Shari Shattuck

Tage wie Salz und Zucker

Zwei ungleiche Frauen, eine einzigartige Geschichte.
Ellen Homes liebt es, ihre Mitmenschen zu beobachten - sie selbst aber möchte nicht gesehen werden. Sie versteckt sich hinter zu vielen Kilos und ihr Gesicht hinter langen Haaren. Nachts putzt sie in einem Riesensupermarkt. Eines Tages trifft Ellen im Bus eine junge Frau: Temerity ist blind, sprüht vor Lebensfreude, hat keinerlei Berührungsängste. Sie ist der erste Mensch seit langem, der Ellen «sieht». Die folgt ihr fasziniert und rettet sie prompt vor zwei Handtaschendieben. Fortan ist nichts mehr, wie es war. Temerity lockt Ellen gnadenlos aus der Reserve. Zusammen fangen die beiden ungleichen Freundinnen an, sich einzumischen - immer da, wo jemand sich nicht wehren kann oder wo Unrecht geschieht. Sehr schnell wirbeln sie jede Menge Staub auf ...


Autorenbild Foto von Shari Shattuck

Die  Autorin

Shari Shattuck, 1960 in Atlanta, Georgia, geboren, begann ihre Karriere als Model und Schauspielerin schon mit 16. Sie spielte in über 200 Filmen, Theaterstücken und Fernsehserien mit. Sie hat mehrere Krimis geschrieben und lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Kalifornien. Neben ihrer Schriftsteller- und Schauspieltätigkeit engagiert sie sich mit Herzblut in der Desi-Geestman-Stiftung für krebskranke Kinder. Ihre wichtigste Botschaft ist, nicht das Äußere einer Person zu bewerten, sondern den Menschen zu sehen, der sich dahinter verbirgt.


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Rezensionen

ZartwieFederblümchen

Beiträge 48
11.10.2017

    Dieses Buch erwärmt des Lesers Herz. Einfach nur schön und ganz wunderbar. Kann dieses Buch daher nur empfehlen. Es liest sich leicht und es macht einem schöne Lesestunden, gerade jetzt im Herbst mit einer Tasse Tee stelle ich es mir wunderbar vor.

    Viola

    Beiträge 13
    10.08.2017

      Eine bezaubernde Geschichte
      Dieses Buch bietet allen seinen Lesern eine bezaubernde Geschichte, die einfach nur Spaß macht. Von der ersten Seite an hat mich dieses besondere und außergewöhnliche Buch begeistert. Die Autorin Shari Shattuck versteht es, mit einer tollen Schreibweise eine herrliche Geschichte zu er-zählen, die einfach gut tut. Man verliebt sich richtig in das Buch. Es geht um die beiden Frauen El-len und Temerity, die unterschiedlicher nicht sein können – sie sind wie Feuer und Wasser oder eben wie Salz und Zucker. Zufällig laufen sie sich über den Weg und Ellen hilft Temerity, als üble Bursche ihren Handtasche stehlen wollen. Danach möchte die blinde Temerity die dicke, verunstal-tete Ellen kennen lernen, die aber ihrerseits eigentlich keine Menschen mag, weil sie nie Gutes erfahren hat. Langsam begreift sie, dass es auch Menschen gibt, für die nur der Charakter eine Rolle spielt.
      Es ist einfach wunderbar zu lesen, wie Ellen auftaut und sich in Temeritys Gegenwart zu einem ganz anderen Menschen entwickelt. Ein Buch, das mich wirklich begeistert und sehr berührt hat. Ich kann es nur jedem empfehlen.

      Shanna

      Beiträge 37
      20.05.2017

        Ellen hat eine furchtbare Kindheit hinter sich. Von der Mutter verlassen, wird sie in verschiedenen Heimen und Pflegefamilien auch nicht besser behandelt. Der einzige Trost ist das Essen, mit dem sie sich buchstäblich einen Schutzpanzer aufbaut. Sie lernt schon früh, dass es am besten ist, nicht gesehen zu werden und das perfektioniert sie dermaßen, dass in ihrer Umgebung sie kaum jemand bemerkt. Das ändert sich, als sie in einer spontanen Aktion die blinde Temerity vor einem gewalttätigen Überfall bewahrt. Sie ist der erste Mensch der Ellen "sieht" und ihr durch ihre Freundschaft hilft, eine vollkommen andere Welt zu entdecken.

