Sofie Cramer

Der Himmel über der Heide

Schicksalssommer in der Heide.
Seit zehn Jahren meidet Kati ihre alte Heimat. Seit zehn Jahren quälen sie schmerzhafte Erinnerungen. Jetzt hat erneut eine Tragödie ihre Familie heimgesucht. Der Vater liegt im Koma, und die Großmutter kann den kleinen Gasthof nicht allein führen, den die Weidemanns seit Generationen mitten in der Lüneburger Heide betreiben. Und die Saison hat gerade erst begonnen.
Schweren Herzens beschließt Kati, ihren Hamburger Agenturjob aufzugeben und für einige Zeit auf dem «Heidehof» auszuhelfen. Überrascht stellt sie fest, wie sehr sie die Stille und Schönheit der Heidelandschaft vermisst hat: Kati blüht auf, ihre Wunden beginnen endlich zu heilen. Bis auf einmal der Mann vor ihr steht, dessen Schicksal mit ihrem für immer verbunden ist und den sie niemals wiedersehen wollte ...


Autorenbild Foto von Sofie Cramer

Die  Autorin

Sofie Cramer stammt aus der Lüneburger Heide, geboren wurde sie 1974 in Soltau. Zum Studium der Germanistik und Politik ging sie zunächst nach Bonn, später nach Hannover. Nach ihrer Zeit als Hörfunk-Redakteurin machte sie sich selbständig. Sie lebt in Hamburg, am Waldrand, arbeitet als freie Drehbuchautorin und entwickelt Film- und Fernsehstoffe. Seit ihrem Überraschungserfolg «SMS für dich» hat sie bereits mehrere Romane unter dem Pseudonym Sofie Cramer geschrieben. Sie elbt mit ihrer Familie in der Nähe von Hamburg.

Zur Frage-Aktion

BibliografieAnsehen



Rezensionen

anne.je

1 Beitrag
02.09.2018

    Die Autorin, Sofie Cramer, besinnt sich mit ihrem Buch „Der Himmel über der Heide“ auf ihre Heimat, die Lüneburger Heide, zurück. Schon auf dem Cover ist diese herrliche Landschaft zu erkennen. Durch die freundlichen Farben und den Blick durch das Fenster, lässt sich schon erahnen, dass es sich hierbei um eine leichte Sommerlektüre handelt.

    Kati ist Graphikerin in Hamburg und nachdem sie erfahren hat, dass ihr Vater wegen eines Magendurchbruchs im Krankenhaus liegt, macht sie sich kurzerhand auf den Weg in Richtung Heimat, Uhlendorf in der Lüneburger Heide. Der Heidehof ist seit Generationen ein Familienbetrieb, an dem neben der Großmutter Elli, auch Kati’s Stiefmutter Dorothee mitarbeitet. Da nun Hinrich, der Vater, unpässlich ist, fallen viele Arbeiten an und Kati ist fortan eingespannt in das Leben rund um das Hotel, die Gaststätte und den Hof. Allerdings muss sich Kati durch ihre Rückkehr an den Hof ihrer Vergangenheit stellen, da sie gezwungenermaßen auch mit Andi, dem ehemaligen Verlobten ihrer toten Schwester Jule, zusammen arbeiten muss.

    Auch wenn das Cover vielleicht auf eine kitschige Liebesgeschichte hindeutet, wird hier eine Familiengeschichte erzählt. Zwar hat Kati auch mit der Liebe zu kämpfen, allerdings stehen der Heidehof und ihre Familie im Vordergrund. Die Geschichte per se ist schön aufbereitet. Sofie Cramer’s Schreibstil ist stimmig und gibt sehr schön die Landschaft der Lüneburger Heide wieder, sodass man zeitweise wirklich denkt, dass man sich dort befindet. Jedoch fehlt es der Geschichte an Knackpunkten, irgendetwas, dass sie hätte spannender gestalten können. Im Grunde weiß man schon zu Beginn wie es enden wird. Dazu kommt noch die launische Protagonistin, Kati, welche sich teilweise wie ein schlechter Teenager verhält. Auch wenn Dorothee von Kati nicht besonders gemocht wird, empfand ich ihren Charakter als angenehm. Ebenso verhielt es sich mit Elli, wer wünscht sich nicht so eine Oma? Ziemlich simpel, war auch die Angelegenheit mit dem Investor. Es ist doch etwas zu flach, wenn immer die Geschäftsleute als die "Bösen" dargestellt werden. Natürlich kann mich nicht leugnen, dass dies nicht immer der Fall wäre, aber in so einer Geschichte, kann man den Maßstab doch etwas höher legen. Die restlichen Charaktere wie Flo, Pit, Albert und Volker sind gut dargestellt und bereiten auch Freude am Lesen.

