Ulrike Schäfer

Macht das glücklich, oder kann das weg?

Manchmal braucht es einen fremden Besen,
um Platz zu schaffen für das Glück
Die Hamburger Modelegende Ella Castello, die den Sternen mehr vertraut als den Menschen um sich herum, zieht es zurück in ihre Heimat Rom. Doch zuvor muss sie sich von ihrer Villa an der Alster trennen – und von ihren Vintagekleidern, die sie wie einen Schatz hütet. Um endlich loslassen zu können, sucht die alte Dame Hilfe bei Aufräumberaterin Merle. Bei der disziplinierten jungen Frau scheint alles strikt nach Plan zu laufen. Aber nach und nach zeigt sich, dass auch in Merles Leben nur oberflächlich Ordnung herrscht, vor allem in Liebesdingen … Kann sie womöglich noch etwas von der temperamentvollen Ella lernen? Und schafft sie es endlich, auch in ihr eigenes Herz Klarheit zu bringen?
Eine charmante Freundschafts- und Liebesgeschichte für alle, die endlich aufräumen wollen in ihrem Leben.


Autorenbild Foto von Ulrike Schäfer

Der  Autor

Ulrike Schäfer arbeitet als PR-Beraterin und Journalistin. Regelmäßig gründlich auszumisten ist für sie wie Wellness – vor allem das befreiende Gefühl danach. Kreatives Chaos herrscht nur, wenn die Münsteranerin, die nach vielen Jahren in Hamburg mittlerweile in Köln lebt, an einem Roman arbeitet: Dann türmt sich auf ihrem Schreibtisch allerhand Recherchematerial.


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Rezensionen

Sandraliest

Beiträge 40
26.01.2020

Das Cover, der Buchtitel und der Inhalt passen zueinander.
Das Konzept des Buches konnte mich überzeugen, dennoch ist es an einigen Stellen ausbaufähig.
Der Schreibstil habe ich als flüssig und angenehm empfunden, allerdings wurde es schnell ausschweifend und mit zum teils "unnötigen" Details gestreckt. Zu Beginn gab es einige Startschwierigkeiten, aber dann fand ich doch noch in die Geschichte rein. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Einmal aus Ella's und Merle's Sicht.
Schon zu beginn ist ein kleiner Spannungsbogen spürbar.
Das Setting (Hamburg) ist sehr gut ausgearbeitet.
Es ist schön die beiden Charaktere und ihre Entwicklung zu beobachten. Ich empfinde die Lektüre als leicht, mit Tiefe und einen heilsamen Effekt.
Die Story ist auch herzerwärmend. Das Ende hat mich zufrieden zurückgelassen.
Es war humorvoll, aber auch turbulent.
Ich kann das Buch für schöne Lesestunden durchaus empfehlen.
Ich habe mich sehr unterhalten gefühlt.

Sabienchen65

Beiträge 33
eine Antwort 21.12.2019

Leider wurde ich mit diesem Buch nicht wirklich warm. Der Schreibstil der Autorin und deren zu anfangs noch Recht ansprechenden Charaktere waren für mich leider zu eintönig und wenig innovativ, weshalb ich das Buch nach knapp der Hälfte zur Seite gelegt habe.

  • Paulaaa

    Beiträge: 50
    04.02.2020

    So geht es mir leider auch. Begeistert hat mich an diesem Buch nur der Titel, den finde ich klasse!

hasi_rasi

Beiträge 113
eine Antwort 17.12.2019

Nur Erinnerungen sind Erinnerungen

Man sammelt viel zu viel Zeug an. Schon vor dem Lesen des Buches ist mir das bei der Kramschublade in unserer Küche aufgefallen. Nachdem ich sie einmal komplett aus- und danach wieder eingeräumt hatte, war sie plötzlich nur noch halbvoll, der Rest ist im Müll gelandet. Ich bin der DDR aufgewachsen und gewohnt, so viel wie möglich aufzuheben um es bei Bedarf wiederverwenden zu können. Das vermeidet Müll und Neuanschaffungen. Aber wir besitzen heute durchschnittlich 10.000 Dinge! Ist das nicht erschreckend?!