        Mich hat dieses Buch sehr berührt und ich konnte mich sehr gut in die Gefühle von Ellen hineinversetzen. Doch die Handlung erzählt nicht nur von den menschlichen Schicksalen, die die beiden im Laufe der Zeit verändern, sondern entwickelt sich sogar zum spannenden Krimi. Die beiden Freundinnen mischen sich in die Angelegenheiten von Nachbarn und Mitarbeitern von Ellen ein, die sie zuvor nur aus der Ferne beobachtet hatte. Daraus ergeben sich Verwicklungen und Verbindungen, die sehr unterhaltsam und vergnüglich zu lesen sind. Manches ist zwar vorhersehbar, aber es gibt auch einige überraschende Wendungen.

        Vor allem die lockere und offene Art von Temerity, die sich oft über sich selbst und ihre Blindheit lustig macht, hat mir gut gefallen und nimmt dem Buch jegliche Schwere, die man bei dem Thema erwartet hatte. Ein befriedigendes Ende rundet die abwechslungsreiche Handlung dann noch ab und ich kann nur sagen, dass ich mich dieser Roman sehr gut unterhalten hat.

        tigerbea

        Beiträge 25
        07.03.2017

          Ellen wiegt 122 Kg und eine schlimme Narbe entstellt ihr Gesicht. Kein Wunder, daß ihr Selbstbewußtsein gleich Null ist. Sie redet sich ein, daß sie unsichtbar ist und damit kommt sie mehr schlecht als recht durch ihr tristes Leben. Ihr einziges Vergnügen besteht darin, daß sie ihre Mitmenschen genau beobachtet und alles genau aufschreibt. Das ändert sich schlagartig, als sie der blinden Temerity zu Hilfe kommt, die von Jugendlichen überfallen wird. Die junge Frau sprüht trotz ihrer Behinderung vor Lebensfreude. Schnell schließen die ungleichen Frauen Freundschaft. Sie machen es sich zur Aufgabe, nicht mehr nur zuzuschauen wenn Unrecht geschieht. Sie wollen auch eingreifen. Und das machen sie gründlich, ohne Rücksicht, ob sie dabei in Gefahr geraten.

          Bei den ersten Seiten dieses Buches habe ich mir erstaunt die Augen gerieben. Es ist so ganz anders, als man normalerweise zu lesen bekommt. Keine Karrierefrauen und Managertypen - bis auf einen - bestimmen die Handlung. Es sind Menschen, die nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Deren Kampf ums Überleben wird so wohltuend normal beschrieben, daß man sich beim Lesen mitten in der Handlung wiederfindet. So nach und nach erfährt man mehr über die Menschen, warum sie so geworden sind wie sie jetzt sind. Man lernt, daß niemand einfach so geboren wird, wie er später leben wird. Alles hat irgendwo seinen Ursprung. Das Buch zeigt, daß die Autorin ein tiefes Verständnis für ihre Mitmenschen aufbringt. man muß sich schon sehr mit den Menschen beschäftigen, um ein so berührendes Buch zu schreiben.

          SBS

          Beiträge 36
          14.02.2017

            Unterhaltsam, witzig und kurzweilig - Das Buch sollten sehr viele "sehen" ;)

            Ellen wiegt 122 Kilo, hat eine Verbrennung im Gesicht und tut alles Mögliche, um unsichtbar zu sein. Sie hat keine Kontakte zu anderen Menschen, beobachtet sie nur, arbeitet nachts und ist unter dem Strich recht erfolgreich mit ihren Aktionen, bis sie auf Temerity, eine talentierte, hübsche und blinde Musikerin trifft. Sie Ellen wirklich zu "sehen" und holt die vereinsamte Frau aus ihrem tristen Dasein wieder mitten ins Leben. Es entsteht eine Freundschaft zwischen den beiden Frauen, die unterschiedlicher kaum sein können. Ihre Mission ist es Menschen in ihrer Umgebung zu helfen und dabei geraten die beiden in brisante Situationen, doch gerade weil sie so ungleich sind, ergänzen sie sich sehr gut.