    Klasse, fand ich die Idee am Ende. Hier befinden sich 12 Rezepte, welcher des öfteren im Roman erwähnt werden. Immerhin befindet sich im Heidehof ein Restaurant, wo liebevoll Oma Elli und Aushilfskoch Pit die Essen zu bereiten. Die Rezepte sind auch wirklich nachkochbar und lecker. Ich habe ja schon einige ausprobiert. Dieser Anhang ist wirklich mal originell und wertet das ganze Buch auch auf.

    Insgesamt ist der Roman also gut, jedoch nicht mehr. Er eignet sich als eine einfache Strandlektüre oder für zwischendurch. Sofie Cramer schafft ein nettes Werk. Für Leute, die sich in der Lüneburger Heide auskennen, wird sich dieses Buch bestimmt auch mehr lohnen, denn es kommt da bestimmt zu einigen Momenten, wo man sagt: "Ach, dort war ich schon!"

    KimVi

    Beiträge 40
    29.07.2017

      Ein schwerer Schicksalsschlag hat Kati Weidemann vor zehn Jahren dazu gebracht ihrer Heimat den Rücken zu kehren. Mittlerweile hat sie sich beruflich etabliert, auch wenn ihr Job in einer Hamburger Werbeagentur gewiss kein Zuckerschlecken ist. Doch nun eilt sie Hals über Kopf zurück in die Lüneburger Heide. Denn ihr Vater ist ernsthaft erkrankt und liegt im Koma. Schnell wird Kati klar, dass die Familie nun zusammenhalten muss, um den "Heidehof", der seit Generationen die Heimat der Weidemanns ist, durch diese schwere Zeit zu bringen. Kati lässt sich in der Agentur beurlauben und stellt fest, wie sehr sie die Familie, den Hof und die malerische Landschaft eigentlich vermisst hat. Doch beim Anblick des Mannes, den sie für die damalige Tragödie verantwortlich macht, brechen die alten Wunden wieder auf. Um nicht länger von den beängstigenden Albträumen gequält zu werden, muss Kati sich endlich der Vergangenheit stellen....

      Sofie Cramer gelingt es in ihrem Roman hervorragend die blühenden und malerischen Heidelandschaften so lebendig zu beschreiben, dass man beinahe glaubt, selbst durch die Gegend zu streifen. Man merkt beim Lesen sofort, dass sie selbst aus dem Heidekreis stammt. Ganz nebenbei lässt sie Sehenswürdigkeiten und Informationen über die Landschaft in die Handlung einfliessen. Obwohl diese detaillierten Ausführungen manchmal schon fast zu viel des Guten sind, bilden sie doch eine gelungene und stimmungsvolle Hintergrundkulisse für die Familiengeschichte der Weidemanns, die ja seit Generationen mit der Landschaft und dem Heidehof verbunden sind.

      Der Schreibstil von Sofie Cramer ist sehr flüssig und angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Orte und die agierenden Personen sehr gut vorstellen und so mühelos in die Handlung eintauchen und sich auf die Geschichte der Weidemanns einlassen. Obwohl die Erzählung durchgehend interessant ist, baut sich leider keine richtige Spannung auf. Denn das Grundgerüst der Handlung unterscheidet sich leider kaum von anderen Genrevertretern und so wirkt die gesamte Geschichte recht vorhersehbar. Die Charaktere werden liebevoll beschrieben. Sie haben ihre Eigenarten und wirken deshalb aus dem Leben gegriffen. Die Hauptprotagonistin Kati handelt allerdings meist aus dem Bauch heraus und lässt nur ihre Sicht der Dinge gelten. Leider lässt sie das nicht immer sonderlich sympathisch wirken, auch wenn man ihr den dramatischen Schicksalsschlag, den sie nach all den Jahren ja noch nicht verarbeitet hat, zugute hält.

      Obwohl Covergestaltung, Buchtitel und Klappentext ja vermuten lassen, dass es sich bei Sofie Cramers Roman um eine schicksalhfafte Liebesgeschichte mit malerischem Hintergrund handelt, hält sich der Liebesanteil in dieser Erzählung wohltuend in Grenzen. Ganz ohne geht es natürlich nicht, doch im Vordergrund steht eher die Familie Weidemann, die schicksalhafte Vergangenheit und die Rettung des Familienbetriebes.

