glücklich zu sehen, weniger schwermütig.

          Alle Frauen entwickelten sich durch die Umbrüche in ihren Leben charakterlich weiter. Helen wird bewusst, welche Auswirkungen ihr Verhalten in der Vergangenheit auf ihre Töchter hatte und wie sehr sie durch ihr unkonventionelles Leben geprägt wurden. Fiona akzeptiert, dass dass Leben nicht perfekt sein muss und dass kein Mensch ohne Fehler ist. Isla fokussiert sich stärker auf ihre Kunst statt das Glück in einer Partnerschaft zu suchen. Liane lernt, im Moment zu leben und den Augenblick zu genießen, ohne ängstlich darüber nachzudenken, was später sein könnte.

          Der Roman zeigt, was für eine Anstrengung es bedeutet, "ein Leben lang [ein und denselben Partner zu] lieben", gerade wenn Erfahrungen der Vergangenheit, hohe Ansprüche an sich selbst und andere, Unsicherheit, mangelnde Kompromissbereitschaft oder ein starker Freiheitsdrang schier unüberwindbare Hürden errichten.
          Gut gefallen hat mir das symbolhafte, hoffnungsvolle Ende, dass selbst Zerbrochenes, das nicht funktioniert hatte, auf andere Art und Weise wieder zusammengesetzt werden kann und dass in diesem Roman zur Abwechslung nicht die Männer die Buhmänner in Beziehungskrisen sind.

          kasiopeia1975

          Beiträge 33
          11.02.2019

          Also identifizieren kann ich mich mit Helen auf jeden Fall.
          Als Mutter von drei Töchtern, die alle Höhen und Tiefen hinter sich hat kann ich sehr wohl nachvollziehen wie es ist mit drei starken Mädchen bzw. Frauen mein Leben zu gestalten....Vor allem wenn Veränderungen anstehen
          Da hat so jede ihre eigene Meinung die gehört sein will und ja diese sind auch sehr oft unterschiedlicher Natur...Besonders spannend da jede dieser Frauen an einem anderen Punkt im Leben stehen

          Melli B.

          Beiträge 29
          eine Antwort 02.02.2019

          Die Geschichte gefällt mir. Es beschäftigt sich mit einer Frage, die uns doch alle umtreibt. Bin gespannt auf die Antworten, die uns das Buch gibt. Ich fieber dem Start auf jeden Fall entgegen und bin völlig gespannt!

          • tinel72

            Beiträge: 53
            10.02.2019

            Ich schließe mich dir an. Die Liebe beschäftigt einen das ganze Leben. Freue mich schon auf das Buch...