            Die Protagonisten sind anders und trotzdem kann man sich irgendwie in sie hineinversetzen. Die Geschichte ist nicht gekünstelt tiefsinnig, zeigt trotzdem auf, warum Menschen werden, wie sie sind. Man wird nicht einfach irgendwie geboren, sondern auch von seiner Umwelt beeinflusst. Die Geschichte ist kurzweilig und sehr unterhaltsam. Witzig sind nicht nur die Momente, in denen sich Temerity mit viel Selbstironie mit ihrer Behinderung auseinandersetzt, sondern teilweise auch die unbeholfenen Versuche von Ellen sich mit Menschen auseinanderzusetzen. Der Schreibstil ist einfach und gut verständlich, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Einzig das Ende hat mir nicht wirklich gefallen, aber das fällt nicht allzu sehr ins Gewicht...

            Ich empfehle das Buch gerne weiter ;)

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            Bücherfreundin

            Beiträge 47
            12.02.2017

              Ellen ist unsichtbar, zumindest tut sie alles dafür, dass niemand sie wirklich wahrnimmt. Ihr entstelltes Gesicht hat dafür gesorgt, dass sie sich ganz in ihren eigenen Schutzpanzer zurückgezogen hat und einfach nur versucht, jeden Tag zu überstehen, ohne dass sie Kontakt mit Menschen haben muss. Nachts putzt sie in einem Supermarkt und den Rest des Tages schläft sie oder futtert große Mengen, um die Leere in ihrem Inneren zu füllen.
              Temerity ist blind, aber voller Lebensmut und -freude. Sie lebt mit ihrem Bruder zusammen, fühlt sich aber dennoch manchmal einsam, da sie eigentlich keine Freunde hat.
              Diese beiden Menschen treffen nun durch Zufall (oder Schickal?) aufeinander und plötzlich "sieht" jemand Ellen, obwohl oder gerade weil Temerity blind ist.
              Eine außergewöhnliche Freundschaft beginnt...

              Was für ein wunderbares, ergreifendes Buch... Einmal begonnen konnte ich den Roman nur schwer aus der Hand legen, so tief hat er mich berührt. Ellen und Temerity sind ungewöhnliche Charaktere und beide wachsen einem sehr schnell ans Herz. Es hätte eine schwer verdauliche Geschichte werden können bei der Vergangenheit von Ellen und der Behinderung von Temerity, aber es ist eine Art "Roadmovie" mit Herz, so viel Action erleben die beiden. Und wie Ellen so ganz langsam ihr Schneckenhaus verlässt und mit Temerity endlich jemanden an sich heranlässt, ist hochspannend und ergreifend.
              Ich habe mich am Ende des Romans nur ungern von den Personen verabschiedet und hoffe, dass dieses Buch viele, viele Leser bekommt.
              Und ich bin wirklich sehr froh, dass ich diesen Roman "gesehen" habe, sonst hätte ich eine wahre Perle verpasst :-)

              Leseeckchen

              Beiträge 15
              08.02.2017

                Ellen hatte es in ihrem Leben bisher nicht leicht. Ihrer Mutter waren Drogen und Alkohol wichtiger als sie und das hat sich auch in einer Narbe in ihrem Gesicht manifestiert. Sie kam in ein Heim, in dem sie Außenseiter war und hat sich im Laufe der Jahre eine dicke Speckschicht angefuttert, um sich dahinter zu verstecken. Dazu lange Haare über ihre verunstaltete Gesichtshälfte, ein Leben „im Schatten“, eine winzige Wohnung und ein Job, bei dem sie nachts den riesigen Supermarkt putzt. Ellen ist unsichtbar geworden. Doch dann stolpert Temerity in ihr Leben. Sie ist blind, aber endlos positiv und aktiv und Ellen fühlt sich sofort von ihr angezogen. Als sie ihr sozusagen versehentlich ihre Handtasche rettet, werden die beiden Freundinnen. Fortan ändert sich alles in Ellens Leben ...