      Insgesamt gesehen hat mir der Roman ganz gut gefallen. Nicht weniger - doch leider auch nicht mehr. Obwohl ich selbst im Heidekreis lebe, und die Beschreibung der mir bekannten Landschaft genossen habe, ist bei mir leider nicht der berühmte Funke übergesprungen. Ich habe das Buch gerne und schnell gelesen, doch ich hatte keinen Moment das Gefühl, dass ich unbedingt erfahren müsste, wie es weitergeht. Denn dafür war mir die eigentlich Handlung zu vorhersehbar.

      SarahLiebtBücher

      Beiträge 32
      21.02.2017

        Die Autorin verbindet geschickt Gegenwart mit einer Vergangenheit, die es zu bewältigen gilt. Ein schwieriges Unterfangen - besonders dann wenn, wie in Kati`s Fall, Fakten und Hintergründe erst entdeckt werden müssen, bevor man sie analysieren und neu einordnen kann...

        Kati`s Story zeigt Konsequenz und Verbindlichkeit gegenüber dem, was man liebt - in ihrem Fall, dem Heidehof. Sofie Cramer ist es gelungen, diese Charakterzüge in Szene zu setzen, ohne kitschig oder sentimental zu wirken.

        Die detailierten Heidebilder sowie die Kuchenrezepte von Kati`s Oma geben dem Roman etwas Persönliches, und ich hätte am liebsten umgehend einen Aufenthalt in einem Heidegasthof gebucht! (Was leider nicht möglich war, da ich im Ausland lebe).

        Das stimmungsvolle Cover einschließlich dem passenden Lesezeichen waren sicher auch Gründe, weshalb ich das Buch zuerst überhaupt in die Hand genommen habe.

        Dieser Roman gehört zu den schönsten, die ich im Laufe der vergangenen Jahre gelesen habe.

        KatiKatharinenhof

        Beiträge 79
        05.12.2016

          Die Geschichte spielt auf einem Übernachtungshof mit Restaurant in der Heide. Eigentlich ist Vater Hinrich der Chefkoch, aber durch eine ernste Erkrankung muss er ins Krankenhaus. Nun schmeißen Stiefmutter Dorothee und Oma Elli den Hof alleine. Grund für Kati nach über 10 Jahren nach Hause zu fahren und ihre Familie zu unterstützen. Kann der Hof gerettet werden oder muss er verkauft werden?
          Kaum ist Kati zu Hause, wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Früh hat sie ihre Mutter verloren und vor 10 Jahren ist ihre Zwillingsschwester Jule bei einem Brand umgekommen.
          Was ist damals wirklich passiert?
          Das Buch wird begleitet von vielen Landschaftsbeschreibungen. Mir war das zu viel und ich fand, dadurch zog sich die Handlung unnötig in die Länge. Diese Beschreibungen machten für mich einen zügigen Lesefluss nur schwer möglich.
          Der Hauptcharakter Kati wirkt auf mich kindlich und naiv. Für eine 30jährige Frau kann sie nur schwer mit Personen, zu denen sie ein schwieriges Verhältnis hat und ihrer Vergangenheit umgehen.
          Im Buch bedauert sie, dass ihre tote Schwester nicht die Möglichkeit hatte, über ihre Jugend hinaus zu leben. Ist Kati nicht auch immer noch in ihrer Jugend gefangen?
          Der Charakter der Stiefmutter ist anfangs nicht klar zu erkennen, aber nach einer Aussprache mit Kati herrscht auch hier Harmonie.
          Ihre beste Freundin Flo, der Aushilskoch Pit und ihre Großmutter Elli hingegen muss man einfach mögen. Sie kommen sehr herzlich, bodenständig und lebensfroh rüber.
          Der Handlung fehlt die Spannung, das meiste ist vorhersehbar und Probleme sind schnell gelöst. Das Buch scheint recht Harmonie süchtig. Etwas Spannung wird durch die Geschichte der Jule und dem Zerwürfnis mit dem Nachbarn erzeugt. Aber beides wird recht harmlos dargestellt, meist nur angedeutet und die Reaktion der Oma auf den Nachbarn ist nun völlig überzogen gewesen.
          Am Ende des Buches befinden sich 12 Rezepte zu Gerichten, die auch im Roman erwähnt werden.
          Mein Fazit: wer gerne Landschaftsbeschreibungen liest, gerne kocht und Harmonie mit Happy End Garantie liebt, für den ist das Buch genau richtig.