Die Mitdreißigerin Merle ist diesbezüglich ein gebranntes Kind. Ihre Mutter war kaufsüchtig und hoch verschuldet. Merle will es besser machen und lebt in einer winzigen Wohnung mit so wenig Dingen und Kleidung wie möglich. Ihr Motto ist: „One in one out“ – für jedes neue Teil fliegt ein altes raus. Damit ist sie perfekt für ihren Job bei „Queen of Clean“ geeignet, einer professionellen Aufräumagentur. Ihr erster eigener Auftrag bringt sie allerdings schnell an ihre Grenzen. Sie soll der ehemaligen Designerin Ella Castello helfen, die zurück nach Rom ziehen will und nur wenige Dinge aus ihrer 300 m2 Villa mitnehmen kann. Es sind vor allem die Kleider, die Ella früher entworfen hat, von denen sie sich nicht trennen will, weil sie sich durch sie definiert: „Mit diesen Kleidern habe ich mich vor mehr als vierzig Jahren selbst erfunden. Durch sie bin ich ein anderer Mensch geworden. Wer bin ich denn noch ohne sie?“ (S. 160/161)

Mit Merle und Ella prallen zwei Welten aufeinander. Merle ist sehr introvertiert und möchte auf keinen Fall auffallen. Sie liebt es, aufzuräumen und Ordnung in das Leben anderer zu bringen. Seit Jahren ist sie mit Surfladenbesitzer Tom zusammen und hofft auf Ehe und Familie, aber Tom denkt nur an die nächste perfekte Welle. „Tom wirst du nicht heiraten, mein Kind. … Er sieht gut aus, …, aber er ist nicht der Mann fürs Leben.“ (S. 19)
Ella führte früher ein bewegtes Leben in der Öffentlichkeit, hatte sich dann aber auf einen Schlag komplett zurückgezogen. Sie glaubt an Astrologie und Horoskope und erschwert Merle die Arbeit dadurch zusätzlich. Ihr Haus spiegelt ihr Leben wider, ist voller Erinnerungen. Neben den Kleidern hat sie unzählige Bücher, Kunstschätze und Reiseandenken gesammelt. Aber es ist geschmackvoll eingerichtet und eigentlich perfekt – das sieht sogar Merle so. „Je mehr Zeit sie in Ellas Haus verbrachte, desto leerer kam ihr die eigene Wohnung vor – leer an Dingen und leer an … Leben.“ (S. 272)

Im Laufe der Zusammenarbeit öffnen sich die beiden Frauen. Sie erzählen sich von ihrer Vergangenheit und lüften einige Geheimnisse. Beide haben schwere Schicksalsschläge hinter sich und gehen verschieden damit um. Ella verdrängt lieber, Merle lenkt sich ab. Sie geben sich gegenseitig Ratschläge und werden Freundinnen – und auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Am Ende ist nicht nur Ellas, sondern auch Merles Leben komplett umgekrempelt.

„Macht das glücklich, oder kann das weg?“ ist ein sehr unterhaltsamer, amüsanter und kurzweiliger Roman mit ernstem Hintergrund. Wunderschön zu lesen.

  • Paulaaa

    Beiträge: 50
    28.01.2020

    Deine Rezi gefällt mir sehr gut! Sie ist überzeugend und macht mich neugierig auf das Buch.

    • Arietta

      Beiträge: 45
      09.02.2020

      Tolle Rezension...

kerstin2601

Beiträge 52
eine Antwort 25.11.2019

Zum Aufräumen im Leben brauche ich zwar keine Anleitung jedoch finde ich die gegensätzlichen Charaktere der beiden Protagonistinnen faszinierend. Vor allem, wie sie voneinander lernen. Ein gutes Buch, unterhaltsam und mit so manchem Augenzwinkern.

  • AnneMF

    Beiträge: 40
    08.12.2019

    Also ich brauche schon manchmal eine Anleitung. Aber was ähnliches hab ich letztes Jahr von einem Japaner schon gelesen.