                Es ist eigentlich sofort klar: hier haben wir eine märchenhafte Story, total positiv und mit Happy End. Aber ist das schlimm? Nein! Im Gegenteil – hin und wieder ein solches zärtliches, positives, aufbauendes Buch und die Welt könnte schöner werden! Es zeigt, dass man allein seltsam werden kann und Probleme zu zweit viel einfacher zu lösen sind. Es zeigt, dass auch aus dem tiefsten Tal ein Weg führt. Es zeigt, dass man im Leben immer wieder Engeln begegnet und es zeigt, dass man selbst immer wieder Engel werden kann.



                Ellens Gedanken sind eigentlich toll und ihre Überlegungen gar nicht so abwegig. Es ist herrlich zu erleben, wie sie mithilfe von Temerity das Leben von so vielen Menschen in ihrem Umfeld verändert – positiv verändert – und dabei immer selbst staunt, wieviel von diesem Glück in ihr selbst steckt. Auch dass sie von Junkfood zu gesundem Essen wechselt – natürlich kann man da selbst drauf kommen, aber sind wir doch mal ehrlich: wenn es schmeckt, ist aufhören immer schwer. Temerity und Justice machen es Ellen leicht: sie zeigen ihr die Alternativen und mäkeln nicht an ihr herum. Sie geben ihr Gelegenheit, von selbst auf die Lösungen zu kommen. Bessere Freunde kann Ellen nicht finden!



                Je mehr Ellen an diesem wahren Geschenk genesen kann, desto mehr Mut und Kraft findet sie, die Dinge, die sie bei ihren Beobachtungen herausgefunden hat, zu ändern. Und da ist so vieles zu tun: eine hochschwangere Nachbarin braucht Hilfe, der Boss muss in seinem Tun gebremst werden, eine verzweifelte Kollegin braucht die amerikanische Staatsbürgerschaft und jemanden, der sie vor einem brutalen Russen schütz – und eine reiche Frau braucht Hilfe in Herzensdingen .... Ellen hat viel zu tun ...!



                Die Story verläuft teils überraschend, teils vorhersehbar – aber alles passt immer herrlich in- und zueinander. Auch Spannung ist eingearbeitet und natürlich viel, viel Herz. Eine Mischung, die dieses Buch zu einem ganz besonderen Schätzchen macht.



                Die Hörbuchversion wurde von Muriel Baumeister hervorragend eingelesen. Mit sehr viel Gefühl, aber trotzdem witzig und flott spricht sie Ellens Part sehr sanft und leise, Temeritys Part flott und witzig und schwungvoll – einfach herrlich!



                Ich habe diese Story im Herzen eingeschlossen und lasse sie da so schnell nicht wieder raus. Ob Buch oder Hörbuch: von mir eine absolute Kaufempfehlung! Obwohl ich sonst am liebsten Krimis und Thriller lese, habe ich jedes Wort von „Tage wie Salz und Zucker“ genossen und wünsche mir sehr, dass es irgendwann weiter geht mit Ellen, Temerity, Justice und den „Haustieren“ von Ellen. Von daher von mir eindeutig fünf Sterne!

                Beiträge 34
                eine Antwort 04.01.2017

                  Protagonistin des Romans ist Ellen, eine stark übergewichtige Frau, mit einer schrecklichen Narbe im Gesicht, die am liebsten unsichtbar wäre und ganz in ihrem Sinne von ihren Mitmenschen nicht wahrgenommen wird. Sie lebt zurückgezogen in einem 1-Zimmer-Apartment, beobachtet tagsüber ihre Nachbarn durch das Fenster, dokumentiert darüber in ihrem Notizbuch und geht abends zur Nachtschicht. Sie putzt in einem Supermarkt und bedient sich an den von Kunden geöffneten Verpackungen von Lebensmitteln. Um ihr Gewissen zu beruhigen, macht sie ihren Zusatzverdienst" durch unbezahlte Überstunden wett.

