Renate Bergmann

Wir brauchen viel mehr Schafe

Jetzt singt sie auch noch!
Die letzten Weihnachtsgeschenke hat unsere Online-Omi im Mai ins Vertiko getan, der Rumtopf für die Festtage zieht seit Sommer durch, sie hat also Kapa-, Kompa, herrje: Sie hat Zeit, dieses Jahr an Weihnachten die Regie zu übernehmen und das Krippenspiel selbst zu inszenieren. Und weil auch Renate Bergmann nicht Maria UND Josef spielen kann, holt sie ein paar kleine Geister und viele, viele Schafe dazu.
«Ein paar Kinder sollten schon dabei sein, schließlich wollten wir auch einen Chor der Generationen aufbieten, und da gehören nicht nur Omas und Opas hin, sondern auch Kinder. Ilse hätte am liebsten nur Kinder dabei gehabt, die getauft sind, weil es schließlich ein Fest der Kirche ist. Aber das kam gar nicht in Frage, finden Se mal heutzutage getaufte Kinder. Man muss schon dankbar sein, wenn die alle geimpft sind.»


Autorenbild Foto von Renate Bergmann

Der  Autor

Renate Bergmann, geb. Strelemann, wohnhaft in Berlin. Trümmerfrau, Reichsbahnerin, Haushaltsprofi und vierfach verwitwet: Seit Anfang 2013 erobert sie Twitter mit ihren absolut treffsicheren An- und Einsichten – und mit ihren Büchern die ganze analoge Welt. Torsten Rohde, Jahrgang 1974, hat in Brandenburg/Havel Betriebswirtschaft studiert und als Controller gearbeitet. Sein Twitter-Account @RenateBergmann, der vom Leben einer online-Omi erzählt, entwickelte sich zum Internet-Phänomen. «Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker» unter dem Pseudonym Renate Bergmann war seine erste Buch-Veröffentlichung – und ein sensationeller Erfolg, auf die zahlreiche weitere, nicht minder erfolgreiche Bände und ausverkaufte Tourneen folgten.


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Rezensionen

Fanti2412

Beiträge 11
17.05.2017

    Im letzten Jahr erzählte uns die kultige Online-Omi Renate Bergmann zu Weihnachten von ihrem Abenteuer, als sie im falschen Flugzeug saß und statt in Köln in London landete.
    In diesem Jahr bleibt sie lieber in Berlin und kümmert sich um das Krippenspiel, denn das soll dieses Jahr etwas ganz besonderes werden.
    Mit einer pfiffigen List wird die eigentliche Chorleiterin ausgebootet und dann beginnt Renate mit der Planung. An ihrem "Klappschreibcomputer" wird einiges "gegockelt" und dann muss sie auch noch die "Lokäschen schecken".
    Für die Darsteller und die Sänger macht sie ein "Kahsting" und natürlich braucht sie viele Schafe.

    Mit dem ihr eigenen Charme erzählt Renate Bergmann von ihren Planungen und Vorbereitungen. Von der Musikauswahl über die Kleidung der Sänger und Darsteller wird alles genauestens durchdacht.
    Der lockere und fröhliche Schreibstil hat mir erneut sehr gut gefallen.
    Natürlich klappt nicht alles auf Anhieb, aber es gibt kein Problem, das Renate nicht lösen könnte.
    Zwischendurch erzählt sie auch gerne "noch einen kleinen Schlag von früher" und streut auch immer viel Lebensweisheit ein. Dabei nimmt sie wie gewohnt kein Blatt vor den Mund.

    Auch das diesjährige "Weihnachtsbuch" von Renate Bergmann ist gelungen. Es ist nicht ganz so turbulent wie seine Vorgänger, bietet aber gute Unterhaltung.
    Die Aufführung des Krippenspiels zum Ende des Buchs verbreitet dann auch etwas Weihnachtsstimmung.
    Und Renate wird ein bisschen tiefsinnig und melancholisch.
    Zitat:
    "Die ganze Gemeinde, alle Gäste, alle Kinder und wir Alten, alle sangen zusammen, und ein bisschen war von dem Moment an Weihnachten. Ein ganz besonderer Zauber lag über uns, der uns verband und uns deutlich machte, dass man noch so unterschiedlich sein kann und sich im Alltag vielleicht auch mal übersieht - aber an Weihnachten, wenn einem die Lichter und die Lieder das Herz öffnen, gehören wir zusammen. Miteinander können wir viel, wenn nicht gar alles erreichen."

    Da hat Renate mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen!


    Fazit: 4 von 5 Sternen