          Nabura

          Beiträge 28
          27.10.2016

            Kati arbeitet als Grafikerin in einer Hamburger Agentur. Als ihr Vater ins Krankenhaus kommt, fährt sie in ihre alte Heimat, um ihrer Stiefmutter und Großmutter auf dem Familienbesitz „Heidehof“ auszuhelfen. Dort stellt sie schnell fest, wie sehr sie die Lüneburger Heide vermisst hat. Bald jedoch holen sie auch die Schatten ihrer Vergangenheit ein – denn nicht grundlos kehrte Kati zehn Jahre zuvor der Heimat den Rücken…

            Zum Thema des Buches passt das Cover sicherlich gut. Aus einem Fenster heraus blickt man auf die Weite der Heidelandschaft in sanften Grün- und Rottönen. Über den Schauplatz hinaus verrät das Cover jedoch nichts, und ich weiß daher nicht, ob es mich in der Buchhandlung überzeugt hätte.

            Sophie Cramers Schreibstil ist ruhig und oft auf Details bedacht. Den meisten Platz im Buch nehmen daher Beschreibungen von Katis Gefühlsleben und ihren Beziehungen zu den Bewohnern und Gästen auf dem Heidehof ein. In zahlreichen Streifzügen durch die Heide werden zudem die Landschaft und die Attraktionen der Gegend ausführlich beschrieben. Ich konnte so einen guten Eindruck von Schauplatz erhalten, oftmals wurde es mir dann aber mit der Werbung für die Lüneburger Heide zu viel.

            Die Handlung ist für meinen Geschmack leider zu ruhig, mir fehlte die Dynamik und Spannung. Hindernisse werden schnell überwunden, und alles läuft so reibungslos ab, dass bei mir überharmonischer Eindruck entstand, der auf mich völlig unrealistisch wirkte. Die Geheimnisse der Vergangenheit waren das einzige Spannungselement und wurden daher mit ihrer Aufklärung auch sehr in die Länge gezogen.

            Der Hauptcharakter Kati war mir zunächst sympathisch, wirkte auf mich jedoch zunehmend kindisch und naiv, vor allem was den Umgang mit Personen betrifft, die sie nicht mag, sowie ihren Umgang mit der Vergangenheit. Ihre beste Freundin Flo, der Aushilskoch Pit und ihre Großmutter Elli hingegen waren zwar recht eindimensional skizziert, haben jedoch für viele unterhaltsame Szenen gesorgt.

            „Der Himmel über der Heide“ ist sehr ruhiger Roman, der den Leser in das Landleben der Lüneburger Heide entführt. Da mir jedoch die Spannung fehlte und mich das Verhalten der Protagonistin oft störte, konnte mich der Roman nur bedingt unterhalten. Wer auch ohne ein hohes Erzähltempo und mit zahlreichen Landschaftsbeschreibungen zufrieden ist, ist mit diesem Buch gut bedient.

            Sonjas Bücherecke

            Beiträge 44
            20.10.2016

              Das herrliche Cover, das einen Einblick in die Schönheit der Heide gibt, stimmt einen auf die Geschichte ein.

              Kati meidet seit 10 Jahren ihre wunderschöne Heimat und lebt und arbeitet in Hamburg. Ihre Familie wurde vor 10 Jahren von einem tragischen Schicksalsschlag heimgesucht und Kati ist aus ihrer Heimat geflüchtet. Jetzt ist ihr Vater schwer krank und ihre Großmutter kann den Familiengasthof Heidehof nicht alleine weiterführen. Der Heidehof liegt wunderbar in der Lüneburger Heide. Kati beschließt ihrer Familie unter sie Arme zu greifen und auf dem Hof auszuhelfen. Hier wird sie jedoch wieder von den Schatten der Vergangenheit eingeholt. Wird Kati glücklich werden und endlich einen Neuanfang wagen?

              Der Schreibstil von Sofie Cramer ist toll. Man will das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist alles so bildlich beschrieben. Ich habe die Heide gerochen und den Heidehof mit seinen Bewohnern vor mir gesehen.

              Das Buch ist ein absoluter "Muß" für alle Sofie CarmerFans und für alle die gerne Geschichten über Familiengeheimnisse lesen. Ich kann es nur weiterempfehlen