                  Auf dem Weg nach Hause trifft sie in einem Bus auf Temerity, die blind ist, aber erstaunlicherweise Ellen wahrnimmt. Ellen wird neugierig, verfolgt sie und kann sie bei einem Überfall retten. Die beiden freunden sich an, auch wenn Ellen sehr zögerlich ist, da sie Menschen am liebsten aus dem Weg geht.
                  In ein paar Nebenschauplätzen werden sie auf einen Mord aufmerksam und helfen der Polizei bei der Aufklärung der Tat oder helfen Cindy, die schwanger ist, deren Freund jedoch im Krieg gefallen ist.
                  Ganz uneigennützig vollbringen die beiden engelsgleiche Taten und haben dabei noch Unterstützung von Temeritys Bruder Justice, der mindestens genauso ein Gutmensch ist wie seine Schwester, die hübsche und schlagfertige Geigenspielerin.

                  Zu Beginn fand ich das Buch aufgrund des skurrilen Charakters von Ellen ganz interessant - gegen Ende kam mir das Buch wie ein modernes Märchen vor. Überspitzt gesagt: Das Gute siegt über das Böse, hässliches Entlein wird zum schönen Schwan. Ellen legt nämlich innerhalb eines halben Jahres (Zeitsprung bis zum Ende des Buches, die Handlung erstreckt sich über wenige Tage) ihre soziale Phobie weitestgehend ab und halbiert ihr Körpergewicht. Ihr Geheimnis? Auch Äpfel und Vollkornbrot können schmecken und sättigen.
                  Enttäuscht war ich regelrecht von dem denkbar kitschigen Schluss, der so gar nicht zu dem vielversprechenden Beginn der Handlung passte. So viel Happyend war einfach zu viel des Guten. Fehlte nur noch, dass Temerity wieder hätte sehen können...
                  Fazit: Ein bisschen mehr Salz statt Zucker hätte dem Roman nicht geschadet.

                  • Sternderl80

                    Beiträge: 30
                    22.08.2017

                    Kann mich nur anschließen, habe das Buch gelesen und mir zu Anfang gedacht, dass die Protagonistin recht vielversprechend angelegt ist, der Schluss war aber auch für mich enttäuschend.

                  Gluehwuermchen aus Salem

                  Beiträge 3
                  18.10.2016

                    Tage wie Salz und Zucker hatte ich vor längerer Zeit einmal in der Hand, hab es aber erst vor kurzem gekauft... Es ist toll.
                    Die Hauptrolle Ellen ist anfangs alles nur nicht sympathisch! Ganz im Gegenteil, eher der Typ Mensch, den man ganz schnell vergisst und an dem man eher weniger Interesse hat.
                    Aber dieser Eindruck ändert sich mit der Zeit, man erfährt nach und nach Dinge über ihre Vergangenheit, die ihr Verhalten erklären.
                    Shari Shattuck hat die Personen in dieser Geschichte wunderbar beschrieben und selbst Randfiguren mit Details beschrieben, jedoch ohne übertrieben zu haben oder soviel zu benutzen, dass es langatmig geworden wäre.
                    Von ihrer zweiten Hauptperson Temerity sage ich nur soviel: hoffentlich gibt es tatsächlich solche Menschen auf der Welt!
                    Ein sehr schönes Buch, für alle, die keine Liebesgeschichte suchen und nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen lesen wollen. Es ist sehr realistisch (okayyyyy das Ende evtl. nicht alltäglich) gehalten und ich finde den Titel "Tage wie Salz und Zucker " sehr treffend!

                    robby lese gern

                    Beiträge 17
                    01.03.2016

                      ein wunderbares Leseerlebnis

                      " Tage wie Salz und Zucker " ist ein Buch das man mit einem zufriedenen Seufzen schließt, da man das Glück hatte , einer besonders schönen Geschichte beizuwohnen.