maraAngel2107

Beiträge 32
14.07.2020

    Wow, was für ein Buch:-) Ich habe es regelrecht verschlungen und mir ist mal wieder klar geworden, was für Dinge man im Leben doch "hortet", die man im Grunde überhaupt nicht braucht! Erinnerungen, die sind wichtig, lebendig und einmalig, die muss man festhalten, die nimmt einem niemand mehr, ich verstehe das als Botschaft dieser Autorin, meiner Namensvetterin, an die Leser! Ein Buch was ich noch lange im Gedächtnis haben werde!
    Die Geschichte von Merle, der Aufräumberaterin und Ella, deren Haus leer geräumt werden soll, getrennt nach "behalten" und "weg geben", was ist wirklich wichtig. Ella tut sich sehr schwer, was ich gut verstehen kann, sie hat eine sehr traurige Familiengeschichte, genau wie Merle und als die Beiden Vertrauen zueinander gefasst haben, entsteht schon so etwas wie eine "sanfte" Freundschaft. Es ist so schön mit den beiden mit zu leben, man ist mittendrin im Sortier-Wahn und es macht Freude zu sehen, wie nach und nach eine Last von Ella ´s Schultern fällt:-) Auch wenn sie sich zu Anfang sehr schwer tut, aber sie möchte halt von einem Haus in Hamburg in eine Wohnung in Rom ziehen, ihre elterliche Wohnung, in Ihrer Heimat:-) Merle tut mehr als Ella einen Gefallen und indem sie sich teilweise in Ihr Familien und ihrer Freunde Leben einmischt gibt es für sie am Ende Happy End, mit dem weder Ella noch der Leser rechnen durfte:-) Ein wunderbarer Abschluss zu einem wunderbaren Buch/Roman, einer einfühlsamen und besonderen Geschichte, die Dank des leichten Schreibstiles sehr gut und flüssig zu lesen war. Der Leser bekommt hier das Gefühl "daheim" zu sein, mittendrin im Geschehen, in der Beziehung zwischen Tom und Merle, die im Grunde keine ist, das annähern mit Leo, der leider ein zu großes Geheimnis hütet, jedoch am Ende ist alles gut! Die Autorin versteht es hier absolut den Leser mit auf die Reise in ein besonderes Leben, mit besonderen Protagonisten zu nehmen und alles hat irgendwie eine besondere Note! Es ist alles in sich stimmig, alleine das Cover ist schon so positiv gestaltet, das man Lust auf die Geschichte bekommt, es zieht einen richtig an, die Kleiderbügel in den einzelnen Kapiteln sind gut bedacht und passen absolut dazu. Ein unbedingt lesenswertes Buch, das ich unbedingt weiter empfehlen werde! Gerne gebe ich es nun an eine interessierte Leserin weiter und bin sehr gespannt, wie es ihr gefallen wird:-) Alles in allem: PERFEKT! 5 von 5 Sternen gerne gegeben!!!

    Lilli33

    Beiträge 23
    28.06.2020

      Inhalt:
      Ella Costello, ursprünglich aus Rom, hat sich in Hamburg als Modedesignerin einen Namen gemacht. Doch das ist lange her. Nun will sie in ihre Heimat zurück, aber die schöne Villa an der Alster allein auszuräumen und auszumisten, schafft sie nicht. Deshalb hat sie die Aufräumberaterin Merle engagiert. Nicht nur einmal prallen die karge Disziplin der jungen Merle und die opulenten Erinnerungen der alten Dame aufeinander - letztlich zum Wohl beider.

      Meine Meinung:
      Ein leichter Frauenroman, das ist normalerweise nicht gerade mein bevorzugtes Genre. Umso überraschender war es für mich, dass Ulrike Schäfer mich ziemlich gut fesseln konnte. Die beiden Protagonistinnen waren mir sehr sympathisch und ich wollte immer gerne wissen, wie die Story weitergeht. Dabei war vieles, gerade die Liebesgeschichte der Merle, aber auch vorhersehbar.

      Insgesamt fühlte ich mich recht gut unterhalten und habe dabei auch noch ein paar Tipps für mein eigenes Ausmisten mitgenommen, das ich allerdings nicht so rigoros betreiben will wie Merle ;-)

      Buchstabenfestival

      Beiträge 8
      18.03.2020

        Es gibt Liebesgeschichte, die sind einfach nix und es gibt Geschichten mit verschiedenen Formen der Liebe und die sind gut. Ein solches Buch ist "Macht das glücklich oder kann das weg?".

        Merle ist jung, ehrgeizig und wartet in der Aufräum-Agentur auf ihre große Chance. Schränke und am besten ganze Wohnungen von Fremden ausmisten - ein Traum (für sie). Platz schaffen für den Geist, die Luft zum Atmen und einfach mal das Glückgefühl des Loslassens genießen. So zumindest klingt es in der grauen Theorie. In der Praxis gibt es ein sehr großes Haus voller Erinnerungen, wertvollen Büchern und Kleidern und einer Besitzerin, die sowohl über Temperament als auch Sturrsinn verfügt.

        Es werden viele Reibereien und kritische Situationen folgen, einiges an Tränen fließen und schöne Geschichten aus der Vergangenheit erzählt werden. Die zwei Frauen entdecken Seiten an sich, die sie bisher sehr zurückgehalten haben. Merle entdeckt die Liebe über Umwegen und versinkt dabei nur kurz und nur ein bisschen im Kitsch.

        Nicht alles ist immer logisch, nicht alles ist realistisch und manchmal ist es auch etwas langsam im Fortgang, aber trotzdem mag man die Charaktere und ihre Geschichten.