                      Ellen Holms hatte bisher wenig Glück im Leben. Von ihrer Mutter, einer Drogen und Alkohol abhängigen Frau, die nie für sie gesorgt und sie geschlagen hat, wurde sie in verschiedene Pflegefamilien abgeschoben , in denen sie auch nie Zuneigung erfuhr. Mittlerweile hat sie durch unkontrolliertes Essen massives Übergewicht und durch eine Brandwunde, die ihre Mutter ihr beigebracht hat , eine entstellt Gesichtsseite, die sie versucht mit ihrem Haar zu verdecken. Wen wundert es da, dass Ellen versucht unsichtbar zu sein. Sie versucht so wenig wie möglich aufzufallen, schaut Menschen nie ins Gesicht und versucht eigentlich von vornherein den Kontakt mit Menschen zu meiden. Sie beobachtet lieber, z. B. ihre Nachbarn und notiert dies alles in einem kleinen Buch. Des Nachts arbeitet sie als Putzfrau in einem großen Supermarkt, in dem sie auch geschickt ihren Kolleginnen aus dem Weg geht.
                      Bis ihr Leben eines Tages komplett aus den Fugen gerät. Sie beobachtet, wie eine junge, blinde Frau von 2 jungen Männern verfolgt und ihr die Tasche entrissen wird. Ohne groß darüber nachzudenken, stellt sie einem der Diebe ein Bein und rettet somit die Tasche von Temerity. Von da an ist nichts mehr wie es war. Temerity ist trotz ihrer Sehbehinderung eine lustige, lebensbejahende Frau und möchte ihre Retterin kennenlernen. Für Ellen beginnt ein neues, abenteuerliches Leben, denn die beiden Frauen bestehen so manches Abenteuer.

                      Es hat einfach Spaß gemacht, den beiden Frauen über die Schulter zu sehen und mitzuerleben, wie aus der schüchternen Ellen, die glaubte keinem gefallen zu können, eine junge Frau mit Lebensmut und Selbstsicherheit wird. Sicherlich ist das alles ein bisschen Friede, Freude, Eierkuchen, aber dieses Buch bietet auch einige sehr wichtige Aussagen. Urteile nicht nach dem Aussehen, beobachten bietet die Möglichkeit einen Menschen besser kennen zu lernen und Erfolgserlebnisse stärken das Selbstbewusstsein. Sicherlich kann man noch vieles mehr aus diesem Buch ziehen, fest steht jedenfalls , dass es eine sehr schöne Geschichte ist, deren Figuren bunt, sehr unterschiedlich und vor allem sehr liebenswert sind.

                      Die Geschichte liest sich sehr flüssig, teilweise sehr spannend und macht Mut.

                      kvel

                      Beiträge 3
                      05.01.2015

                        Originaltitel "Invisible Ellen".

                        Hörbuch-Rezension: Tage wie Salz und Zucker
                         

                        Inhalt:
                        Ellen ist übergewichtig und mit keinerlei Selbstbewusstsein ausgestattet.
                        Sie arbeitet nachts, um mit der Welt möglichst wenig in Kontakt zu kommen.

                        Eines Tages trifft sie auf der Busfahrt zu ihrer Arbeit auf Temerity; Temerity ist blind, aber sie ist die Einzige, die Ellen wirklich wahrnimmt.
                        Die Beiden Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein.
                        Aber Temerity schafft es mit ihrer erfrischenden Art Ellen aus ihrer Isolation heraus zu holen; so kommt Ellen langsam aber sicher aus ihrer "Unsichtbarkeit" heraus und traut sich immer mehr zu.

                        Meine Meinung:

                        Der Originaltitel sagt schon sehr viel aus über das Seelenleben von Ellen.

                        Die Autorin hat einen wunderbaren Sprachstil; mit guten / lustigen / "hochwertigen" Formulierungen.
                        Mal mit Humor und intelligenten Dialogen gespickt, dann aber auch wieder sehr einfühlsam.
                        Aber - worauf ich sonst oft mal allergisch reagiere - keinesfalls gefühlsdusselig oder kitschig; sondern in ihren Beschreibungen von Handlungen und Gefühlen immer "echt" und nachvollziehbar geschildert.

                        Beispiele:
                        "Ellen fühlte sich in etwa so unsichtbar wie ein Nilpferd, das über doppelt geröstete Kartoffel-Chips läuft."

                        "Ellen fühlte sich wie in ihre Einzelteile zerlegt - als hätte sie jemand durch ein Sieb gedrückt."

                        Ja, klar, in der Story passiert schon viel; vielleicht in den Augen anderer Leser zu viel; aber für mich war es wunderbar, Ellen in ihrer Entwicklung zu begleiten.

                        Großes, großes Kompliment an die Sprecherin!
                        Sie hat alle Personen mit ihrer angenehmen Stimme und perfekt in der Betonung zu den jeweiligen Situationen in Szene gesetzt.

                        Fazit:
                        Autorin = Sprachtalent
                        Sprecherin = Sprechtalent

                         

                        Autor: Shari Shattuck
                        Gelesen von: Muriel Baumeister

                        himmlisch

                        1 Beitrag
                        01.10.2014

                          Herzerwärmend

                          Ein wunderbares Buch, dass dem Leser das Herz öffnet :-)
                          Danke für die Wärme und Herzlichkeit und ich hoffe es wird ein weiteres Buch der Autorin geben!

                          andrea_grill

                          Beiträge 3
                          25.09.2014

                            Wunderbar

                            Ellen hat es perfektioniert, unsichtbar zu sein. Nach einer schlimmen Kindheit hat sie sich zum Selbstschutz einen Schutzpanzer zugelegt – in Form von Übergewicht. Eine in ihren Augen entstellende Narbe im Gesicht versteckt sie hinter ihren Haaren und ihren Job, putzen in einem großen Supermarkt, erledigt sie nachts. Und bisher hat es immer geklappt, dass sie Leute sie übersehen. Bis sie eines Tages im Bus mit der blinden Temerity im wahrsten Sinne des Wortes zusammenstößt. Die Lebenslust dieser jungen Frau fasziniert sie und als Temerity aussteigt, folgt Ellen ihr zu ihrer eigenen Überraschung. Zum Glück: Zwei Männer sehen in der blinden Frau ein perfektes Opfer für einen Überfall. Ehe Ellen weiß, wie ihr geschieht, hat sie die Männer in die Flucht geschlagen und eine Verabredung zum Essen mit Temerity. Die schafft es mit ihrer offenen und fröhlichen Art, Ellens Vertrauen zu gewinnen und ist ihr sofort eine gute Freundin. Ellens Panzer beginnt zu bröckeln – seelisch wie auch körperlich -, denn sie weiß, auf Temerity kann sie sich verlassen. Zusammen werden sie zu einem unschlagbaren Team, um anderen Leuten in schwierigen Situationen beizustehen.

                            Was für ein Buch! Es hat mich von der ersten Seite an so in seinen Bann gezogen, dass ich nicht aufgehört habe, bis ich die letzte Seite gelesen habe. Gefühlvoll schildert Shari Shattuck das Leben von Ellen – in kleinen Rückblicken erfährt man von ihrer Kindheit und Jugend, in der sie zuerst von der Mutter verlassen und dann in verschiedenen Pflegefamilien und Heimen aufwuchs. Von Mitschülern verspottet und verhöhnt, verzog sie sich immer mehr in ihr Schneckenhaus. Temerity dagegen ist das absolute Gegenteil: Von Geburt an blind, hat sie sich Optimismus und Fröhlichkeit bewahrt, mit dem sie anderen Menschen begegnet. Auch denen, die ihr gegenüber unfreundlich sind. Durch ihre Blindheit kann sie hinter die Fassaden ihrer Mitmenschen „sehen“ und schafft es, Ellen mehr Selbstvertrauen zu geben. Diese hat ihre Mitmenschen (ihre Nachbarn beispielsweise betrachtet sie als ihre Haustiere) nur aus der Ferne beobachtet und lernt, immer mehr mit ihnen zu interagieren.

                            Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Gefühlvoll, ohne kitschig zu sein, mit einem Hauch von Ironie und bei mancher Begebenheit musste ich mehr als nur schmunzeln.

                            Ich könnte jetzt noch seitenweise weiter schwärmen, aber ich fürchte, dann würde ich spoilern. Das Buch kann ich allerdings absolut uneingeschränkt empfehlen – es berührt und macht nachdenklich und bekommt bei mir einen ganz festen Platz im Bücherregal!

                            silke_teuber

                            Beiträge 2
                            19.09.2014

                              Vielversprechend

                              Die Leseprobe macht Lust auf mehr! Ich möchte unbedingt erfahren,  wie es mit derselben, für viele unsichtbaren Ellen, weitergeht!