        Langeweile

        Beiträge 34
        04.03.2020

          Inhalt übernommen:

          Manchmal braucht es einen fremden Besen,
          um Platz zu schaffen für das Glück

          Die Hamburger Modelegende Ella Castello, die den Sternen mehr vertraut als den Menschen um sich herum, zieht es zurück in ihre Heimat Rom. Doch zuvor muss sie sich von ihrer Villa an der Alster trennen – und von ihren Vintagekleidern, die sie wie einen Schatz hütet. Um endlich loslassen zu können, sucht die alte Dame Hilfe bei Aufräumberaterin Merle. Bei der disziplinierten jungen Frau scheint alles strikt nach Plan zu laufen. Aber nach und nach zeigt sich, dass auch in Merles Leben nur oberflächlich Ordnung herrscht, vor allem in Liebesdingen … Kann sie womöglich noch etwas von der temperamentvollen Ella lernen? Und schafft sie es endlich, auch in ihr eigenes Herz Klarheit zu bringen?

          Meine Meinung:

          Ich brauchte zugegebener Weise einige Zeit, um mich mit der Geschichte anzufreunden, was sicherlich an dem etwas eigenwilligen Schreibstil lag.
          Es wird im Wechsel aus Sicht der beiden Protagonistinnen berichtet. Mit Ella und Merle treffen zwei Welten aufeinander, die sich erst nach und nach annähern.
          Während Ella aufgrund ihrer künstlerischen Ader, ein gewisses kreatives Chaos pflegt, muß bei Merle alles akkurat und geordnet sein,was wiederum den Erfahrungen ihrer Kindheit geschuldet ist.
          Ich habe die Geschichte der beiden unterschiedlichen Frauen mit großem Interesse verfolgt und mich dabei äußerst gut unterhalten.

          Fazit:

          Eine Geschichte mit Herz ,Verstand und viel Liebe,die ohne jeglichen Kitsch auskommt.

          Fenny

          Beiträge 13
          16.02.2020

            Der Einstieg in die Geschichte fiel mir ein wenig schwer, dennoch war der Schreibstil sehr flüssig zu lesen. Aber ich wurde mit der zweiten Hauptfigur Merle nicht ganz warm. Ella dagegen hatte all meine Sympathien und ich war immer gespannt, weiteres aus ihrem Leben zu erfahren. Bei Merle zogen sich die Parts ein wenig... Man versteht ihre Motive und Beweggründe und ihre tieferen Charaktereigenschaften erst spät. So hatte ich mich immer mehr auf Ellas POV gefreut. Das Hamburger Setting wurde perfekt rübergebracht meines Erachtens nach. Ich habe es gern gelesen.

            C. Sch.

            Beiträge 47
            04.02.2020

              INHALT:
              Die Aufräumberaterin Merle erhält von der Modelegende Ella den Auftrag, ihr zu helfen. Ella möchte ihr Leben in Hamburg aufgeben und mit einigen wenigen Sachen nach Rom ziehen. Und das wird nicht leicht für Ella, denn sie hat in all den Jahren viel angehäuft und kann sich schlecht von den liebgewonnen Sachen trennen. Merle hingegen ist sehr diszipliniert und liebt die Ordnung und hat es gern, wenn alles strukturiert ist. Schon bald erkennt aber Ella, dass die Ordnungsliebe bei Merle nur oberflächlich ist und in ihrem Inneren, vor allem in Liebessachen, herrscht das Chaos. Kann sich die strukturierte Merle etwas von Ella abschauen?
              MEINE MEINUNG:
              Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht. Ich hatte sofort den Charakter der Merle in mein Herz geschlossen. Ich mochte ihr Auftreten sehr, gerade auch weil ich sehr ordnungsliebend bin und ihre Art verstanden habe. Auch mit Ella hat die Autoren einen wunderbaren und aufgeschlossenen Charakter geschaffen und auch bei ihr brauchte ich nicht lange, um sie zu lieben. Die Kapitel sind immer abwechselnd aus Sicht von Merle und Ella geschrieben, so dass man beiden beim Lesen sehr nahekommt, ihre Gedanken und Gefühle erkennt. Die Entwicklung der Beiden ist sehr schön dargestellt. Man erlebt mit, wie sie sich einander annähern und von einander lernen, wie sie sich gegenseitig respektieren. Als das geschieht auf eine sehr ruhige und einfach nur sehr schöne Art und Weise und ich fühlte mich in diesem Buch einfach nur sehr wohl und geborgen und gut aufgehoben. Interessant fand ich auch immer, in die Vergangenheit von Ella einzutauchen und ihre Geschichte besser zu verstehen.
              FAZIT:
              Eine zauberhafte und emotionale Geschichte über Freundschaft, über Erinnenrungen und über Respekt in die man eintauchen kann und die man lieben muss.